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Autor Thema: Das Schlachtfeld  (Gelesen 22224 mal)

Fuxurios

  • Elronds Berater
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Re: Der Ausfall
« Antwort #15 am: 16. Jun 2008, 23:32 »
Es ging hin und her. Einmal machte Aglareb einen Satz nach vorne während Thanderin parierte und wieder umgekehrt. Obwohl die beiden nie etwas mit einander zu tun hatten, verstanden sie einander blind und konnten die Feinde im Schach halten. Die Orks waren Feiglinge, hätten sie sich einfach nur auf einmal auf den Menschen und seinen Zwergenfreund gestürzt sie wären sofort erlegen. Doch es griffen immer nur höchstens drei Orks an, während die anderen gäfernd daneben standen. Sie suchten nach einer Schwachstelle der beiden die eine Einheit bildeten. Plötzlich fanden sie diese auch als Aglareb merkte, dass seine Wunde am linken Arm doch schlimmer war als es zuerst schien.

Diese Schmerzen. Verdammt es ist doch nur ein kleiner Kratzer...Aglarebs Arm wurde immer schwächer, es fiel ihm immer schwerer den Schild hochzuhalten. Dann konnte er nicht mehr, er ließ den Schild fallen, sein Arm war von der Hand bis zur Schulter taub. Gift! Es ist Gift! Sie haben ihre Guldur Klingen mit Gift bestückt, wahrscheinlich von Spinnen oder Skorpionen die in tiefen Höhlen unter den Bergen oder in den Weiten des Ostens lauern. Ungoliaths Brut, das hässlichste Geschöpf Mittelerdes. Doch nicht mit mir!

Aglareb schrie laut auf und verfiel in Raserei. Er schlug Orks sämtliche Gliedmaßen weg und spaltete einige Schädel, während sein Arm leblos hin und her taumelte. Doch diese Wut hielt nur ein paar Sekunden an. Sein Mut war verloren er wollte nur noch zu Boden sinken und in tiefen Schlaf verfallen. Bis..

Ein mächtiger Knall erschütterte den Boden, dass man dachte sie feuern mit Katapulten. Doch es war Wogrin der wie nach einem erhörten Gebet einfach vom Himmel fiel. Er lag am Boden und kämpfte, so versuchten Thanderin und Aglareb zu ihm zu kommen.
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Logrim

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Re: Der Ausfall
« Antwort #16 am: 16. Jun 2008, 23:45 »
Schwer atmend griff Drellir fest um seine Axt und richtete sich wieder auf und verschaffte sich ein Überblick über das Schlachtfeld und es sah ziemlich schlecht aus. Die Orks gewannen immer mehr Raum und die Verteidiger wurden immer weiter zurück gedrängt. Die Situation schien aussichtslos wenn hier nicht ein Wunder geschehen würde. Drellir lies seine Axt fallen und packte seinem Nebenmann an den Kragen und zog ihn zu sich ran.
"Geh zum Zentrum und sage denen, wenn wir in den nächsten zwanzig Minuten keine Verstärkung bekommen, fällt der Rechte Flügel und dann ist alles verloren und jetzt geh!", mit diesen Worten schubste er den Bauer nach hinten, dieser fiel beinahe um aber ohne zu zögern entfernte er sich und suchte sich den Weg durch die Reihen.

Während dessen lichteten sich die Reihen allmählich, die Orks vielen auch zu Massen aber von denen gab es weit aus mehr. Drellir schaute auf den Boden und nahm sich ein einfaches Rundschild aus Holz und zog sein Kampfmesser.

"Aufrücken! Schließt die Lücken!", rief er zu seinen Verbündeten, doch es war in dem ganzen Gedrängel schwer umsetzbar, die Kampfmoral war bei einigen dazu bald erloschen. In der Zwischenzeit brachen die Orks durch die Reihen vor ihm und metzelten sich hindurch. Drellir kämpfte sich nach vorne, den Orks entging dies nicht und einer von ihnen lief auf ihn zu, kurz bevor sie aufeinander trafen, ging er in die Hocke und rammte sein Schild mit aller Kraft in den Bauch seines Feindes und drückte ihn nach oben. Durch die Geschwingkeit des Angreifes konnte er ihn so mit Hilfe des Schildes über sich hinweg werfen. Der nächste Ork stand vor ihm holte zum Streich aus, mit seinem Kampfmesser wehrte er den Schlag ab und schlug mit der Schildkante dem Ork ins Gesicht. Man sah nur noch das Blut und Bruchstücke der Zähne aus dem Mund des Orks springen bevor ihn Drellir mit einem Tritt zu Boden warf. Kaum war dieser am Boden, kamen die nächsten zwei auf ihn, er schritt zur Seite und konnte den Angriff des rechten Orks mit dem Schild blocken und schnitt dem heranstürmenden im selben Augenblick quer über das Gesicht. Keuchend und blutend ging auch dieser zu Boden und zu seinem Glück steckte die Klinge des anderen im Holzschild und hatte sich verkeilt. Drellir zog sein Schild nach hinten und entwaffnete den Ork, ein sauberer Hieb gegen seinen Hals beendete das Ganze. Er schlug das Scimitar aus seinem Schild und lies einen gewaltiger Schrei los und wendete sich dabei seinen Feinden zu. Er riss seinem Mund komplett auf und presste die Stimmbänder bis auf das Äußerste, sein Blick war bald tödlicher als jede Waffe. Ein Kampfschrei, der die Orks vor ihm zum Anhalten brachte.
"Na los doch, Aufrücken", brüllte er aus ganzer Kraft in die eigenen Reihen. Die Bauern neben und hinter ihm begannen sich wieder zu formieren. Doch dann vernahm er einen Ruf in seinen Ohren, die seltsam gekleidete Frau und ein weiterer Krieger standen außerhalb ihrer Reihen kämpften dort um ihr Überleben. Drellir ging zurück in die zweite Reihe und drückte einen Schildträger an seine Stelle. Er schritt bis auf die Höhe von Aiwyn vor und nahm wieder Platz in der ersten Reihe.
Die Orks übten nach wie vor Druck aus aber er und eine kleine Gruppe von Soldaten drehten den Spieß um, sie schoben sich wie ein Keil durch die Orks und die Reihen hinter ihnen schoben sie zusätzlich noch nach vorne. Sie waren nun fast bei Aiwyn und ihrem Gefährten angelangt, doch die Orks leisteten erbitterten Widerstand. Drellir konnte grade so einen Hieb auf einen Kopf abwehren, die Klinge war nur wenige Zentimeter von seinem Schädel entfernt, der selbe Ork versuchte ihn dann nach hinten zu drängen aber Drellir stand schon an seinem Hintermann und konnte nicht mehr weichen. Mit all seinem Frust zertrümmerte er mit dem Knauf das Nasenbein des Orks. Seine Schmerzensschreie hallten weit und erstummten in dem Augenblick, als Drellir ihm sein Messer in den Hals stach.
Die meiste Arbeit leisteten die Langwaffen, sie stachen und schlugen den Orks in die Füße, Beine, Hände oder Hälse während die erste Reihe hauptsächlich abwehrte. Die letzten Orks die noch im Zweikampf mit Aiwyn und Bogan verwickelt waren, kamen nun in Bedrängnis, da sie von zwei Seiten attackiert worden. Drellir erstach einen der Letzten von hinten, den Anderen brachte er mit einem Schnitt über die Kniekehle und dann über den Hals zu Fall. Aiwyn stand nun genau vor ihm, sie wirkte sichtlich überrascht doch noch gerettet zu werden...
« Letzte Änderung: 17. Jun 2008, 00:15 von Logrim »

Rabi

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Re: Der Ausfall
« Antwort #17 am: 18. Jun 2008, 21:05 »
Wogrin kämpfte sich durch die Massen von Orks, doch er wusste dass es ihm zu viele waren, er konnte einfach nicht alle auf einmal abwehren, es war ihm einfach nicht möglich. Als der Zwerg sich gerade um seine eigene Achse gedreht hatte um einen Ork den Kopf zu zertrümmern und sich anschließend bückte um der giftigen Klinge einer seiner Feinde ausweichen zu können, kam plötzlich ein außergewöhnlich großer Ork auf Wogrin zu, er ähnelte fast einem Uruk. Wogrin war gerade in der Hocke und blickte über seine Schulter auf den gewaltigen Ork, dieser gerade zum Schlag ausholte um Wogrin in zwei Hälften zu teilen, doch geschickt schaffte der alte Zwerg es, trotz seinen vergifteten Wunden auszuweichen. Die Klinge des Feindes sank tief in den Boden, doch im Gegensatz zu dem Troll den Wogrin vorhin niedergestreckt hatte, hatte der Ork keine Probleme damit die Klinge wieder aus dem Boden zu ziehen. „Du bist stark.“, Wogrin wischte sich mit seinem linken Handrücken über den Mund um die Spucke und das Blut davon abzuwischen. „Aber mich kannst du nicht besiegen.“ Gerade als Wogrin wieder zum Schlag ausholte spürte er plötzlich einen stechenden Schmerz in seinem Bein, Wogrin zuckte nur mit einer Augenwimper der Rest seines Körpers stand wie gelähmt da, die Keule über dem Kopf und die Zähne aufeinander gebissen. Der riesige Ork gegenüber Wogrin schritt langsam auf ihn zu, schon fast selbstsicher den Zwerg nun töten zu können. Wogrin zwang seinen Kopf beinahe nach unten zu sehen, nur damit er endlich sehen konnte, was ihm da nun so zugesetzt hatte. Langsam und stark zitternd bewegte sich sein Kopf nach unten und hinter seine Schulter, er konnte erkennen dass ein am Boden liegender Ork seine Klinge in Wogrins Bein gerammt hatte. Der Zwerg musste sich überwinden um die Klinge aus seinem Bein zu reißen, doch mit eine gewaltigen Ruck rutschte die Klinge schon heraus, die Wunde blutete stark und der Ork hinter ihm grinste zufrieden und schlechte die Klinge seines Schwertes ab. „Dreckiges....“, Wogrin machte etwas behebig ein paar Schritte um sich umzudrehen und holte schließlich noch einmal zum Schlag aus. Mit einem gewaltigen Knall zertrümmerte Wogrin den Schädel des vorhin noch zufriedenen Orks, das Gehirn des Monsters flog durch die Luft und ein riesiger Fleck voll Blut ergoss sich über den Boden, einige Spritzer des dreckigen Orkblutes blieben sogar an Wogrins Kleidung und vor allem seinem Bart hängen.

Als Wogrin sich nun wieder  zurück zu dem großen Ork drehte spürte er wie das Gift der Klinge schnell zu wirken anfing, er verlor das Gefühl in seinem gesamten linken Bein, doch wenn nicht das schon genug gewesen wäre, verlor er auch noch die Kraft. Der Zwerg konnte rein gar nichts dagegen tun, plötzlich sackte er mit seinem linken Bein zu Boden und war nun um noch einen Kopf kleiner als er es sowieso schon war. Der Ork stellte sich direkt vor Wogrin, er wartete gierig auf die nächste Reaktion des Zwerges. Wogrin wollte gerade mit seiner Keule wieder zum Schlag ausholen, doch wie er seine Keule in die Luft erhob trat der Ork ihm gegenüber seine Keule aus seiner Hand. Sie fiel neben Wogrin, zu weit weg um sie mit einem Griff erreichen zu können, zu Boden. Mit einem boshaften Lachen zog der Ork seine Klinge hinter seinen Kopf. Wogrin schloss die Augen und dachte noch einmal über sein Leben nach, er bereute nichts, außer vielleicht....

Doch ehe er sich von seinem Leben verabschieden konnte und zu seinen Vätern aufsteigen konnte, hörte er plötzlich kein boshaftes Lachen mehr, sondern nur mehr ein schmerzhaftes Schreien. Und wie er den Stimmungswechsel vernahm riss er seine Augen auf  und blickte auf das schmerzverzerrte Gesicht seines Feindes. Als dieser langsam zu Boden ging, konnte Wogrin jemanden erkennen, es war ein Zwerg, sein Freund, es war Thanderin, er hatte ihm das Leben gerettet.   
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Fuxurios

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Re: Der Ausfall
« Antwort #18 am: 19. Jun 2008, 00:34 »
Ein kräftiger Ork, einer der größeren Art die weder das Sonnenlicht noch irgendwelche Feinde scheuen. Wäre Thanderin nicht gewesen wäre Wogrin jetzt tot. Aglareb selbst war damit beschäftigt sich am Leben und vor allem wach zu halten. Die Lähmung des Giftes hatte sich mittlerweile vom Arm über die Schulter auf den Rücken ausgebreitet und war im Begriff in den Hals zu wandern. Jede einzelne Sehne konnte er spüren wie sie langsam erstarrten, wie das Gefühl, wenn die Beine von zu langem Sitzen einschlafen. Seine Axt schlug er nur noch planlos und ungezielt auf die Köpfe der Feinde ein, doch die Trefferwahrscheinlichkei t war trotzdem erheblich hoch. Es war aber nur eine Frage der Zeit bis sie niedergehen würden.

Dann ertönte plötzlich ein grässlich, stechender Schrei. Ein Schrei, der das Leid aller Soldaten ausdrückte, die damals in Osgiliath gekämpft hatten. Dieses ohrenbetäubende Geräusch hatte schon einmal Aglarebs Weg gekreuzt, und damals hatte es ihn das Leben seines Bruders gekostet. Erschrocken sah er sich um, dann konnte er in nicht all zu weiter Ferne eine schwarze berittene Gestalt erkennen, die immer schneller auf die drei todesmutigen Streiter zu kam. Ihr Scharmützel zwischen den vorrückenden Orks hatte auf einmal unerwartet ihre Aufmerksamkeit auf einer Ihrer gefährlichsten Offiziere gelenkt. Die Nazgul kamen.

Nun ist es vorbei. Keiner kann sie töten, die untoten  verfluchten Könige. Du Narr wärst du doch weggeblieben, anstatt dich zu rächen und messen zu wollen. So leichtsinnig dein Leben aufs Spiel zu setzten, Vater wäre nicht Stolz auf deinen Mut, sondern hätte dir eine für deine Dummheit verpasst. Doch nun ist es zu spät. Lass das Gift dein Gehirn erreichen, hör auf es stoppen zu wollen. Lass dich gehen. Entweder das Orkgift oder die nächste Klinge wird es zu Ende bringen.

Der Schwarze Reiter kam immer näher. Die Orks in unmittelbarer Umgebung eröffneten eine Schneise in der er ungehindert vorstürmen konnte, wobei er trotzdem keine Rücksicht auf irgendwelche Untergebenen genommen hatte. Ungehindert raste er persönlich vom Namenlosen getrieben auf die kleine Gruppe zu und Aglareb sah seinen Tod immer näher kommen. Bis er plötzlich eine sehr vertraute Stimme hörte. „Nazgul!! Schickt ihn einen Pfeilhagel“ ...

Faramir!! Mein Heerführer! Mein Mentor! Der einzige Edelmann aus Gondor der mir je verziehen hat, unseren König den Rücken zu kehren. Komm Aglareb kämpfe,  lass den bestechlichen Söldner hinter dir und mach wieder gut was du am Schwarzen Tor verpasst hast. Kämpfe für Gondor und die Völker des Westens.... Aglareb nahm seinen Mut zusammen, seine Vergiftung verdrängend schlug er um sich und sein Kampfgeist war wieder wie zu beginn der Schlacht. Und schon sausten dutzende Pfeile in das Schwarze Pferd welches den Ringgeist nach hinten auf den Boden warf. ...Tod? Niemals. Aber zumindest vorerst aufgehalten.... Die Verstärkung Faramirs und seinen Waldläufern hatte die rechte Flanke aufgefüllt, war nun Begriff mehr in die Mitte zurücken und erreichte somit die eingeschlossenen Soldaten. Eine Wendung die Aglareb in dieser aussichtlosen Schlacht nie für möglich gehalten hätte.
« Letzte Änderung: 19. Jun 2008, 00:35 von Fuxurios »
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Thanderin

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Re: Der Ausfall
« Antwort #19 am: 19. Jun 2008, 17:29 »
Als Thanderin und Aglareb auf Wogrin zueilten wurde Aglareb von ein paar Orks in ein Scharmützel verwickelt doch Thanderin konnte sich im dem Moment nicht um ihn
kümmern, weil er sah wie schlecht es um Wogrin stand.

Eines der Biester hatte gerade seine mit Orkgift verschmutzte Klinge in Wogrins Bein gerammt und vor Wogrin stand ein rießenhafter Ork der schon für den letzten Streich bereit schien bereit schien. Plötzlich stellten sich ein paar Orks Thanderin, der im vollem Lauf war, in den Weg. Thanderin ignorierte sie rammte sie einfach nieder jetzt hob er seine Axt bereit zum Schlag, er hatte den Ork erreicht, seine Axt surrte durch die Luft, durchdrang die Rüstung  und bohrte sich tief in das Fleisch des Hünen.

Der Ork brüllte vor Schmerz und ging zu Boden, Thanderin sah Wogrin an der seinen Blick leicht lächelnd erwiderte. Plötzlich riss es Thanderin nach vorne, einer der Orks, die Thanderin vorhin niedergerannt hatte. Das Monster stach auf Thanderins Rücken eine doch die Klinge glitt jedesmal ab, die Kreatur kam zu dem Schluss, dass am Rücken nichts ausrichten könne und entschied sich dem Zwerg mit seiner Klinge lieber den Schädel zu spalten. Doch da riss es das Geschöpf plötzlich mit gewaltiger Wucht vom Rücken Thanderins. Wogrin hatte es geschafft aufzustehen und hatte den Ork erledigt.
Als Thanderin sich wieder aufgerichtet hatte war Wogrins linkes Bein wieder weggeknickt

Thanderin hob einen Speer nahe liegenden auf brach die Spitze ab und stutzte den Stab, der noch übrig war auf die Länge von Wogrins Bein. Jetzt langte er an seinen Bart und riss einen der geflochtenen Zöpfe nicht ohne Schmerzen heraus. Thanderin half Wogrin auf und befestigte den Stock so, dass das Bein nicht wieder wegknicken konnte und sagte:
"Damit sowas nicht nochmal passier..." ein gellender Laut unterbrach ihn.
Oh nein schwarze Reiter!

Der Schwarze Reiter den Thanderin sah wurde sofort mit eine Salve aus Pfeilen empfang die es vom Pferd rissen.
Auf seinem Pferd ist er viel gefährlicher!
Thanderin nahm seine Wurfaxt heraus und warf sie erstaunlicher Wucht auf das Untier, die Axt traf das Pferd in den Hals, das glühen in Augen des Pferdes verlischte langsam.
Finde Frieden!
« Letzte Änderung: 21. Jun 2008, 12:16 von Thanderin »

-|sZ|- Brownie

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Re: Liutasils Sicht der Dinge
« Antwort #20 am: 19. Jun 2008, 18:40 »
Liutasil näherte sich der befreundeten Armee. Seine grüne Kleidung war über und über mit Blut besudelt, nicht nur dem matschig wirkenden der Orks, sondern auch den sanften Rotton Weldalas. Der kampf war in vollem gange. Er sah Thanderin, Seite an Seite mit einem Menschen, Wogrin, verletzt und umringt von mehreren gegnern, einen Waldläufer, der wie von Sinnen auf seine Gegner ein Hieb, und dessen Freunde ihn bereits aufgaben, und er sah ...
Gwilwileth!
Er erinnerte sich an die Elbin. Sie hatte mit ihm bei der Schlacht der fünf Heere gekämpft. Sie hatte ähnlich wie er eine Neigung zum planlosem Morden. Sie hatte etwas Dunkles an sich gehabt, was Liutasil beeindruckt und respektiert hat. Diese Aura der Zerstörung war verflogen.
Menschen ändern sich. Liutasil ging weiter. Seine Beine machten langsam schlapp, doch bald würden die befreundeten Elben ihn sehen ... 
Er hörte den Schrei eines Nazguls. Ob Maethor und seine Kameraden den Hexenkönig wohl besiegten?  Wieso hatte er sich nicht für diese Heldentat gemeldet? Nun war es zu spät.
Einige Elben rannten ihm entgegen. Liutasil lächelte zufrieden, er hatte es geschafft, es war ein Sieg für die Menschlichkeit - und eine Niederlage für die Anhänger der Brutalität. Seine Schlacht war vorüber, die der anderen lief noch. Viel Glück, dachte er und ließ sich zusammenfallen ... seine Kraft war verbraucht. Alle Stärke entfloh aus seinem Körper. Er dachte an Gwilwth und dem Waldläufer (lief sie in seine Richtung?), der unverfroren seinem hass freie Bahn ließ. Er tötete Ork um Ork. Er dachte an Wogrin, der Seite an Seite mit dem Tod rang. Thanderin und der Mensch, die sich heldenhaft in die Schlacht stürzten.
Und für einen kurzen Moment sah er den Hexenkönig, der majestätisch vor Maethor stand, das Schwert zum Todesschlag bereit. er sah einen Jungen, der sich mit den größten Bestien des Hexenmeisters maß. Er sah die toten Elben, die sich für das Himmelfahrtskommando gemeldet hatten. Dann sah er die Nacht.
Der Krüppel ging über die toten Orks. Schreckliche Kreaturen ... nie wieder würden sie ihn kriegen. Die Waldläufer waren schon längst bei der Hauptarmee. Er spie auf die Leichname derer, die ihm die Rache verdorben hatten. Dann sah er das Glänzen von Tharons Augen für einen Moment ... und sah Nimrais, die legendäre Arbeit seines Sippenführers.
Das ist ein Sieg für die Gerechtigkeit und die Menschlichkeit. Und eine Niederlage für diesen Anhänger der Brutalität. Das Schwert Tharons in den Händen seiner Familie - ein Wink des Schicksals! Er nahm das Schwert und sah in Richtung Lórien. Möge die Jagd beginnen.


Liutasil zu den Heilhäusern Lóriens
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:07 von Fine »
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Fuxurios

  • Elronds Berater
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Re: Der Ausfall
« Antwort #21 am: 20. Jun 2008, 02:41 »
Thanderins tödliche Wurfaxt verpasste dem Nazgul den Todesstoß. Aglareb sah seine Chance es endlich den schwarzen Todesboten des Namenlosen heimzuzahlen, er kannte keinen Schmerz mehr. Sein Arm baumelte leblos an seinem Körper, infiziert vom lähmenden Gift Ungoliaths Brut. Doch das störte ihn wenig da er nur noch getrieben von Hass und Rache auf seines Bruders Tod dem Nazgul ein Ende setzten wollte. Während die Waldläufer Faramirs die Orks um Aglareb niedermähten, ging er schwach, aber sicheren Schrittes auf den Ringgeist zu.

Jetzt ist die Stunde gekommen. Nun wirst du Heneb, mein Bruder endlich ruhen können. Es ist mir egal welcher dieser Schlächter dich ins Jenseits befördert hat. Einer muss da für zahlen. Sein Schlachtross ist nicht mehr und kein Ork stellt sich zwischen seine Herren in einen Kampf. Ich muss also nicht auf meine Rückendeckung achten, vor allem weil ein ganzes Waldläuferbattalion hinter mir steht. Unsterblich? Selbst Elben sind unsterblich und eine Klinge kann sie töten. Dieser Kampf wird allen in Erinnerung bleiben, als sich Aglareb, Caelebs Sohn einem Mitglied der Neun stellte.

Der Nazgul stand auf und gab einen verärgerten zischenden Ton von sich. Dann flüsterte er irgendwas Unverständliches in seiner dunklen Sprache und zog aus seinem langen schwarzen Gewand eine weitere Waffe neben seinem Morgulschwert hervor. Es war ein Streitkolben, geschmiedet in den Verliesen Minas Morguls mit drei länglichen Zacken am Ende des kurzen, schweren Stabes. Er schien schwer zu sein, von Menschen nur mit zwei Händen tragbar, doch der Schwarze Reiter führte sie mit einer Leichtigkeit dass er aus dem Handgelenk leichte kreisende Bewegungen vollzogen konnte. „Nun geht dir schon Angst und Bange wenn ein gebrochener Mann mit einem Arm dir entgegen schreitet, dass du dir sicher sein und beidhändig kämpfen willst? Ohne Pferd und geschweige denn geflügelten Schatten seid ihr nichts als Feiglinge! Hoffentlich habt ihr euren Fellbestien auch schön den Rücken gekrault, nach dem sie die wehrlosen Rittern im Sturzflug in den Boden stampften!“... Diese einschüchternden Sätze hatten auf den Nazgul aber sehr wenig Wirkung. Wenn sie ein Gesicht hätten würde Aglareb sogar ein hämisches Grinsen vernehmen können. Der Nazgul war sich vollkommen siegessicher, als sich die zwei nun endlich von Angesicht zu Angesicht standen. Aglareb kannte keine Schwachstelle und ebensowenig konnte er je die beiden Waffen des Ringgeistes abwehren, doch irgendwas redete ihn ins Gewissen, dass dieser Nazgul nicht den Hauch einer Chance gegen ihn hatte und ihn jemals zu seinen Vätern auferstehen lassen würde.

Mit einem dieser quälenden Schreie gab der Nazgul den ersten Schlag ab. Sein Streitkolben verfehlte Aglarebs Kopf haarscharf, dann folgte schon der nächste Streich. Er holte nur ganz kurz mit seinem verfluchten Schwert aus, doch der Schlag kam mit einer Wucht und Geschwindigkeit, dass Aglareb es nicht schaffte den Stich komplett auszuweichen. Er drehte sich zwar gleichzeitig und gekonnt schnell auf die Seite, um seinen Oberkörper zu schützen, aber die Morgulklinge kam so gezielt und flink, dass sie Aglarebs hinterher flatternden, tauben Arm erwischte. Das Schwert durchbohrte den blassen, vom Gift gezeichneten Oberarm vollkommen und teilte Aglarebs kräftigen Bizeps entzwei. Aglareb erschrak und wartete schon auf einen unerträglichen Schmerz, worauf er seine Axt in der rechten Hand fallen ließ. Doch dann spürte er nichts, kein Stechen, kein Verkrampfen. Sein vergifteter Arm hatte seinen Vorteil. Der Nazgul, erstaunt über die fehlenden Schreie seines Gegners, erhob ein zweites Mal seinen Streitkolben, während seine Klinge im Arm des Menschen steckte. Doch diesmal paßte Aglareb genau auf. Er hielt den Angriff des Nazgul mit seiner gesunden rechten Hand auf bevor er seinen Kopf erreichte und packte diesen fest am Handgelenk. Er trug Kettenhandschuhe unter seinen langen Ärmeln. Sie fühlten sich eiskalt an, aber Aglareb konnte bei dieser körperlosen Gestalt einen guten Halt finden und sogar fast um den ganzen, scheinbar knochigen, Arm langen. Eine Kraftprobe begann. Der Ringgeist versuchte seinen Streitkolben, der so scharf war, dass er auch ohne Ausholen ein Loch in Aglarebs Kopf hinterlassen würde, stets in dessen Richtung zu drücken. Doch Aglareb hielt stand, selbst als die Bestie die Morgulklinge weiter bis zum Griff in den Arm rammte, da der Mensche keinen Schmerz mehr verspürte. Jetzt standen die beiden Kontrahenten sich ganz nah gegenüber und Aglareb konnte einen übelriechenden Gestank aus der Höhle der schwarzen Kapuze wahrnehmen. Er drehte seinen Kopf mit verzerrtem Gesicht zur Seite um den vermoderten Geruch zu entgehen. „Ihr seid nichts als ein Haufen verwester Leichen! Ihr stinkenden,... verfluchten,... gefallenen Könige!“ Dann nahm Aglareb sein rechtes Bein hoch und verpasste dem Schatten mit voller Wucht ein Tritt auf die Brust, worauf er, irgendwie leicht wie eine Feder, weit auf den Boden flog und dabei auch noch den Streitkolben verlor.

Stolz trat in Aglarebs Auge als er erschöpft und hechelnd den Nazgul am Boden sah. Dann bückte er sich gekrümmt, immer noch die Klinge im Arm zu den Streitkolben am Boden. Doch als er ihn aufheben wollte verbrannte er sich die Hand, die Schlagwaffe schien heiß und kalt zu sein und er ließ sie sofort wieder los. Darauf hin verdampfte der Streitkolben und verfiel zu Asche. „Verdammte Morgulmagie! Nun bist du entwaffnet! Nun gibt es kein entkommen mehr!“ Aglareb riss sich seine sowieso schon zerfetzte Augenklappe vom Kopf und schaute auf die Stelle, an der der Nazgul gefallen war, doch voll entsetzten musste er feststellen, dass dort niemand lag.

Wo bist du Feigling! Willst du dich nun deiner Bestimmung endgültig zu sterben entziehen?
Aglareb fasste sich an den Arm wo der Nazgul sein Schwert reinsetzte, doch dort war keines mehr.
Habe ich mir das alles eingebildet? Haben der Krieg und all dieses Leid mir jetzt total den Verstand vernebelt? Das kann nicht sein ich hab es mit eigenem Auge gesehen!! Er war da und ich hab ihn verjagt!
Aglareb stand wie versteinert da und fühlte nochmals an seinen tauben Arm, dann spürte er wieder diese Kälte. Blut floss den mit vollgepumpten, grüngrauen Adern am Arm herunter.
Ja er hat mich erwischt und ich hab ihn erwischt, ein fairer Kampf....
Dann überkam ihn ein Schmerz, den er nie für möglich gehalten hätte. Sein Körper verkrampfte sich und er begann am ganzen Leib zu zittern. Laut schrie er auf. ..."Ahh verdammt! Das Gift!"... Dann viel er auf die Knie.  Nein das war die Klinge des Schattens, der verfluchten unwürdigen Bestie... Aglareb übergab sich, dann fiel wie ein Sack zu Boden in Ohnmacht.
« Letzte Änderung: 20. Jun 2008, 02:54 von Fuxurios »
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Thanderin

  • Gast
Re: Der Ausfall
« Antwort #22 am: 20. Jun 2008, 23:25 »
Thanderin sah wie der Menschenjunge auf den Ringgeist, der nun leicht benommen war, zueilte.
Dieser Narr man kann diese Kraturen nicht bezwingen, dass muss er doch wissen!
Thanderin sah sich und überprüfte seine Lage: Da war Wogrin der leicht schwankend auf seiner behelfsmäßigen Schiene stand, der Menschenheerführer, der mit seiner eher kleinen Armee seine Verteidigungslinie hielt und der verrückte Mensch, der nun gegen den Ringgeist kämpfte.
Ich muss Wogrin in Sicherheit bringen mit der Schiene kann er zwar laufen, sich aber nicht gut verteidigen.
Verzweiflung breitete sich in Thanderin aus, wenn er sich entschied Wogrin zu Faramir zu bringen würde Aglareb wahrscheinlich sterben, aber wenn er sich entschied Aglareb sofort zu helfen müsste er Wogrin alleine lassen, weil der nicht fähig im zu Folgen
Was tun, was soll ich nur tun?
Ein Ork kam auf Thanderin zugerannt, plötzlich verschwamm er, Thanderin taumelte verwundert, jetzt wurde das Bild wieder klar, gerade noch rechtzeitig Thanderin parierte den Schlag des Orks und schlug ihn mit der linken Faust nieder. Sein Sichtfeld verschwamm wieder.
Ein Anfall! Nein ich muss dagegen ankämpfen!
Thanderin hatte jedoch wieder wertvolle Zeit verloren Wogrin hatte sich was seine Verteidigung belang bis her gut geschlagen, aber Thanderin konnte Anzeichen der Schwäche sehen.
Thanderin fasste den Entschluss zuerst Wogrin zu helfen, Wogrins Bein war trotz der Schiene wieder weggeknickt. Er eilte zu ihm, Wogrin sah ihn, es waren schon erste Anzecihen von Verzweiflung in dessen Gesicht zu sehen. Thanderin hatte keine Zeit für Erklärungen und nahm Wogrin wortlos über seine Schultern und stürmte hinter die Reihen der Menschen und legte Wogrin dort ab.
Die Abstände zwischen verschwommenen und klaren Bildern wurde nun immer kürzer und Thanderins Gleichgewichtssinn begann auch so langsam unter dem Anfall zu leiden.
Benommen sammelte Thanderin nochmal seine Gedanken
Aglareb ich muss ihm helfen!
Er rannte erneut los und als Aglareb wieder in Sichtweite war sah er, dass der Riggrist verschwunden war.
Hat der arme Teufel ihn tatsächlich besiegt?
Genau in diesem Augenblick sank Aglareb in sich zusammen, er war ohnmächtig geworden. Als Thanderin Aglareb erreichte nuschelte Aglareb benommen:
"Ist er tot?" dann schloss er wieder die Augen.
Thanderin versuchte den Menschen weg zu zerren, aber seine Kräfte schwanden Sekunde für Sekunde. Plötzlich war jemand bei ihnen, es war der Menschenheerführer, er zog Aglareb mit Thanderin zusammen vom Hauptgeschehen in die nähe von Wogrin.
Thanderin fiel neben Wogrin zu Boden, alles drehte sich, die Bilder waren verschwommen, die Töne unklar und sein Verstand war benebelt. Nun breitete sich langsam Schwärze über Thanderins Sichtfeld aus.
Nein ich will nicht sterben, wenn ich mich nicht wehren kann! sagte der wohl härteste Teil Thanderins.
Ich brauche Ruhe nur ein bisschen!
Dann verlor Thanderin das Bewusstsein.


Thanderin und Wogrin zu den Heilhäusern Lothlóriens
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:08 von Fine »

The Chaosnight

  • Galadhrim
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Re: Der Ausfall
« Antwort #23 am: 22. Jun 2008, 13:45 »
Kaum hatten die Verteidiger die letzten Orks um sie herum vernichtet, zollten ihre Verletzungen ihren Tribut: Ihr rechtes Bein verlor seinen festen Stand und der linke Arm und ihre linke Seite hinterließen ein brenendes Gefühl. Kurze Zeit konnte sie noch aufrecht stehen und ihren Retter in die Augen schauen, dann verlor ihr Bein endgültig seine Kraft und sie fiel auf den Boden.
Nein, solange ich noch ein bisschen Leben in mir habe werde ich aufrecht stehen und dem wa mich erwartet in die Augen schauen!
Mit ihrem gesunden Arm griff sie sich einen Speer, den ein gefallener Bauer getragen hatte und richtete sich langsam wieder auf.
Schwer atmend und noch immer mit verschwommener Sicht schaute sie dem Mann vor ihr an.
"Habt Dank...", würgte sie hervor, als sie weitersprechen und ihn erneut nach seinen Namen fragen wollte, spürte sie kurzzeitig nichts anderes mehr als einen stechenden Schmerz an ihrer Seite, der ihre Hände sofort an die Stelle schellen ließen. Da sie dadurch den Speer losgelassen hatte, war sie gezwungen ihr verletztes Bein nach vorne zu bewegen.
Als sie mit ihm den Boden berührte, merkte sie, wie ihr Gewicht ihr Bein zur Seite schob und sie wieder zu Boden werfen wollte, doch diesmal blieb sie standhaft, auch wenn es ihr das letzte Stückchen Kraft raubte.
Mit schmerzverzerrten Gesicht und lauter Stimme brachte sie heraus: "Wer...seid ihr? ...Ich bin...Aiwyn..."
Danach spürte sie wieder das Stechen an ihrer Seite und erneut schellte ihre Hand zu ihr hin. Langsam hob sie sie wieder und sah eine dunkelgelb-schwärzliche, klebrige Flüssigkeit an ihr.
Ist das Orkblut? Doch nach einiger Zeit war ihr klar, dass es das nicht sein könnte, denn Orkblut war nur schwarz und die Mischung aus rotem Menschenblut und schwarzen Orkblut ergibt keinen Gelbton.
Oh nein, das kann nur Gift sein...

Dann fiel ihr noch etwas weiteres auf: Wo war Bogan? Bei der Rettung durch die Verteidiger wurden beide auseinandergedrückt und nun konnte sie ihn nirgends erkennen. Sie neigte ihren Kopf so weit wie sie konnte nach hinten, doch auch hinter ihr konnte sie ihn nicht sehen...
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Re: Der Ausfall
« Antwort #24 am: 27. Jun 2008, 15:30 »
Aiwyn sackte vor ihm zusammen und hielt sich die Seite, doch bevor Drellir ihr helfen konnte, hatte sie sich bereits wieder allein aufgerappelt.
"Ich werde seit einiger Zeit Drellir genannt, doch...", seine Worte wurden von einem lautem Schrei unterbrochen, er hatte ihn zwar noch nie vernommen, aber es konnte nur eine Kreatur sein. Er drehte sich langsam um und sah eine gewaltige Keule auf sich zu kommen, ein paar Bilder gingen durch seinem Kopf als ihn der Angriffstroll erwischte, samt den fünf Bauern und Soldaten neben ihm. Das Schild in seiner rechten wehrte das Meiste ab aber es zersprang unter der Wucht des Einschlags. Sie wurden alle mehrere Meter durch die Luft geschleudert und landeten in den eigenen Reihen, Drellir riss zwei seiner Mitstreiter mit zu Boden und prallte unsaft mit dem Bauch auf und dann mit dem Gesicht, seine Arme lagen ab vom Körper.
Regungslos lag er nun zwischen einigen Verstorbenen, seine Wahrnehmung versagte und alles begann sich zu drehen, es wurde dunkel, nur mit letzter Willenskraft schaffte er es wieder zu Bewusstsein zu kommen. Seine rechte Gesichtshälfte lag auf dem kalten, platt getretenen Gras, die Augen bekam er nur sehr beschwerrlich auf. Bevor er sich in irgendeiner Art gewegen konnte, musste er sich sammeln. Langsam zog er seine Hände über das feuchte Gras in Richtung Kopf. Die Umgebung war für ihn verschwommen, alles was er sah erschien ihm wie in Zeitlupe, alle Töne waren verzerrt, wie das Rauschen eines Wasserfalls, nur das das Schreien der Trolle vernahm er deutlich. Mit Mühe versuchte er sich mit seinen Händen wieder nach oben zu drücken, doch sein rechter Arm sank vor Schmerz wieder zusammen, er lag nun halb auf der Seite und blickte auf die Toten neben ihm, sie trugen immernoch den selben Gesichtsausdruck, den sie kurz vor ihrem Tod hatten. Angst, Furch und Trauer waren in ihren teilweise stark zugerichteten Gesichtern zu sehen. 
Er startete den nächsten Versuch sich wieder zu erheben, als er plötzlich nach oben gerissen wurde, ein Ork hatte ihn an seiner Schwertscheide am Rücken gepackt und war kurz davor sein Schwert in Drellirs Rücken zu rammen. Doch dann versank der Troll, der Drellir getroffen hatte, seine Keule im Boden, vielleicht einen Meter von den beiden entfernt. Die Erschütterung lies die Erde erzittern, der Ork fiel auf den Rücken und Drellir landete auf allen Vieren. Krabbelnd versuchte er dem Geschehen zu entkommen und richtete sich mit Hilfe eines Speeres, den er am Boden fand, wieder auf. Mit stauchelnden Gang flüchete er vor dem Ork und fand wieder Anschluss zu seinen Verbündeten, die immer mehr vor den Trollen zurück wichen. Es waren inzwischen drei an der Zahl die durch die Reihen der Verteidiger gingen wie eine Sense durch hohes Gras. Ein vierter war schon auf dem Vormarsch und zwei weitere Gebirgstrolle mit gewaltigen Trommeln rückten vor. Die Schläge ertönten über das gesammte Schlachtfeld, ein lautes und dumpfes Knallen, welches die Orks immer mehr anspurnte.
Erst jetzt merkte er wie ihm Blut über die Augenhöhle tropfte und an seinem Wangen herunter lief und sich im Bart verfing, doch die Benommenheit verschwand allmählich und er konnte wieder klar sehen, jedoch war Aiwyn für ihn nirgends erkennen.
Drellir schaute auf seinem Speer und atmete tief durch, er konzentrierte sich und setzte zum Wurf an. Er konzentrierte sich einzig und allein auf diesen Wurf, er holte aus und warf ihn mit all seiner verbliebenen Kraft. Der Stab, an der die Spitze befestigt war, zitterte beim Abwurf und der Speer flog weit über die Köpfe der Orks hinweg in Richtung Troll und ein lautes Prallen von Metall auf Metall war zu hören. Der Speer riss eine tiefe Kerbe in den Brustpanzer des Trolls aber ruschte danach ab, ein Gegner gegen den er nichts ausrichten konnte. Drellir zog nun das Schwert auf seinem Rücken und verschaffte sich einen Überblick, die vier Trolle standen in einer Linie und schlugen eine Breite Schneise in die Verteidiger, zwischen ihnen stürmten die Orks vereinzelnd in die aufgemischten Reihen, egal ob die von ihren eigenen Trollen erwischt wurden oder nicht. Immer wieder versuchten die Freisassen mit Pfeilen die Trolle zu Fall zu bringen, doch die Kurzbögen hatten nicht genug Durchschlagskraft die dicken Metallrüstungen zu durchschlagen, manche blieben stecken aber das war der einzige Erfolg und auch die wenigen Treffer am Hals stoppten sie nicht.
Der rechte Flügel musste halten, doch sie würden alle sterben zum Überleben der Anderen, dies war aber der einzige Weg.
« Letzte Änderung: 27. Jun 2008, 15:34 von Logrim »

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Re: Der Ausfall
« Antwort #25 am: 27. Jun 2008, 17:14 »
Aiwyn bekam kaum mit, wie der Troll Drellir und die Menschen in seiner Nähe zurückschlug, denn sie war zu erschöpft und das Gift tat nun langsam offenbar doch seine Wirkung. Erst im allerletzten Moment konnte sie noch ihr Schwert zur Parade gegen einen aufgerückten, besonders schwerfäligen Ork erheben, bevor sie  ihn mit dem aufgelesenen Orkdolch erstach.
Bei den nächsten zwei Orks hätte sie weniger Glück gehabt, wenn ein Pfeilhagel der Verteidiger sie nicht gerettet hätte, aber sofort nachdem die beiden umgefallen waren, rückten schon die nächsten vor. Mühsam hob Aiwyn ihr Schwert, bereit ihrem Untergang mit Ehre entgegen zu sehen, doch bevor sie es einsetzen konnte, wurde auch diese Welle von einem Pfeilhagel erwischt. Diesmal rückten keine Orks nach und Aiwyn erkannte ihre Chance. Sie ließ den Dolch zu Boden fallen und griff sich stattdessen eines der rostigen Skimitare, die am Boden verstreut lagen. So schnell wie es ihr verletztes Bein und der andauernde Schmerz auf ihrer Seite zuließen, folgte sie den Trollen und hieb einem das Skimitar in die ungeschützte Kniekehle. Die Kreatur ließ einen wütenden Schrei von sich, doch anscheinend störte sie der Angriff nicht sonderlich, denn unbeirrt und nur minimal humpelnd setzte sie ihren Weg durch die Reihen der Verteidiger fort.   

Nach kurzer Zeit schrie die Bestie jedoch erneut laut aus und schlug wild um sich, sodass der Troll neben ihm von der monströsen Keule erfasst und zu Boden geschleudert wurde, dann versagte das Bein des Trolles und er blieb brüllend und handlungsunfähig am Boden liegen.
Natürlich...Das Gift!
Zu einer kleinen Gruppe Bogenschützen, die in ihrer Nähe standen, brüllte sie: "Benutzt Orkwaffen, gegen das Gift sind sie machtlos!"
Mit einem lauten Aufschrei hieb sie einem Ork, der sich ihr von der Seite genähert hatte, den Kopf ab und sackte dann zeitgleich mit ihrem Gegner zu Boden, denn der Schmerz in ihrer Seite nahm nun endgültig Überhand. Tränen des Schmerzes kamen in ihre Augen, doch schnell wischte sie sie weg und stach mit aller Kraft ihr Schwert in den Boden, um sich an ihm wieder aufzurichten. Der Schmerz vergrößerte sich bei dieser Aktion noch mehr, doch es war ihr egal, denn sie hatte nun endgültig begriffen, was sie schon länger befürchtet hatte: Dieses Feld wird ihr Tod werden und eines war für sie sicher: Wenn sie stirbt, dann mit erhobenem Haupt und dem Schwert in der Hand!

Mühsam blickte sie sich um, um zumindest noch denjenigen, der ihr Tod sein würde selbst auswählen zu können, doch egal wohn sie blickte, fand sie niemanden, den sie als ihren Bezwinger ansehen wollte: Links von ihr wütete einer der Trolle, der aufgrund seiner sehr starken körperlichen Überlegenheit ausschied, denn immerhin wollte sie mit Ehre in einem würdigen Kampf sterben und nicht im Sekundnbruchteil zerquetscht werden. Hinter ihr war noch ein letzter Überrest der Verteidigungslinie und vor ihr lagen fast nur noch Kadaver, teilweise schon so hoch, dass man werder über sie rüber gucken, noch gehen konnte. Rechts von ihr sah sie nur eine große, schwarz gekleidete Person, offenbar ein Hauptmann der Angreifer und etwas weniger als ein halbes Dutzend Orks hinter ihm. Die Person schaute offenbar fassungslos auf einen der Trolle. Auch wenn ihr die Massenüberlegenheit sie davor abschreckte, diese sieben Streiter für ihren Abgang zu wählen, war dies für sie doch noch die beste Wahl, weshalb sie langsam zu ihnen hinging.
Ihre Sicht wurde immer schlimmer,  doch in unregelmäßigen Abständen verbesserte sie sich wieder und als sie in einen dieser Momente den angeblichen Hauptmann betrachtete, merkte sie, dass er ihr bekannt vor kam.
"Drellir? Drellir! DRELLIR! HINTER EUCH", schrie sie und bewegte sich so schnell wie möglich in seine Richtung.





« Letzte Änderung: 27. Jun 2008, 17:29 von The Chaosnight »
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Re: Der Ausfall
« Antwort #26 am: 30. Jun 2008, 01:50 »
Aglareb träumte...

„Verräter...Eidbrecher...Feigling...Ihr habt verweigert als sich euer Land, euer König am meisten brauchte. ...Ihr zogt einem dreckigen Söldnerleben einen ehrenhaften Tod vor. Nun müsst ihr sterben, einsam und allein. Kein ruhmreiches Begräbnis...unbedeutend werdet ihr verbrannt...keiner wird sich an euren Namen erinnern.“

Aglareb saß nackt in einer kalten Höhle in sich gekauert und weinte. Seine Tränen liefen im selben Rhythmus wie die nassen Tropfen von der Decke. Er war allein, nur der Mond schien durch ein kleines Loch auf sein vernarbtes Gesicht. Sein Arm war schwer, steif und zuckte bei jedem Herzschlag nach innen. Der Schmerz wurde immer deutlicher, immer mehr bewegte er sich beim Pumpen des Blutes zum Körper hin. Es war nicht auszuhalten. Aglareb griff mit der rechten Hand zu seinem linken Handgelenk und sah auf die blass blauen Finger. Dann begann es. Die Haut fing an zu zerfallen, wie Asche im Wind verweht. Das Fleisch kam zum Vorschein und zog eine Furche bis zum Ellbogen und noch weiter. Unerträgliches Leid überkam ihn, doch er konnte seine Augen nicht schließen. Versteinert musste er zusehen wie sein Arm immer weiter zerfällt. Er nahm seine Hand weg und merkte dass Haut und Haare an dieser klebten wie Harz einer kranken Eiche. Die Knochen der Fingerspitzen wurden sichtbar und weiterhin verbreitete sich der offene Spalt, bis er den ganzen Arm freilegte. Es fühlte sich an als würde sein Arm im gefrorenen Eis stecken, dabei wie im offenen Feuer verbrennen und tausende giftige Nadeln ihn durchlöchern. Aglareb schrie sich die Seele aus dem Leib bis der Arm nur noch aus Knochen bestand und der Schmerz etwas nachließ. Dann schnaufte er durch und beruhigte sich doch der Schock saß immer noch tief und riss Aglarebs Auge auf. Plötzlich ertönte ein dumpfes Poltern und es rollte aus den Schatten ein Kopf auf Aglareb zu bis er mit dem Gesicht nach oben vor seinen Füßen haltete. Es war sein eigener. Völlig erschrocken machte er einen Satz zurück und verlor dabei seine Knochenhand. Zitternd blickte er auf den abgeschlagenen Kopf, ein Spiegelbild seiner selbst. Dann sah er, dass sich die tote zugenähte Augenhöhle des Schädels ausweitete wie ein Ei, das zu platzen begann. Und es sprang schon auf und heraus krabbelten Hunderte kleine Spinnen...“Neeiiiinn! Lasst mich endlich in Frieden! Neiiin!....Neiiin!

Der Traum verblasste.
„Nein!“ Schrie Aglareb auf. Schweißgebadet lag er auf einem weichen Bett in einer Holzhütte dessen Decke von Ästen gehalten wurde. Um ihn herum lagen viele Verwundete und Elben in langen Gewändern eilten umher. Es roch nach Königskraut. Er betrachtete seinen Arm, dieser hatte wieder an Farbe gewonnen und war an der Stichwunde mit Bandagen verbunden. Dann schnaufte Aglareb durch und ließ sich wieder nach hinten fallen.


Aglareb nach: Heilhäuser Lothlóriens
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:08 von Fine »
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Re: Der Ausfall
« Antwort #27 am: 15. Aug 2008, 09:08 »
Aus weiter Entfernung nahm Aiwyn schrille Orkschreie hinter sich war. Mühselig drehte sie sich um und hob ihr Schwert leicht an.
Komm du Bestie, dich nehme ich mit mir!
Doch zu ihrem Erschrecken musste sie sehen, wie der Ork schon fast direkt vor ihr stand. Aus Reflex hatte sie ihr Schwert in die Höhe gerissen und es schnitt durch das Handgelenk ihres Widersachers, der gerade zum Schlag ausgeholt hatte. Doch die Wucht des Angriffes war zu stark und bevor das Schwert mitsamt der Orkhand zu Boden fiel, schnitt die grobe Waffe überhalb ihrer Seitenverletzung.
Auch wenn sie die Verletzung unter den Schmerzen ihrer anderen kaum war nahm, zuckte ihr Arm kurz auf und das Schwert fiel ihr aus der Hand. Sofort stieß ihr der Ork seinen Armstumpf in ihren Magen und riss sie zu Boden. Erneut verschwamm ihre Sicht, nur schwach konnte sie erkennen, wie der Ork versuchte mit seiner anderen Hand sein Schwert aufzuheben, um sein Werk zu vollenden. Doch aus irgendeinem Grund gelang es ihm nicht und stattdessen trat er stark in ihre Seite. Doch bevor das Gefühl des stechenden Schmerzes kam oder sie irgendetwas anderes wahrnahm, wurde ihr schwarz vor Augen.


Aiwyn nach: Heilhäuser Lothlóriens
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:09 von Fine »
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Re: Der Ausfall
« Antwort #28 am: 8. Sep 2008, 18:52 »
Ein kalter Wind blies über das Schlachtfeld in Richtung Lothlorien, der Geruch von Blut und Tod zog allmählich in den goldenen Wald. Drellir stand als einer der weniger noch in den lichten Reihen der Verteidiger, viele Gedanken gingen durch seinen Kopf als er einzelne Orks niederstreckte, die ihm entgegen kamen. Seine Verletzung am Kopf hatte sich auch verschlimmert, das Blut lief über sein Nasenbein und den rechten Nasenflügel herunter bis in den Bart und auch über die Augenhöhle tropfte das Blut auf seine Wange, seine gesamte rechte Gesichtshälfte war mit Blut verschmiert.
Er hatte Aiwyn aus den Augen verloren, nachdem er sich so auf die Trolle konzentriert hatte, er konnte sie nirgends erspähen bis er ihren Ruf vernahm.
Sichtlich überrascht packte er sein Schwert mit beiden Händen und atmete nochmal tief durch. Mit einem Schwung machte er kehrt und holte zum Streich aus, doch der Ork kam schon auf ihn zu gelaufen und er schaffte es noch rechtzeitig seinen Hieb abzuwehren. Mit aller Kraft drückte der Ork ihm mit einem Kreischen ein paar Schritte nach hinten, doch er antwortete ihm einem Schlag auf seine verstümmelte Nase. Schreiend wich der Ork einen Schritt zurück, er konnte den Kampf nicht fortsetzen, der Schwerz durchzog den gesamten Körper des Orks. Doch es waren immernoch fünf mit denen Drellir allein nicht gleichzeitig fertig werden konnte. Dann vernahm er in seinen Ohren wieder diesen Kampfschrei, er lies sich zu Boden fallen und der Streitkolben des Trolles verfehlte ihn und schleuderte die Gruppe Orks vor ihm in die Luft. Er versuchte so schnell es ging sich wieder auf zu richten und lief so schnell ihn seine Beine nur tragen konnten. Überall um ihn herum lagen die Leichen von Menschen und Orks und anderen Kreaturen, es hatten sich sogar Tümpel aus Blut gebildet, ein Anblick der einen bis in die Seele drang. Es war wie ein Hindernislauf, doch nich viel anders als im Wald und Drellir konnte seinem Angreifer entkommen und blickte noch einmal zurück, der rechte Flügel war verloren. Der Hauptteil hatte die Flucht ergriffen nachdem weitere Trolle die Linien ausdünnten, unweit von ihm standen nur noch die Letzten, die bis zum Tod die Angreifer aufhalten würden, sie formierten sich zum Letzten mal um sich den überlegenden Feind zu stellen. Mit langsamen Gang näherte sich Drellir ihnen, in seiner linken Hand hielt er sein Schwert, dessen edlen Anblick das viele Blut nahezu zerstört hatte. Mit seiner anderen Hand zog er die Kapuze vom Kopf und die Haare aus dem Kragen. Als der kalte Wind wieder aufzog, lies er seine Haare förmlich im Wind tanzen.

Wenn ich nun hier sein Leben lassen soll, dann sollen meine Feinde mein Gesicht sehen wenn ich sie mit in den Tod reiße.

Er stand nun bei den Anderen die geblieben waren und es brauchte hier keiner Worte mehr, ihre Gesichter sagten alles. Ihre Entschlossenheit war eisern, diese Schlacht hatte ein Band zwischen ihnen geformt, bereit für das Ende aller Dinge. Doch dann geschah etwas womit niemand mehr gerechnet hätte.
Ein Schrei der nicht von dieser Welt zu schienen kam, erhallte das gesammte Schlachtfeld, es lies jede Kreatur Saurons zusammen zucken und im nächsten Moment machten diese Kehrt und liefen in Panick davon, obwohl sie jetzt nichts hätte mehr aufhalten können, das Unmögliche schien vollbracht, der Hexenkönig muss gefallen sein.
Die Mimik der Verteidiger verwandelte sich schlagartig in eine Lebensfreude, die er lange nicht mehr gesehen hatte, schreiend und jubelnd fielen sich in die Arme, sie übertönten sogar die Schlachtgeräusche die vorher geherrscht hatten.
Drellir hingegen steckte sein Schwert wieder in die Scheide auf seinen Rücken und schritt über die Hinterlassenschaften des Kampfes, er suchte nach Aiwyn, er wusste nicht was mit ihr geschehen war und hoffte, dass er sie nicht unter den Toten finden würde. Doch diese Suche schien aussichtslos, es waren Tausende...


Drellir nach: Heilhäuser Lothlóriens
« Letzte Änderung: 20. Jan 2017, 17:32 von Fine »

Lord of Mordor

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Ausgang der Schlacht und neue Gerüchte
« Antwort #29 am: 15. Sep 2008, 19:53 »
Obgleich es schwere Verluste gab, war die Schlacht von Lothlorien der erste Sieg nach einer langen Reihe von Niederlagen für die Seite des Lichts. Der Körper des Hexenkönigs wurde vernichtet und sein Ring gestohlen - für Mittelerde stellte der Fürst der Nazgûl vorerst keine Gefahr mehr dar.

Die Festung Dol Guldur, nun nicht mehr von der dunklen Magie des Ringgeists geschützt, wurde von Galadriel und Gandalf bis auf ihre Grundfesten vernichtet. Es würde eine Weile dauern, bis der Düsterwald wieder ein vollkommen ungefährlicher Ort sein würde, doch der Schatten des Bösen hing nicht länger über ihm.

Angespornt durch ihren Sieg planen Faramir, Eowyn und die Flüchtlinge aus Rohan und Gondor nun, die Riddermark der Herrschaft von Saurons Mund zu entreißen. Selbst einige Elben haben sich bereitgefunden, dieses Unternehmen zu begleiten, ebenso wie der weiße Zauberer Gandalf.

Doch währenddessen dringen Gerüchte einer neuen Gefahr nach Lothlorien. Die Männer aus Rhûn, ein stolzes und mächtiges Volk, haben ihre Heerscharen versammelt und marschieren nun gegen das Land der Zwerge, um es ihrem mächtigen Imperium einzuverleiben.

Die Schlacht ist gewonnen, doch der eigentliche Krieg steht erst noch bevor...
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:05 von Fine »
Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
Ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul
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