Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
Adamin:
Ihr redet echt alle komisch, so als würde der Hobbit dadurch verhunzt werden dass Bilbo permanent mit einem Karstadt-Poloshirt durch Mittelerde läuft. oô
Welches "Flair" des Buches meint ihr? Für mich besteht das Lesegefühl bei einem Buch aus der gelesenen Geschichte. Und PJ hat meiner Meinung nach durchaus ein Händchen fürs Geschichtenerzählen.
Oder meint ihr den Aspekt dass es nicht als Kinderbuch verfilmt wird?
ivethedenrath:
:D
Mit Flair und Schwerpunkten meinte ich insbesonders, dass der Film als Prequel angelegt ist, was beim Buch nicht der Fall ist. Das bringt unabdingbar eine Verschiebung hin zu Gemeinsamkeiten oder Verbindungsstücken zu den bisher entstandenen Filmen.
Das der Film nicht als "Kinderbuch" angelegt ist spielt da natürlich auch mit rein.
Was mir am Hobbit am besten gefallen hat war die Entwicklung die Bilbo innerhalb seiner Reise durchmacht.
Vexor:
Und warum sollte diese Entwicklung im Film nicht rübergebracht werden können?
An sich muss man das ja mal alles relativieren. Ich denke die meisten von uns hier hatten den Herr der Ringe vor dem ersten Film noch nicht gelesen.
Ich hab sogar est neulich mit meinem Onkel darüber gesprochen, wie er der Verfilmung gegenüber stand. ( Er kannte die Bücher schon davor und war sogar ein recht großer Fan).
Er hätte nicht gedacht, dass Peter Jackson es schaffen würde, die Filme so zu inszenieren, wie sie im Buch geschildert worden. Er ist auch der Meinung, dass die Filme das auch nicht geschafft haben.
Die Filme sind ein Meisterwerk, aber sie sind nunmal nicht die Bücher.
Und genau so wird es beim Hobbit auch sein. Ich vertraue Peter Jackson schon soweit, dass er den Hobbit hervorragend umsetzen wird ( natürlich nicht ohne ihn seinen eigenen Stil zu geben).
ivethedenrath:
Diese Entwicklung "könnte" natürlich rübergebracht werden.
In Teilen wird sie es vermutlich auch, da eigendlich kaum ein weg daran vorbeiführt.
Mein Eindruck zu den bisherigen Informationen ist allerdings ehr der, das man versucht die Rahmenhandlung möglichst einzubetten ( was ja völlig nachvollziehbar ist ) und anzugleichen, dass hat aber zur Folge, dass der Film eben anders als der Roman nicht nur einen Selbstzweck erfüllt, sondern eine bestimmte Funktion innerhalb der Filmreihe erfüllen muss.
Und da kann es eben schnell passieren, dass der Fokus des Romans verschoben wird.
Natürlich lässt sich eine korrekte Analyse erst vornehmen, nachdem der Film erschienen ist.
Ob die Umsetzung also nun "hervorragend" wird hängt ja im wesentlichen damit zusammen, welche Funktion man dem Film beimisst.
Aufjedenfall wird es eine Umsetzung, was an sich schon schön genug ist.
Adamin:
Ich habe auch von sogenannten "Puristen" gehört, die wutentbrannt aus den Kinovorstellungen von den Gefährten gerannt sind, weil Tom Bombadil nicht vorkam oder sonstwas, und die danach PJ verteufelten und anprangerten, die Bücher entstellt zu haben.
Natürlich muss man davon ausgehen, dass der Film sich beim Ansehen nicht exakt wie das Lesen des Buches anfühlen wird. Falls es auch das war, was ihr sagen wolltet, dann sei mein Statement vergessen.
Es klang nur eben so "schlimm" bei euch, von wegen sich damit abfinden müssen, und ohnehin darauf gefasst sein...
Als wäre es vollkommen und ganz und gar ausgeschlossen, dass der Film auch nur die geringste Ähnlichkeit mit dem Buch haben würde.
Wie gesagt finde ich, dass die Geschichte (genauer gesagt: ihre Aussage) hierbei einen großen Ausschlag gibt. Eine Geschichte kann auf tausend Arten und Versionen erzählt werden, aber der Kern, die "Moral", die Aussage ist es, worauf es ankommt.
Der Herr der Ringe war in dieser Hinsicht gut. Dieses epische Meisterwerk darüber, dass sogar der Kleinste jeden noch so gewaltigen Feind überwinden kann. Eine Geschichte über Freundschaft, Mut, Opferbereitschaft. Mit den Büchern vermittelt, von den Filmen wiedergegeben.
Darin lag meiner Meinung nach die Kunst.
Was ist dann die Moral des Hobbits?
Die Wandlung des jungen, ganz und gar anständigen Auenlandbewohners Bilbo Beutlin, in einen abenteuerlustigen Wanderer vielleicht. Das geheime Verlangen nach Abenteuern, dass in jedem schlummert, aber von Furcht und Gewohnheit gezügelt wird, herauszukitzeln und damit in die Welt hinauszugehen.
Zumindest meine Erinnerungen an den Hobbit (mein erstes Tolkien-Buch) gehen in diese Richtung. Und alles was ich bisher von den Filmvorbereitungen gesehen habe, hat ebenjenes Gefühl wiedererweckt. ^^
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