Das Schicksal Mittelerdes (RPG) > Der Thron von Mittelerde
Arnor
Darkayah:
Daskina-RebellenSiedlung im Wald von Eregion [Mittags] (Arnor)
Octavia mit Phelan und Kael in der Daskina-Rebellensiedlung...
Octavia war die ganze Nacht wach und lag auf der Seite. Ihr Kopf befand noch immer auf dem Hemd von Deloth. Sie hörte nur, wie jemand vorsichtig, mit leisen Schritten, den Raum betrat, da sie von der Tür abgewandt lag und so nicht sehen konnte wer es war.
"Octavia...", ertönte die Stimme ihres Bruders, "...Ich dachte dir wäre etwas zugestoßen als ich von der Räumung hörte, bevor ich gefangen genommen wurde... Ich dachte du wärst vielleicht tot!".
Octavia verdrehte ihre Augen und wandte sich ihm nicht zu. Wirklich mit ihm sprechen wollte sie nicht. Sie dachte kurz über seine Worte nach. Machte es einen Unterschied ob sie tot war oder nicht? Immerhin fühlte sie sich innerlich mehr als tot.
"Octavia ist tot...", antwortete die junge Frau schließlich emotionslos, "...Sie starb als du Deloth getötet hast.. ".
Sie war noch immer wütend auf ihn und gab ihm weiterhin die Mitschuld an Deloths tot. Kael war der jenige, der sich auf Barnolf eingelassen hatte. Hinter ihm stand. Ihn überhaupt in die Siedlung geholt hatte. Aber was brachte es darüber zu diskutieren? Sie wollte nicht mehr mit ihm reden. Octavia hörte nur wie Kael seufzte und den Raum wieder verließ. Zu erst war ihr nicht nach aufstehen, auch wenn sie wieder aufbrechen mussten. Aber dann hörte sie lautes Geschrei von draußen und sie stürmte dann doch aus dem Haus.
Ein junger Mann, der auch ein Mitglied der Daskina-Rebellen war, kam schreiend in die Siedlung gerannt. Die acht verbannten Rebellen und Phelan zogen ihre Schwerter. Als sie bemerkten, dass der Mann auch einer von den Daskina-Rebellen war, senkten sie die Waffen. Octavia lief schnell zu Phelan und den Neuankömmling.
"Lennox, was ist los, was machst du hier?", fragte Phelan Belatan direkt und irritiert. Octavia dachte sich das selbe. Er entschied sich doch erst für die Seite von Barnolf.
Der junge Mann, der wohl Lennox hieß, erwiderte: "Ich war mit dem Späher unterwegs, bis er dann von Barnolf und seinen Männern gefangen genommen wurde... Ich habe hier in der Nacht Feuer gesehen und ich dachte die Soldaten der Krone brennen hier schon alles ab... Dann habe ich euch gesehen...".
Hörte sie richtig? Der Späher, Thirak, wurde von Barnolf gefangen genommen?
Sie überlegte nicht lange und beschloss: "Dann retten wir ihn, wo ist er ?". Lennox entgegnete außer Atem: "Er ist mit einigen seiner Männer auf einen Hof geflüchtet, im Westen des Eregion Waldes...".
"Dann sollten wir keine Zeit verlieren...", rief sie und wollte schon los rennen.
"Moment mal!", stoppte Phelan, "Wir können doch nicht einfach dorthin marschieren und sagen: Hey Barnolf, gibt uns den Späher zurück! Das wäre unser Todesurteil".
Octavia ging kurz in ihre Gedanken. Womöglich hatte er recht. Sie würden ihn wahrscheinlich nur mit viel Blutvergießen zurückbekommen. Ihr Blick streifte an die Stelle vorbei, an der am Abend noch Deloth verbrannt wurde. Die anderen hatten den verkohlten Holzstoß weggeräumt und eine Grabstelle für Deloth errichtet. Dann sah sie in die Runde und ihre Augen blieben ernst auf Kael ruhen.
Wenn die beiden schon beste Freunde geworden sind, dann sollten wir ihn dahin bringen..., dachte sich die junge Frau. Sie holte schnell ein Seil und wickelte Kaels Hände dort ein. Dieser sah sie nur irritiert an.
"Was machst du da, Octavia?", fragte Phelan verdutzt.
"Du hast recht...", antwortete sie energisch während sie versuchte einen ordentlichen Knoten zu machen, "...Wir sollten kein weiteres Blut vergießen, aber wenn wir nichts tun ist es das Todesurteil von Thirak!". Ob die anderen ihr folgten oder nicht, sie lief mit Kael im Schlepptau zum Ausgang der Siedlung.
Dann gehe ich halt alleine..., sagte sie sich selbst. Sie stapfte durch den Schlamm, der sich wegen des Regens gebildet hatte.
Die junge Rebellin konnte sich das Schmunzeln nicht verkneifen, als sie die Schritte der übrigen Männer hörte, die ihr folgten. Sie hoffte dass es noch nicht zu spät war, Thirak Eisen zu retten...
Octavia und Phelan mit Kael auf dem Weg in den Westen des Eregion Waldes zu dem Gehöft in dem sich Barnolf versteckt...
Darkayah:
Westlicher Eregionwald (Arnor)(Nachmittags)
Octavia und Phelan mit Kael im Westen des Eregion Waldes...
Phelan schickte die anderen, inzwischen neun Rebellen, vorsichtshalber in die Höhle nördlich des Waldes zurück. Octavia war das auch lieber. Immerhin konnten sie sich als kleinere Gruppe unbemerkt bewegen. Auch waren noch viele der Pascima-Rebellen im Land unterwegs. Und das war gefährlich.
Inzwischen hielt Phelan Belatan Kael am Seil. Octavia und Phelan Belatan hatten vorsichtshalber ihre Schwerter gezogen. Sie sahen endlich das Gehöft. Es wirkte verlassen und heruntergekommen. "Wir sollten nicht als erste herantreten und auf sein Handeln warten...", flüsterte er leise Octavia zu. Sie wollte nicht auf ihn hören und griff daraufhin Kael an der Kleidung. Dabei hielt sie ihm ihr Schwert an den Hals. "Kommt heraus!", rief sie wütend und schubste Kael etwas nach vorne.
Barnolf trat dann hervor und hielt Thirak mit einem Messer an dem Hals vor sich, der ebenfalls gefesselt war. Der ehemalige Anführer der Daskina-Rebellen holte seine Armbrust hervor und zielte damit auf Barnolf.
"Ihr seid hergekommen...", rief Thirak, "...Ihr hättet mich einfach zurücklassen sollen...".
Octavia starrte nur wieder auf Barnolf und hoffte auf eine Gelegenheit ihn zu töten.
"Lass ihn gehen, Barnolf!", schrie Phelan zuversichtlich. Dieser erwiderte nur: "Das kann ich nicht tun!".
Dann pfiff er einen schrillen Ton und ein Pfeil flog vor die Füße Phelans. Octavia drückte die Klinge ihres Schwertes daraufhin fester an den Hals von Kael.
"Es ist vorbei...", behauptete der Anführer der Freien Arnorischen Armee, "...Lasst eure Waffen fallen!".
"Erschieß ihn, na los!", flüsterte die junge Frau energisch. EPhelan entgegnete hektisch: "Ich kann nicht... Ich würde Thirak treffen...".
Dann ging noch ein Pfeil vor ihren Füßen zu Boden.
"Komm schon, Phelan...", sagte Barnolf, "...Ich will nicht noch jemanden töten müssen...".
Octavia blieb auf der Stelle verharren. Zunächst auch Phelan, der aber seine Armbrust senkte und dann aber seine Waffen zu Boden warf. Als Octavia dies bemerkte war sie irritiert. "Was um alles in der Welt tust du da?", fragte sie entrüstet.
Er antwortete nicht. Stattdessen erhob Barnolf wieder seine Stimme: "Und jetzt du!". Dabei sah er auf die junge Frau. Sie hatte nicht die Ambitionen dazu, ihr Schwert fallen zu lassen und Kael einfach so gehen zu lassen, ohne Thirak zu befreien. Sie trat dicht hinter ihren Bruder heran und hielt ihr Schwert direkt an seine Kehle.
"Was machst du da?", wollte Phelan flüsternd wissen. Octavia antwortete nicht.
Barnolf pfiff diesmal einen anderen Ton. Doch bevor etwas geschah, wurde sie schließlich plötzlich von Kael übermannt, der sich nun doch wehrte und mit einem Griff gelang es ihm sie auf ihren Knien zu Boden zu halten, sodass sie sich nicht wehren konnte. Die junge Frau wollte noch nach ihrem Schwert greifen, aber Kael trat es mit seinem Fuß ausser ihrer Reichweite.
Dann kamen die anderen Männer der Freien Arnorischen Armee aus dem Wald hervor und fesselten Octavia sofort. Mit einem verhassten Blick sah sie nur zu Kael. Sollte sie wirklich verloren haben?
Sie sah nur wie Barnolf ihr Schwert nahm und hörte wie er sagte: "Ich gebe dir drei Sekunden, um mir glaubwürdig zu machen das du auf meiner Seite bist!".
Kael erwiderte nur: "Die anderen verstecken sich in einer Höhle, die nördlich gelegen ist, nicht weit von hier... Ich kann dich hinführen".
Octavia überkam wieder diese Wut. Wieder tat ihr Bruder alles um seine eigenen Leute, sogar seine eigene Schwester zu verraten. "Hör auf damit...", rief sie nur und wollte sich aufrichten um auf Kael zu zustürmen. Doch sie bekam nur einen Heftigen Schlag ab und ging wieder zu Boden. Sie spürte nur, wie an ihr herumgezerrt wurde, bis sie wieder auf ihren Beinen stand. Ihr Kopf dröhnte wieder und sie rang damit bei Bewusstsein zu bleiben.
Sie stapfte mit der Gruppe mit und fiel immer wieder auf ihre Knie, doch die Männer Barnolfs zogen sie jedes mal wieder hoch.
Das Rascheln der Blätter, die durch die Schritte zertreten und zur Seite geschoben wurden, drang an ihre Ohren. Gleichzeitig nahm sie aber noch anderes knacken wahr. Diese Geräusche kamen von weiter weg. Als würde jemand auf alten Ästen laufen. Nicht direkt von der Gruppe. Eher hinter den dichten Bäumen.
Octavia sah zu Phelan, der aber nur auf den Boden sah und dann zu Kael. Kael sah sich um, als würde er auch diese Geräusche hören. Ein Horn ertönte und ließ Barnolf und seine Männet sofort in Stellung gehen. Die junge Rebellin sah nur wie Kael sein Schwert zog und an Barnolfs Hals hielt.
"Lasst eure Waffen fallen...", schrie er, "...Los lasst eure Waffen fallen!".
Octavia war überrascht. Warum macht er das?, fragte sie sich selbst. Kael mochte doch Barnolf und seine Pläne. Sie konnte allerdings nicht weiter darüber nachdenken. Octavia nutzte die Chance und schlug mit ihren verbunden Händen die Männer Barnolfs nieder , die bei ihr standen.
"Wir bringen euch Kommandant Barnolf der Freien Arnorischen Armee!", rief Kael, "Nimmt ihn und löst die Blokade auf!"
Die junge Frau befreite sich von ihren Fesseln.
"Damit hast du uns alle getötet!", mahnte Barnolf Kael.
Dann flogen schon Pfeile in ihre Richtung und schossen die Männer der Freien Arnorischen Armee nieder, die mit ihnen waren. Octavia schnappte sich ein Schwert und tötete die am Boden liegenden Männer.
"Octavia!", rief Phelan der zu ihr rüberkam, "...Lass sie am leben... Deine Rache bringt Deloth nicht zurück!".
Bevor sie aber was sagen konnte, traten die Pascima-Rebellen aus den Bäumen hervor.
Sie nahmen sofort Barnolf gefangen. Octavia beobachtete, das Phelan auf einen von ihnen zuging: "Wir sind ebenfalls Rebellen, die gegen die Krone kämpfen... Ich muss mit eurem Anführer sprechen!".
Der Mann der Pascima-Rebellen erwiderte nur: "Der Wahre Anführer wird selbst entscheiden ob er euch empfangen wird... Er wird euch eine Botschaft zukommen lassen...". Dann ging entfernte er sich mit seinen Männern, mit Barnolf als Gefangenen im Schlepptau.
"Kommt, wir sollten die anderen holen...", sagte Phelan Belatan, "...Kael und Thirak, geht ihr zurück zur Siedlung und sammelt so viele ein wie ihr könnt...Octavia und ich holen die anderen von der Höhle!". Die junge Frau hörte nur, wie Phelan Kael fragte, ob er es für alle oder nur für seine Schwester tat. Sie wartete insgeheim auf eine Antwort, doch er sagte nichts, sondern sah Phelan nur an. Danach ging Phelan mit schnellen Schritten los. Octavia blieb noch auf dem Boden hocken. Einer der Männer, die am Boden lagen, war noch nicht tot und er wollte sich erheben. Die junge Frau rammte ihm vorher ihr Schwert in sein Herz. Thirak und Kael sahen erschrocken zu ihr.
"Blut für Blut!", entgegnete sie daraufhin nur. Immerhin wollte sie Rache für Deloths Tot. Sie Ärgerte sich nur, weil sie es nicht mehr selbst erledigen konnte, also mussten Barnolfs Männer ihr Blut lassen. Dann stand sie auf und folgte dem Anführer der Daskina-Rebellen, ohne etwas zu Thirak oder Kael zu sagen.
Octavia und Phelan gehen zum nördlichen Punkt des Eregion Waldes...
Darkayah:
Nördlicher Eregionwald (Arnor)
Octavia und Phelan nördlich des Eregion Waldes...
Octavia Sagitta sprach die ganze Zeit nicht, als sie zu der Höhle gingen um die anderen zurück zu der Siedlung zu holen. Warum denn auch? Sie war noch immer wütend, nicht selbst Barnolf töten zu können. Am liebsten hätte sie es gemacht. Ihn gnadenlos hinrichten, genau wie er es mit Deloth tat. Ja, das war das was sie wollte! Stattdessen übergab Phelan ihn an die Pascima-Rebellen. Sie seufzte in sich hinein, als sie darüber nachdachte. Als sie mit Phelan die anderen Rebellen erreichte, die in der Höhle warteten, war es inzwischen dunkel geworden. Der Himmel zog sich zusammen und ließ starken Regen auf das Land niederprasseln.
In der Dunkelheit trafen sie im Wald, auf der Hauptstraße, auf eine Gruppe von Menschen. Sie waren nicht wenige und bewaffnet. Ihrer Kleidung nach ließ Octavia erahnen dass es sich nicht um Truppen der Krone handelte, sondern um andere Rebellen. Auch wenn Phelan meinte, sie sollten vorsichtig sein, ging Octavia direkt auf die Gruppe zu. Warum sollte sie auf defensiv reagieren, wenn es das Territorium der Daskina-Rebellen war. Die junge Frau erkannte Indro, den Mann der auch schon Deloth gefangen nahm und der auch der Anführer der Utarra-rebellen war.
Octavia war noch immer auf alles und jeden wütend. Deshalb ging sie auch sofort offensiv in die Begegnung.
"Nochmal?", sagte sie nur leicht arrogant und spielte dabei auf ihre erste Zusammenkunft an.
"Tritt beiseite, Daskina Mädchen...", entgegnete Indro sofort, "...Wir haben Hunger und brauchen etwas zu essen!".
Octavia erwiderte nicht lange und erwiderte: "Danm sorgen dafür, dass ich es tue!".
Auch wenn sie sich vorstellen konnte, wie Phelan die Augen verdrehte und am liebsten in das Geschehen eingreifen wollte, war es ihr egal. Sie dachte nur an ihre Rache, an ihre innere Leere und an Deloth der von Indro und seinen Leuten gefangen genommen wurde. Ganz gleich, ob Indro damals Deloth im Norden half und ihn trotz seiner Herkunft akzeptierte. Gleichzeitig wollte sie nur den Schmerz in ihrem Innern loswerden, der seit dem Tot von Deloth in ihr ruht.
Sie hörte nur wie der Anführer der Utarra-Rebellen jemanden rief. Kurz danach trat auch schon ein riesiger muskulöser glatzköpfiger Mann auf.
"Gib diesem Mädchen was sie will!", rief Indro.
Sie hörte nur, wie die Daskina-Rebellen eingreifen wollten, aber von Phelan aufgehalten wurden.
Immerhin eine Sache versteht er..., dachte sie sich und machte sich bereit. Um den muskulösen Mann und Octavia bildete sich ein Kreis aus den anderen Menschen die zu sahen.
Los geht's..., sprach sie zu sich selbst um sich zu ermutigen. Ihr Herz fing an zu rasen denn sie war nun doch aufgeregt. Die junge Frau fing an mit ihrem Schwert in Richtung des Mannes zu fuchteln, doch er parierte jeden ihrer Versuche, bis er ihr einen heftigen Schlag in die Magebgrube verpasste. Er griff sie sich und schleuderte sie zu Boden. Die junge Rebellin rollte über den schlammigen Boden und versuchte sich zu erheben. Auch wenn es ihr weh tat, bemerkte sie den Ausgleich ihrer inneren Leere durch die Schmerzen. Langsam fand sie gefallen daran endlich an was anderes zu denken. Sie sah nur wie der Mann der Utarra-Rebellen schon weggehen wollte.
"Hey!", versuchte sie außer Atem zu sagen, "So schnell gibst du also auf?".
Irgendwie schaffte sie es wieder auf ihren Beinen zu stehen, was nicht ganz einfach war bei der schlammigen und feuchten Bodenbeschaffenheit.
"Das Mädchen will mehr, also gib ihr mehr!", rief Indro, der Anführer der Utarra-Rebellen.
Sofort drehte sich der muskulöse Mann um und wollte mit seinem Schwert auf Octavia einschlagen, doch sie schaffte es auszuweichen, aber erreichte den Mann nicht. Stattdessen bekam sie weitere Schläge ab. Nachdem der Harte Ellenbogen des Mannes auf ihr Gesicht prallte, taumelte sie einige Schritte rückwärts. Bevor sie wieder zu sich kam, trat er ihr die Beine weg, sodass sie zu Boden fiel.
Die junge Frau atmete schnell und hörte nur wie Phelan zu Indro rief, dass es jetzt genug war. Wieder stützte sie sich auf ihr Schwert um hoch zu kommen. Doch der Anführer der Utarra-Rebellen befahl seinem Krieger den Kampf zu beenden, weil Octavia wieder fast auf ihren Beinen stand. Sie sah nur wie der große Mann auf sie zu kam. Sie konnte sich nicht so demütigen lassen. Sie war doch eine Kämpferin. Wozu hat Deloth ihr alles beigebracht?
Bevor der Glatzkopf ihr einen Tritt verpassen konnte, griff Octavia sich das Bein und brachte ihn damit zum taumeln. Sie sprang schnell auf und schlug ihm mit ihren Fäusten auf den harten Schädel. Immer und immer wieder verpasste sie ihn Schläge in ihrer Wut. Der Mann traf sie allerdings erneut in ihre Gesicht und die Rebellin taumelte daraufhin und ging erneut Boden. Sie krümmte sich keuchend vor Schmerzen, wollte allerdings wieder aufstehen. So ganz wollte sie sich nicht einfach geschlagen geben. Stöhnend vor Schmerzen wälzte sie sich am Boden im Schlamm. Als sie aber hörte wie der muskulöse Mann der Utarra-Rebellen prahlte, dass der Kampf viel zueinfach war, erhob sich Octavia trotz der Schmerzen wieder. Der Mann war abgewandt zu ihr und sah nur zu Indro und seinen Leuten. Octavia musste die Chance nutzen um ihn zu überraschen. Sie stürmte auf ihn zu und wollte ihn überrumpeln, doch dann drehte er sich einfach zu ihr und packte sie an der Hand. Octavia schrie laut auf, als er ihren Arm verdrehte und sie so bewegubgsunfähig machte. Verzweifelt spuckte sie ihm nur das Blut, das in ihrem Mund lief, in seine Richtung. Scheinbar wütend wischte er das Gemisch aus Speichel und Blut aus seinem Gesicht und setzte zum Schlag an. Der Stoß in ihren Bauch stieß sie abermals zu Boden . Sie kroch auf allen vieren, versuchte wieder hochkommen. Nur das Plätschern des Regens und das schmerzhafte Stöhnen Octavias war zu hören. Alle anderen waren still Dann spürte sie nur den nächsten Tritt in ihre Seite. Sie lag auf dem Rücken und hielt sich den Bauch. Sie war am Ende, wollte sich das aber nicht eingestehen. Vor allem nicht vor so vielen Schaulustigen. Gleichzeitig gaben ihr die körperlichen Schmerzen ein ganz anderes Gefühl. Sie dachte das erste mal nicht an Deloth und Barnolf. Mit einem Ohr hörte sie nur, wie Indro seinem Krieger sagte dass es genug war, denn selbst ein Narr wusste, wann es Zeit war aufzugeben. Octavia spuckte weiter das Blut aus und rang nach Luft. Erst wollte sie wieder aufstehen, schaffte es aber nicht, als sie sah, dass die Utarra-Rebellen weiter aufbrachen. Sie hustete vor sich hin, bis Phelan ihr schließlich hoch half und stützte.
"Was hast du dir nur dabei gedacht...", mahnte er besorgt und gleichzeitig liebevoll.
"Was dich nicht tötet.." ,keuchte sie heraus, "...Macht dich nur stärker...".
Ihr war es egal was Phelan darüber dachte, als sie sein Kopfschütteln bemerkte. Ihr hat es für den Moment Abhilfe verschaffen und auf andere Gedanken gebracht. Phelan führte sie und die anderen Daskina-Rebellen zurück in die Siedlung. Für Octavia stand aber eine Sache fest:
Sie wusste sie würde nicht mehr auf Dauer dort bleiben. Zu viel erinnerte sie an Deloth und dass die anderen tatenlos zu sahen, als er hingerichtet wurde und sie selbst verbannt...
Octavia und Phelan in Richtung Daskina-Rebellensiedlung...
Darkayah:
Octavia und Phelan zurück in der Daskina-Rebellensiedlung...
Endlich erreichten sie die Siedlung. Octavia plagten noch immer Schmerzen der etlichen Schläge, die sie einstecken musste. Fast den ganzen Weg über stützte Phelan sie und half ihr beim Laufen. Immer wieder trafen Grüppchen der Daskina-Rebellen in der Siedlung ein. Für Octavia waren es alles Heuchler. Niemand von ihnen hinderte Barnolf daran, sie zu verbannen. Niemand von ihnen verhinderte Deloths tot. Und jetzt kamen alle in Scharen zurück und akzeptieren Phelan wieder als Anführer. Reden wollte sie mit niemanden mehr dort .
Als sie in dem Lager angekommen waren, ging die junge Frau sofort in ihr Haus und packte ihre Sachen. Draußen sah sie Phelan, Thirak und Kael um eine Feuerstelle stehen und reden. Mit langsamen Schritten näherte sie sich ihnen. An ihre Ohren drangen nur die Worte Thiraks, der die Lage, in der sie sich befanden, als schwierig einschätzte. Sie hörte besonders genau hin, als Thirak Kael abmahnte, dass er sich auf Barnolf einließ und die Separatisten aus Angmar tötete. Die junge Frau behielt aber den Eindruck, dass Thirak Eisen dabei ziemlich ruhig blieb und ihm mit keinen Konsequenzen drohte. Laut seiner Aussage ist die Konsequenz davon mit der schwierigen Situation zu leben und daraus zu lernen.
Octavia seufzte. Sie verstand nicht, warum er sich die Mühe machte mit Kael zu reden statt ihn abzustrafen. Vorsichtig trat sie zu den Männern und setzte sich auf einen Stamm, der vor der Feuerstelle lag. Sie starrte dabei in die Flammen, widmete ihr Gehör aber nicht mehr den Gesprächen. Was brachte es auch.... Für sie war klar, dass sie nicht dort bleiben konnte und wollte.
Für einen kurzen Moment kamen in ihr Erinnerungen von der Zerstörung von Minas-Tirith in den Sinn, als sie weiter das Feuer beobachtete. In ihrem Kopf erklangen wieder all dieSchreie der tausenden Menschen und das Feuer, das über alle niederprasselte. Kiana richtete so viel Unheil in der Welt an und doch gab es noch Menschen die ihr folgten. Aus dem Affekt schüttelte die junge Rebellin nur den Kopf. Dann dachte sie nur wieder an Deloth, dessen Grab sich unweit von ihr befand. Ihr reichte es. Sie konnte nicht länger dort bleiben. Im Hintergrund hörte sie nur, wie Phelan sagte, dass sie für Überfälle bereit sein sollten, da stand Octavia auf und nahm sich ihre zusammengepackten Sachen. Der Anführer der Daskina-Rebellen verstummte sofort und die Augen der drei Männer blieben auf ihr Ruhen.
"Was hast du vor?", fragte Phelan sofort verdutzt und deutete dabei auf ihre Taschen. Octavia antwortete nicht. Sie dachte eigentlich es wäre offensichtlich was sie vor hatte. Immerhin hatte sie alle ihre Sachen bei sich.
"Octavia..", sagte Kael und kam auf sie zu, "...Du kannst nicht einfach abhauen...".
Dabei trug er wieder diese väterliche Bestimmtheit in seiner Stimme, die sie über alles hasste. Ruhig erwiderte sie nur: "Dann sieh mir zu, wie ich es mache...".
"Du hast gehört was Phelan sagte...", versuchte ihr Bruder weiter sie aufzuhalten, "...Es ist nicht sicher da draussen...".
"Nirgendwo ist es sicher, verrückt oder?", entgegnete sie, "Barnolf ist weg, also kann ich jetzt auf mich selbst aufpassen!".
"Es geht doch nicht nur um Barnolf...", sagte Kael weiter,"...Kianas Truppen sind viel gefährlicher...".
Octavia hatte keine Lust mit ihm zu diskutieren. Was spielte es überhaupt für eine Rolle? Immerhin sagte er ihr doch, dass sein Leben an dem Tag endete, als sie geborenen wurde. Also was scherte es ihn...
"Ich bin eine Kämpferin...", fing sie an. Ihr Bruder entgegnete mit gebrochener Stimme: "Octavia, dann lass mich gehen...".
Auch wenn er sie traurig ansah, war es ihr in diesem Moment egal.
"Lass mich das nicht fragen...", zischte sie nur zurück.
Er fragte zerrüttet: "Was muss ich tun, damit ich dir beweisen kann, dass ich auf deiner Seite bin?".
Für Octavia gab es nur eine Sache, die sie zum bleiben anhielt. Doch die war unmöglich. Denn Deloth war tot. Somit konnte Kael ihr anbieten was er wollte, sie würde nicht bleiben.
"Dann bring Deloth zurück!", antwortete sie leicht getroffen und warf ihm einen ernsten Blick zu. Sie sah die Verzweiflung und ein gewisses Schuldeingeständnis in seinen Augen. Sie wollte zu diesem Zeitpunkt los gehen, da wendete sie sich ihrem Bruder nochmal zu.
"Barnol an Pascima abzugeben macht dich nicht zu einem der besseren Menschen, Kael...", machte sie ihn lauter klar, "...Du hast es nur getan um mich zu retten und nicht weil du dachtest, das was er getan hat war falsch!". Sie ließ es sich nicht nehmen ihn nochmals zu rügen.
Sofort verteidigte er sich: "Die Pascima-Rebellen wollten uns aushungern, ...".
"Weil du eine Armee abgeschlachtet hast, die uns retten wollte, war es den Pascima-Rebellen überhaupt möglich!", fauchte sie sofort.
"Diese Armee hätte uns auch angreifen können!", behauptete Kael, "Denk dran was sie in Minas-Tirith taten!".
"Aber sie haben nicht angegriffen, aber du hast es getan!", konterte die junge Frau sofort. Sie wusste warum Kael so handelte. Er tat das, wofür sie all die Zeit belehrt wurde. Er ließ sich auf den Angriff ein, weil er selbst an die Vergangenheit dachte.
"Du warst innerlich verletzt und hast die Wut herauskommen lassen...", fuhr sie ihn an, "... Also hast DU das getan, wofür du mich so lange kritisierst...".
Sie sah ihm erbittert tief in seine Augen, als er sie nur noch wortlos ansah. In ihr kam wieder eine endlose Wut hervor. Auch wenn er scheinbar keine Worte mehr fand und schwieg, konnte Octavia nicht ihren Mund halten. Es brachte wahrscheinlich nichts, doch sie musste sich ihren Frust von der Seele ärgern.
"Dadurch entstehen Konsequenzen für uns alle, Kael...", schimpfte sie weiter, "...Menschen werden verletzt, Menschen sterben, deine Leute sterben und Deloth ist tot!".
Für einen kurzen Moment überlege sie sich, ob er es mit Absicht machte. Selbst Fehler begehen, damit sie darunter leiden musste. Wollte er, dass es ihr schlecht ging? Wollte er Rache, weil er der Meinung war, sie war Schuld am tot der Mutter der beiden Geschwister? Weil er der Meinung war, sein Leben endete mit ihrer Geburt? Sie war zutiefst verletzt. Wegen der Aussagen ihres Bruders und wegen des Todes von Deloth, dessen Erinnerungen sie wieder in tiefe Traurigkeit und Leere fallen ließ.
Kael sah sie nur wieder betrübt und Schuldbewusst an. Um sie herum hatten sich inzwischen einige Menschen versammelt. Sie spürte die Blicke der anderen auf sich ruhen. Ihr war es egal... Ihr war es recht, das alle zu hörten und wussten, wer für das zukünftige Leid Schuld war.
Was solls..., dachte sie. Ihre Augen wurden feucht, als sie auch noch daran dachte, was er zu ihr sagte. Wofür er ihr Vorwürfe machte. Sie wollte aber nicht anfangen vor allen zu weinen. Sie wollte Kael noch so vieles an den Kopf werfen, doch sie verkniff sich die Gedanken. Sie bis sich auf ihre Unterlippe um die Gefühle zu unterdrücken und schüttelte nur verständnislos den Kopf, als sie zu ihrem Bruder sah. Dann stapfte sie aus der Siedlung hinaus. Sie wollte nur noch weg von allen sein. All das Leid hinter sich lassen.
Die ersten Schritte außerhalb des Palisadenwalls lösten in ihr ein Gefühl von Freiheit aus. Das erste mal in ihrem Leben machte sie sich alleine in die Wildnis auf. Ohne irgendjemanden der sie begleitete oder beschützte. Kurz blieb Octavia stehen und atmete mit zusammengepressten Lippen die Luft aus. Ohne sich nochmal umzudrehen ging sie mit erhobenen Haupt weiter ihren Weg. Sie wusste zwar nicht wohin sie gehen sollte, aber ließ sich von ihren Instinkten leiten. Jeder Ort war besser, als weiter bei den Daskina-Rebellen, als bei ihren Bruder zu bleiben.
Octavia verlässt die Daskina-Rebellensiedlubg und ist auf dem Weg in Richtung Norden....
Darkayah:
Am Fuße der Wetterberge (Arnor) [Nachts]
Octavia an der großen Oststraße in der Nähe der Wetterberge...
Es war inzwischen Nachts geworden und allmählich machten sich die Schmerzen des Kampfes wieder bemerkbar. Doch was war die Alternative gewesen? In der Daskina-Rebellensiedlung wollte sie nicht bleiben. In den Städten war es zu gefährlich. Also blieb ihr nur die Wildnis, alleine auf sich selbst gestellt.
Als sie sich umsah, sah sie nur die weiten Ebenen, die in das nichts führten. Auch die große Oststraße war sichtbar. Natürlich wusste die junge Rebellin, dass es gefährlich außerhalb von Wäldern und besonders auf den Straßen war. Zwar befanden sich einige Berge weiter nördlich von ihrer Position, aber dafür musste sie erst einmal weiter auf dem offenen Feld laufen. Octavia war eine schnelle Läuferin, keine Frage, aber unter den Schmerzen und ihren Verletzungen war sie langsamer unterwegs. Außerdem war sie müde und außer Atem. Aber dort zu bleiben und an der Straße ein Lager aufzuschlagen war ihr Todesurteil.
So kam es, dass sie sich bis an den Fuße der Berge schleppte und dann zu Boden sackte, um eine Pause zu machen. Sie lag ihre Sachen neben sich und schnaubte erschöpft, als sie sich an den harten Fels lehnte. Die junge Ftau wollte wenigstens nur eine kurze Pause machen um sich zu sammeln. Auch wenn es verlockend war einfach einzuschlafen. Für einen kurzen Moment war sie unaufmerksam. Ihre Augenlieder wurden schwer und ihrer Müdigkeit übermannte sie. So sank sie in einen Dämmerzustand und erlag ihrem Schlafenbedürfnis.
Sie schrak sofort hoch, als sie Geräusche und Stimmen wahrnahm. Die Erschöpfung war direkt verschwunden. Langsam kamen die Geräusche immer näher und sie hatte keine Möglichkeit sich zu verstecken. Sie rückte etwas zwischen die Felsen, in der Hoffnung nicht gesehen zu werden. Ihre Hand hielt den Griff ihres Schwertes fest, ihr Herz raste vor Aufregung und Angst. Die Schatten der Personen, die durch den hellen Schein des Mondes entstanden, wurden kleiner und kleiner, was dafür sprach, dass diese immer näher kamen. Es waren mehrere Schritte im Gras, lautes Geklimper von Schnallen und Gürteln, an denen Schwerter hingen und viele Stimmen zu hören. Octavia war somit klar, dass es sich um eine ganze Gruppe handelte. Sie versuchte sich nur weiter rückwärts zwischen die Felsen zu schieben. Die Rebellin bemerkte, dass ihr Bogen samt Köcher, die in einemTuch gewickelt waren, noch vor den Felsen lagen. Sie starrte auf das Bündel und hoffte nur, dass sie die Gegenstände nicht sahen.
Als die Gruppe plötzlich stehen blieb und verstummte, erstarrte sie fast und bewegte sich keinen Millimeter. Auch ihren Atem versuchte sie anzuhalten. Bis auf das Zirpen der Grillen hatte sie das Gefühl, dass jeder ihrer schnellen und starken Herzschläge zu hören war.
Dann kam einer der Personen auf die Felsen zu.
Nein, nein, nein..., dachte sie sich verzweifelt. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn. Sie war nicht bereit zu kämpfen. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Doch sie musste reagieren. Sie konnte sich nicht einfach kampflos ergeben. Das bedeutete ihren Tod. Besonders wenn es sich um Soldaten der Krone handelte. Kurzentschlossen entschied sie sich für sie Offensive und sprang schreiend zwischen den Felsen hervor. Dabei umklammerte ihre Hand ihr Schwert fest.
Das Schwert knallte laut auf ein anderes Stück Metall. Bevor sie zum nächsten Schlag ausholen konnte, kam ein Mann auf sie zu, der mit seinen Händen andeutete ruhig zu bleiben. Schnell erkannte sie, dass es sich um Indro, dem Anführer der Utarra-Rebellen, handelte.
"Ganz ruhig Daskina Mädchen!", versuchte er die Situation zu schlichten. Octavia erkannte auch den glatzköpfigen Mann, der sie noch am Abend besiegte. Er stand provokant lächelnd bei Indro. Neben ihn befand sich auch Bertram, der Mann
den sie gefangen nahm um Deloth zu retten. Octavia wagte es nicht ihr Schwert zu senken, auch wenn die anderen dies taten.
"Senk dein Schwert", sagte Indro ziemlich aufgeregt und Octavia bemerkte das er vorsichtig einige Schritte auf sie zu ging. Sie fuchtelte daraufhin mit ihrem Schwert in seine Richtung.
"Los, verschwindet!", rief sie und versuchte dabei bedrohlich zu wirken, was ihr unter den Schmerzen schwer fiel. So kam es auch, dass sie sich den Arm vor ihrem Bauch hielt. Ein starkes Ziehen ließ sie zusätzlich auf ihr rechtes Knie fallen. Sie stützte sich auf das Schwert und wollte wieder aufstehen.
Reiß dich zusammen, Octavia, redete sie sich selbst ein.
"Los, hilft ihr!", befahl der Anführer der Utarra-Rebellen. Auf Anhieb halfen ihr zwei seiner Männer auf die Beine.
"Du bist weit abseits deines Lagers...", fing er an, "...Was machst du hier, Daskina-Mädchen?".
Octavia überlegte nicht lange und erwiderte: "Ich bin lieber überall als dort!". Dabei verzog sie ihre Lippen zu einem gequälten Lächeln.
"Hier draußen ist es viel zu gefährlich und alleine sowieso...", sagte Indro, "...Dann komm erstmal mit uns, damit du dich auskurieren kannst!".
Die jungen Rebellin war froh, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht weiter nachharkte. Ihr war es aber recht mit ihnen zu gehen. Natürlich war sie noch etwas zurückhaltend und misstrauisch, doch es war besser als draußen zu sein.
Vorsichtig nickte sie ihm zu, weshalb er sich daraufhin auch von ihr abwandte und weiter ging.
Octavia wollte folgen, doch die Schmerzen hinderten sie daran und sie fiel erneut auf ihre Knie. Die junge Rebellin sah zu Indro hoch, der sich zu ihr umdrehte. Ihr war es unangenehm und wollte Fremden gegenüber keine Schwäche zeigen. Doch sie war zu Erschöpft. Indro nickte dem glatzköpfigen muskulösen Mann zu, der daraufhin auf Octavia zu ging und sie einfach auf seine Arme nahm und mit der Gruppe trug. Auch wenn sie sich am liebsten dagegen wehren wollte, weil sie alleine laufen wollte, konnte sie nicht, da die Erschöpfung zu stark war. Sie fragte sich nur, warum die Utarra-Rebellen ihr halfen. Immerhin nahm sie einen von ihnen gefangen und bedrohte sie. Die junge Frau war erstmal froh, an einem Ort zum ausruhen gebracht wurde. Insgeheim behielt sie innerlich nur die Sorge, dass es eine Falle sein konnte, oder die Männer der Utarra-Rebellen ihr etwas antun wollten...
Octavia Sagitta auf dem Weg in das Utarra-Rebellenlager...
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