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Autor Thema: Das Schlachtfeld  (Gelesen 23039 mal)

Lord of Mordor

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Re: Ausgang der Schlacht und neue Gerüchte
« Antwort #30 am: 21. Sep 2008, 18:10 »
Pläne zur Rückeroberung Rohans haben nun konkrete Gestalt angenommen. Der Mund Saurons regiert das Land hauptsächlich durch Furcht, seine militärische Macht ist noch begrenzt. Könnte man den Bewohnern ein Zeichen setzen, sich zu erheben, so wäre die Befreiung des Landes in greifbarer Nähe.

Dieses Zeichen soll Edoras sein, die gegenwärtig von Orks und Uruk-Hai besetzte Hauptstadt Rohans. Es sind durchaus genug Freiwillige vorhanden, um die Mission zum Erfolg zu führen, doch als Armee die Grenze zu überqueren, würde zu früh Aufmerksamkeit erregen. Von daher wurden mehrere Treffpunkte um Edoras ausgemacht, zu denen sich die Krieger in kleineren, unauffälligen Truppen begeben sollen.
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Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
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Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #31 am: 7. Okt 2008, 23:29 »
Aglareb von: Heilhäuser Lothlóriens


Übler Gestank lag über den sonst so grünen Feldern, der Boden war matschig. Teils mit Blut, teils mit tau bedeckt. Die dichte Rauchwolke des riesigen Scheiterhaufens verdunkelte die Sonne und reizte bei jedem Atemzug. Aglareb ritt zusammen mit einem der Rohirrim zu den Soldaten und freiwilligen Helfern, die hier versuchten wieder alles in Ordnung zu bringen und den Schmutz zu beseitigen den der Feind hinterlassen hat.
„Pah! Diese Orks stinken sogar noch mehr im Tod als in ihrem Leben! Was macht ihr euch überhaupt die Mühe ihnen eine Feuerbestattung zu bescheren?“ - Sprach Aglareb als er vom Pferd abstieg.
„Nun ja, bevor sie am Boden vermodern, die Erde mit ihrem dreckigen Blut verschmutzen und noch mehr die Luft verpesten, verbrennen wir sie lieber.“ Antwortete der Rohirrim und Aglareb stimmte ihn auch darauf zu in dem er mit dem Kopf nickte.

Dann ging er in irgendeine Richtung, die er für die richtige hielt sein Erbstück wieder zu finden, während der Reiter aus Rohan den anderen die Kunde von Galadriels Rede überbrachte.

Dieser Gestank! Was sind das nur für grässliche Fiecher! Verkrüppelte Halbmenschen, Elben und sonst irgendwas, allesamt in einer Bestie vereint. Ich hoffe dass diese Abscheulichkeit bald ganz von Mittelerde verschwunden ist. ... Eine Schlachtformation ist hier auf jeden Fall an den Fußspuren nicht zu erkennen. Alles zertreten und  umgewälzt, selbst der beste Spurenleser der Grauen Schar würde hier nichts erkennen. Es ist wirklich zwecklos hier etwas zu finden. Da wäre es ja leichter in Mittelerde einen Zwerg ohne Bart zu finden. ... Wo die beiden wohl sind? ...

Aglareb entfernte sich immer weiter vom großen Scheiterhaufen. Dann sah er in der Nähe etwas aufblitzen. Einige Sonnenstrahlen durchbrachen die Rauchwolke und brachten etwas Metallenes zum schimmern. Schnell rannte er darauf zu. – Wenn das meine Axt ist, schwöre ich mir,  werde ich mich nie wieder über elbische Braukunst beschweren! – Doch als er näher kam übermannte ihn Frust und Scham. Töricht daran zu glauben, dass gerade er, hier und jetzt seine Waffe finden würde. Es war nicht seine Axt, es war ein jämmerliches Stück Blech, verbeult und zerkratzt bis zur Verunstaltung. Aber groß genug um einen ausgewachsenen Mann vor Angriffen in den Bauch und Brust zu schützen. Trotz seines Verachtens gegenüber diesen armseligen Eisen, was ihn seine letzte Hoffnung auf seine Axt genommen hatte, hob er es auf. Sie steckte ein bißchen im Boden fest, doch ein kleiner Ruck genügte um sie herauszuziehen. Mit forschenden Blicken betrachtete Aglareb die dickere Blechscheibe und kam zu dem Entschluss, dass es sich um eine Rüstung handelte. Die Lederriemen an den Schultern und Becken waren in der Mitte durchtrennt, als wurde sie dem Soldaten einfach so vom Leibe gerissen.  Er wischte den Schlamm und die Asche weg und sah einen prunkvollen Baum auf der einen Seite eingearbeitet. „Der Brustharnisch eines Soldaten aus Gondor!“ – Ein kleiner Geistesblitz überkam Aglareb und einige Erinnerungen tauchten vor seinem inneren Auge auf.  – Der weiße Baum Gondors. Ob er noch steht? Schwer zu glauben bei all den Greueltaten die die Weiße Stadt ertragen musste. Aber irgendwann wird ein neuer gepflanzt. Davon bin ich überzeugt. ...- Bei diesem Gedanken machte er die verkratzte Rüstung noch etwas sauber und nahm sie mit.

„Na! Fündig geworden?“ Rief der Rohirrim, der Aglareb herbrachte als er ihn mit dem Brustharnisch herlaufen sah.
„Nein. Nicht das was ich suchte.“ Entgegnete er ihm.
„Was wollt ihr mit der verbeulten Rüstung? Sie schützt euch nicht viel mehr als das was ihr jetzt anhabt.“
„Es nicht des Schutzes wegen, sondern des Stolzes weshalb ich sie trage. Genau wie ihr euer Banner trägt.“
Der Rohirrim nickte. „Nun denn, lasst uns zurückkehren. Es gibt nicht nur die Rede zu bestaunen, sondern auch Speis und Trank.“

Während sie zurückritten fragte der Rohirrim was Aglareb dort eigentlich für ein Erbstück gesucht hatte. Er erklärte ihm wie seine Axt aussah, und dass es sich um eine der Pferdemenschen Bauart handelte. Dann kramte der Mann aus Rohan in einer großen Seitentasche am Sattel des Pferdes herum.
„Sah sie vielleicht so aus?“ fragte er mit prüfendem Ton.
Aglareb konnte es kaum glauben, Jubel, Freude und Erleichterung brach in ihm aus.
„ Ja! Das ist meine Axt! Das ist sie! Wo habt ihr sie gefunden?“ Er wollt sie gerade an sich nehmen als seine Euphorie unterbrochen wurde und der Reiter die Axt wieder zurück zog.
„Haltet ihr mich vielleicht für einen Narr?“  Der Rohirrim stoppte das Pferd schlagartig, als würde es von seinen Gefühlen geleitet werden. Aglareb zog es nach vorne, doch dieser Schwung wurde knallhart ausgenutzt um ihn nach hinten mit dem Ellbogen vom Pferd zu stoßen. Er schlug auf mit dem Rücken auf dem Boden auf und landete im Matsch. Er war zwar ein zäher Bursche, aber nach diesem Schock und schweren Sturz lag er einfach nur da und schaute verwirrt in den Himmel.
Der Rohirrim drehte das Pferd, und warf dem am Boden liegenden, geschockten Mann die verbeulte Rüstung vor die Füße.
„Diese Sorte wie euch kenne ich, ihr seid ja schlimmer wie Grabräuber! Geht auf das Schlachtfeld und wollt bei den ganzen Toten nach einen Erbstück suchen? Dann kommt ihr zurück mit dem Schrott den ihr wahrscheinlich irgendwelchen armen Soldaten für Wucher verkaufen wollt? Behauptet ihr seid aus Gondor und dann verlangt ihr nach einer Axt der Rohirrim! Diese Axt kann euch gar nicht gehören! Dieses Familienwappen kenne ich und deren letzter Nachkomme liegt dort vorne irgendwo zwischen den Reihen, und ihr wolltet ihm sein letztes Erbgut abstauben, indem ihr behauptet es sei eures? Aber ich habe euch enttarnt, möget ihr im Dreck verfaulen!“ Mit diesen erdrückenden Worten ritt er davon und ließ Aglareb liegen, der vor lauter Schock keinen lauten Satz mehr herausbrachte um den Rohirrim das Missverständnis zu erklären, außer: „Meine Mutter kam aus Rohan...“ Doch da war es zu spät.

Aglareb richtete sich auf, streckte sich und machte sich auf den Rückweg immer noch geschockt von dem Vorfall. Aber es war kein einziger Reiter mehr unterwegs, sie waren die letzten. Er musste also laufen und hatte genug Zeit nach zudenken.
Ein weiteres Mitglied meiner Familie ist also auch Opfer des Krieges geworden... Ich hatte nie Zeit die Sippschaft meiner Mutter kennen zu lernen. Damals waren die Beziehungen zwischen Gondor und Rohan nicht so gut wie heute. Es gab noch keine „Menschen des Westens“. Außer das bißchen Handel mit Pferden waren wir keine guten Nachbarn. Ein Vorteil für den Feind, dem es nun leichtes Spiel wird beide Völker auszulöschen, weil der Zusammenhalt zu spät kam. Viel zu spät. Ich hätte den Mann gerne kennengelernt der die beiden Länder wieder zusammenführte um den gemeinsamen Feind entgegenzutreten. ...


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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #32 am: 23. Okt 2008, 19:37 »
Aiwyn, von: Lager der Beorninger


Müde und erschöpft erreichten die drei einen leicht ausgetretenen Platz unweit des Hauptweges und in sicherem Abstand zum Beorningerlager.
"Ich denke hier haben wie erstma...", setzte Aiwyn an, doch noch während sie redete, hörte sie einen Reiter in ihre Richtung kommen, der nur wenige Sekunden später den Weg in das Waldesinnere passierte, sie hätte jedoch schwören können, dass er zuvor noch einen Seitenblick auf die Gruppe geworfen hatte.
Bogan hob eine Augenbraue. "In Ruhe? Also sicher würde ich das jetzt nicht mehr nennen", sagte er mit einem schwachen Grinsen. "Kommt noch etwas weiter, ich fürchte, dass ich dringend eine Pause nötig habe", sagte ergänzte er kurze Zeit später ernst.

Der Straße weiter folgend kamen sie zu den Überresten des Schlachtfeldes. Die Leichen der Orks waren größtenteils schon verschwunden und nur in weiter Ferne konnte sie noch ein paar Kadaverhaufen neben verkohlten Boden erkennen. Die Leichen vieler Trolle, haufenweise Blut und mehrere Waffen und Rüstungen befleckten jedoch noch immer den Boden dieses Feldes. Aiwyn und Bogan blieben stehen. Wie angewurzelt betrachteten sie das Feld und erkannten nun erst richtig, wie groß die Schlacht wirklich gewesen war.
"So sieht also eine Schlacht aus, die schon geschlagen ist...", ging es Aiwyn durch den Kopf, "Im Gefecht selbst merkt man nichts davon, was man anrichtet...nur Wut...Stärke...und Tod.
Während sie dastand und das Feld beobachte, sah sie noch deutlich den Troll, den sie mit er vergifteten Orkklinge getötet hatte. Wie in Trance schritt sie auf ihn zu und betrachtete ihn nochmals genau.
Irgendwie lustig: Zwei solcher mächtigen Wesen sterben durch das Werkzeug der kleinen, primitiven Orks.

Kurz musste sie lächeln, denn das erschien ihr als eines der komischsten Dinge, die sie in letzter Zeit gesehen hatte. Sie wusste gar nicht, wie lange sie vor dem Troll stand und ihn und sein Schicksal belächelte, doch nach einiger Zeit trat Bogan neben sie und fragte: "Hast du irgendwas? Irgendwie habe ich das Gefühl hier zu bleiben ist nicht so das wahre.
"Wie du meinst", meinte Aiwyn ausdruckslos, immer nur noch den Troll im Kopf. Gerade als sie jedoch wieder das grauenvolle Feld verlassen wollte, war es jedoch Bogan, der innehielt und am Troll zusammensackte. Sofort war Aiwyn zu ihm gerannt um zu gucken, was er hat. Bevor sie jedoch etwas tun konnte, sagte Barlae, die sich neben sie gestellt hatte: "Lass ihn ruhig, ich glaube, dass er nur schläft, denn seit Schlachtende hat er keine drei Stunden Schlaf gehabt."

Überrascht drehte sie sich um: "Wie? Wieso das denn?"
Barlae setzte sich an die Seite des Trolles und antwortete: "Als er kurz nach der Schlacht mit mir zu meinem Heimatvolk kam und die Siegesfeiern begannen, erwähnte Gultas schon dich in der Schlacht gesehen zu haben und begann mit Hassreden. Aber ich hätte nie gedacht, dass er wirklich soweit gehen würde. Seitdem hatte Bogan es nicht mehr gewagt ihn aus den Augen zu lassen."
Aiwyn guckte zu ihm rüber. Schon wieder riskiert er alles, um mir zu helfen..Sechs Jahre lang habe ich ihn in nichts als Schwierigkeiten gebracht Sie drehte sich zu Barlae um Und nun werde ich auch zwangsweise sie in Schwierigkeiten bringen, der Mord an Gultas wird nicht das letzte sein, was sie auf sich nehmen wird...
Etwas neben sich legte sie ihren Arm um sie und murmelte: "Ich bin froh dich getroffen zu haben."
Sie murmelte etwas zurück, doch sie konnte nicht verstehen was, denn von Müdigkeit übermannt fielen ihr die Augen zu und sie schlief ein.
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #33 am: 27. Okt 2008, 13:28 »
Ach, dieser Weg ist aber auch ziemlich lang ohne Pferd! Es kommt mir vor als laufe ich schon einen halben Tag und doch werden die Rauchwolken hinter mir nicht schneller kleiner. ...

Erinnert mich alles ein bißchen an die langen Patroullien durch Ithilien, da hatten wir auch nie Pferde und sind oberhalb vom Scheidweg nach Südithilien und wieder zurück nach Osgiliath gelaufen. Und dass manchmal nur um zehn Orks aufzulauern. ... Es machte wenigstens Mut die Wege immer zusammen zu gehen und nicht allein. Dazu hatten wir noch Verpflegung und unsere Flaschen an einer Nebenquelle des Verboten Weihers vor der Abreise aufgefüllt. Köstliches frisches Quellwasser! Es belebte wieder nach einem langen Marsch und es schmeckte... ich weiß gar nicht mehr wie es schmeckt...ich hab seit meiner Flucht aus Gondor so viel verschiedene Sorten Feuerwasser getrunken, dass ich mich nicht mehr an das beste Wasser Mittelerdes erinnern kann. ...Was solls. Das Wasser wird sowieso nicht mehr so sein wie früher...nun ist es beschmutzt durch Orks, Trolle und sonstigen Diener des Namenlosen...

Durch die vielen Gedanken von Aglarebs geliebtem Wasser merkte er eigentlich wie durstig er war. Sein Mund war trocken wie die Wüste Harads und Erschöpfung machte sich langsam breit. Doch nirgends gab es etwas Trinkbares und die toten Orks neben ihm auf dem Schlachtfeld tranken so etwas abscheuliches, dass er lieber verdursten würde als davon zu kosten. Er lief einfach immer nur Richtung des Waldes, den Spuren des Reiters folgend, der sich ohne wirklich sicher zu sein, Aglareb nicht nur körperlich sondern auch vor allem in seiner Würde verletzte. Das einzige ehrbare Stück, was Aglareb nun hatte schleifte hinter im an einem Lederband und gab ab und zu blechige Geräusche von sich wenn es über Steine gezogen wurde. Er war im Moment einfach zu schwach und innerlich zerrissen, um Kraft für Gondirrimrüstung zu haben und sie zu tragen.

Als er in Gedanken versunken, wieder einmal einen toten Troll passierte, störte ihn ein beirrbares Geräusch. Das ist jetzt der dritte Troll den ich heute treffe, aber bis jetzt hat keiner mehr irgendwelche Laute von sich gegeben...Aglareb war sich nicht klar ob der Troll durch seine Wunden schwer atmete oder einfach nur schlief. Er konnte das Geräusch nur entfernt wahrnehmen und auch nicht erkennen ob sich der riesige Fleischberg bewegte. Dazu war sein Gesicht, wenn man dass so nennen kann, von Aglareb abgewandt. ...Es ist ein großer Troll, kein höhlendurchkriechender Aasgeier, sondern ein intelligenter Olog Hai. Fett genug um eine Meute Orks eine Woche zu versorgen. Ich werde dir den letzten Funken deines erbärmlichen Lebens herausprügeln, als Rache für all die, die es jetzt nicht mehr tun können. Wie viele tapfere Soldaten wirst du wohl auf dem Gewissen haben.

Aglareb schleichte sich näher an den Troll heran, seine Rüstung nahm er fest in beide Hände. Das Geräusch, dass jetzt lauter wurde, vernahm er als Schnarchen, was ihm aber auch mehrstimmig erschien. Ein Augenblick überlegte er noch, dann machte er einen schnellen Satz nach vorne, sprang fest auf den großen Bauch des Trolles und fing an wie wild auf den Schädel einzuschlagen. Das knallende Geräusch von Metall auf Knochen erschrak das ganze Feld bis zum Waldrand, dass mehrere Schwärme von Vögeln, die die Maden von den Kadavern fraßen, eilig die Flucht einschlugen. Aglareb machte sich nichts daraus er verlor sich in Raserei und merkte nicht einmal, dass drei Personen plötzlich wütend neben dem Troll standen.

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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #34 am: 27. Okt 2008, 14:46 »
Aiwyn hörte einen dumpfen Schlag und spürte den Troll leicht beben.
Verfluchte Vögel, dachte sie sich und versuchte wieder zu schlafen, doch mehrere weitere metallene Schläge ertönten und der Troll bebte doller. Müde richtete sie sich auf und versuchte die Ursache zu erkennen.
Nachdem sie auf dem Bauch nichs erkennnen konnte, sah sie auf dem Kopf des Trolles, wie jemand wie wild mit einem Stück Eisen des Kopf bearbeitete.
Wütend schrie sie ihn an: "Spinnt ihr? Verschwindet und lasst den Troll tod sein, auch wenn ihr ihm den Kopf abschlagt habe ich ihn immer noch getötet!"
Sie legte ihre Hand an ihr Schwert, um den Fremden in die Flucht zu schlagen, doch als sie ihn genauer betrachtete, fiel all ihr plötzlicher Zorn von ihr und sie musste plötzlich loslachen: "Für einen Mann im Nachthemd seid ihr verdammt aggressiv. Irgendwie finde ich das belustigend, da ändert auch so ein Stück schmutziges, wertloses Blech in eurer Hand nichts dran."
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #35 am: 27. Okt 2008, 16:01 »
In seiner Wut hörte Aglareb diese helle aber genervte Stimme. Er drehte sich zur Seite und starrte die Frau an die gerade in ein amüsantes Gelächter verfiel. Dann schaute er selbst an sich herunter und wieder herauf und sein Kopf wurde noch roter, als er vorher vor Wut gewesen war, doch diesmal vor Scham. Er lauschte ihren Worten und entgegnete ihr zornig:

"Wenn Ihr nicht so laut gschnarcht hättet, hätte ich diesen Troll auch für tot gehalten! Ich trage vielleicht nur ein Nachthemd, aber dieses wertlose Blech, wie ihr es nennt, trägt das Wappen meines Landes! Also hütet eure Zunge."

Doch dann betrachtete Aglareb seine Rüstung, und merkte, dass sie wirklich etwas schäbig aussah. Verbeult, verkratzt und beschmutzt bis zur Unkenntlichkeit. Kein echter Manne Gondors wäre wirklich stolz darauf. Dann lies er sich auf den Troll nieder, schmiss die Rüstung auf den Boden und antwortete leise.

"Ihr habt Recht, das Land aus dem das einst so edle Eisen kommt, ist unabweichbar dem Untergang geweiht. Es ist ohne schätzbaren Wert, gleich dem Träger. Tut mir leid, dass ich euch geweckt habe, ich dachte wirklich der Troll lebt noch. Ich muss weiter, hoffentlich ist diese Rede um bis ich dort bin."
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #36 am: 27. Okt 2008, 16:22 »
Aiwyn hatte aufgehört zu lachen und sagte etwas verwirrt: "Rede? Von welcher Rede sprecht ihr? Hoffentlich nicht von dieser alten Hexe von der ich gehört habe, Hexenworten zu lauschen ist eines der letzten Sachen, die ich tun möchte."

Bei der Vorstellung durchzog Aiwyn ein kurzes Schütteln. Sie mochte die Elben nicht sonderlich und auch wenn sie nie eine gesehen hatte, war ihr bei dem Gedanken an Hexen auch nicht sonderlich wohl.
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #37 am: 28. Okt 2008, 18:24 »
Aglareb schaute die Frau verdutzt an: "Ich kenne nicht viele, die die "Herrin des goldenes Waldes" gleich mir als "Hexe" bezeichnen. Wenn die Völker des Ostens ihren Herren in der Dunkelheit fanden, so fanden wir im Westen ihn im Licht. Wobei ich diesen arroganten Elben nicht trauen kann. Und die höchste aller Unsterblichen teilt sich die Führung unseres Bündnisses mit dem Weißen Zauberer. Wir Menschen haben da wenig mitzureden. Und die Zwerge erst recht nicht."

 - Aglareb ließ ihr Zeit seinen Worten zuzuhören, dann fuhr er fort.- "Ich sehe hier so viele Elben, doch wo waren sie, als Mordor schon Osgiliath und fast ganz Ithilien besetzt hat. Keiner. Und jetzt predigen sie davon, dass wir den Feind zusammen schlagen können. Pah! ... Doch will ich euch nicht mit meinen Worten belasten. Ich will nur zur Rede um meinen Heerführer Faramir zu finden, und natürlich endlich den Sieg gebührend zu feiern."

Aglareb stand auf und reichte der Fremden seine Hand: "Ich bin Aglareb, Caelebs Sohn aus Gondor."
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #38 am: 28. Okt 2008, 20:27 »
Aiwyns Gesicht verfinsterte sich kurzzeitig.
Gondor...Noch so ein altes Feindesland.
Doch nur Sekundenbruchteile später zerschlug sie den Gedanken und sagte streng zu sich: Er steht gegen Sauron. Solange er dies tut ist er wohl oder übel ein Verbündeter und vielleicht ist er schlauer als die Nordmenschen...

Ihr Gesicht normalisierte sich wieder und sie nahm die Hand Aglarebs.
"Aiwyn", sagte sie knapp.
Sie holte kurz Luft und sagte weiter: "Ihr sagt ihr geht zu dieser Rede? Ich habe im Moment absolut keine Ahnung, was überhaupt vorgeht, also muss ich wohl der Rede lauschen, auch wenn mir ein anderer Sprecher lieber wäre...."

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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #39 am: 3. Nov 2008, 15:06 »
Aiwyn. Schöner Name für eine schöne Frau. Ihre Hand ist zart und gebrechlich, aber trotzdem ist ihr Händedruck kräftig und entschlossen. Schon lange nicht mehr, habe ich ein so hübsches Geschöpf gesehen ohne elbischer Abstammung. Aber normalerweise ist es Brauch sein Herkunftsland an den Namen anzuhängen, auch wenn es in diesem Krieg keine Rolle spielt. ...

Aglareb schüttelte seinen Kopf und vertrieb die Gedanken, nachdem er Aiwyns Hand losgelassen hatte. Dann nickte er ihren Begleitern zu und sprach zu allen:
"Also gehen wir nun zur Rede, um zu wissen wo wir als nächstes unser Opfer bringen müssen." - Als sie los liefen, wandte er sich wieder zu Aiwyn. - "Woher seid ihr? Hat der Feind euer Heimatland besetzt, oder gibt es andere Gründe in den Kampf zu ziehen?"

Du Narr! Sei nicht so neugierig. Wenn sie es dir sagen hätte wollen, dann hätte sie es bereits getan! - Schnell räusperte Aglareb und - "Ähm. Hättet ihr vielleicht einen Schluck zu trinken?"
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Re: Ehemaliges Schlachtfeld von Lothlorien
« Antwort #40 am: 3. Nov 2008, 18:55 »
"Tut mir Leid, außer unseren Waffen und unserer Kleidung haben wir nichts weiter hier", antwortete sie. Sie machte eine kurze Pause und sagte weiter: "Meine Herkunft tut nicht mehr sonderlich viel zur Sache, da ich sie nicht mehr als Heimat ansehen kann. Wie so viele Reiche ist es schon lange Sauron erlegen, zwar noch nicht seiner Herrschaft, jedoch wandelt sein Geist schon Jahrhunderte dort herum und es geschehen Dinge, die ohne seine vergangenen Taten nie geschehen würden. Meine letzten Tage dort waren gefüllt von Angst und Verrat und auch in den Reihen der Kämpfer, die diesen Wald verteidigt haben, sind viele, die aus Angst vor Sauron oder seinen Taten alles aus dem Weg räumen wollen, was ihm nur im entferntesten ähnlich sieht. Und genau deshalb sind Sachen wie Herkunft, Verwandte und Vergangenheit unwichtig, um eine Person zu beurteilen, was zählt ist die Einstellung zu Sauron und die Mittel, wie man sie vertritt!"

Sie fiel wieder ins Schweigen und sagte erneut streng zu sich selbst: Was ist nur mit mir los? Aglareb war die Antwort anscheinend eh unwichtig, sonst hätte er nicht so schnell nach Trinken gefragt...
Weiter im Inneren des Waldes sah sie dann eine große Menschenmenge, die offenbar in bester Stimmung war.
"Geh ruhig vor und sag mir dann, was sich ergeben hat, ich bin viel zu müde, um irgendwelche Reden verstehen zu können", gähnte Bogan, "Ich werde hier auf dich warten."
"Wie du meinst", erwiderte Aiwyn und ging zusammen mit Aglareb ein paar Schritte bis an den Rand des Platzes vor.


Aiwyn und Aglareb zu Galadriels Rede
« Letzte Änderung: 10. Aug 2016, 15:39 von Fine »
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Rabi

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Der Weg zum Erebor
« Antwort #41 am: 3. Dez 2008, 16:50 »
Wogrin, Thondin und Thanderin von Galadriels Rede


Nachdem die Gruppe ein paar Minuten durch die Wälder ging, waren sie endlich soweit das Gebiet Lothlóriens zu verlassen, endlich waren sie aus dem Elbenreich, wo erst ein paar Tage zuvor eine gnadenlose Schlacht von mehreren tausend Orks und Elben sowie vielen andren Wesen aus Mittelerde stattgefunden hatte entkommen. Die Spuren der Schlacht jedoch waren unübersehbar, überall lagen noch Leichen, manche schon teilweise verwest manche Körper waren verstümmelt und hatten weder Gließmaßen noch einen Schädel. Die riesigen Trolle waren jedoch die größten und herausstechendsten Kadaver auf dem Schlachtfeld. Die gesamte grüne Wiese, auch noch außerhalb Lothlóriens war von den tausenden von Füßen der Orks und Trolle komplett niedergetrampelt worden und einfach nicht mehr schön anzusehen. Der einst so wunderschöne Wald Lothlóriens war fast zur gänze zerstört. Doch sie gingen weiter, Lothlórien war zwar zerstört, aber voerst gesichert, nun war Erebor dran gerettet zu werden.


Wogrin, Thanderin und Thondin zum Düsterwald
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 12:04 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg