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Neueste Beiträge

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[Edain] Bug-Meldungen / Re: Bugs bei Mordor
« Letzter Beitrag von Firímar am Gestern um 22:33 »
Ist mitunter schon im Grundspiel (SuM II und AdH) der Fall. Sind manchmal die Schreie von gefallenen Gondorrittern  :D
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[Edain] Bug-Meldungen / Re: Bugs bei Mordor
« Letzter Beitrag von Singollo am Gestern um 19:25 »
Kommt es nur mir so vor, oder haben die Nazgul manchmal sehr menschliche Todesschreie? Ich weiß nicht, warum oder wann dieses Phänomen auftritt, aber es klingt ziemlich seltsam.
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[Edain] Bug-Meldungen / Re: Bugs bei Isengard
« Letzter Beitrag von Singollo am Gestern um 19:23 »
Die Fähigkeit 'Industrieller Wahn' des verfluchten Sarumans hat keine Auswirkungen auf Rohstoffgebäude. Wie es mit Rekrutierungsgebäuden aussieht, habe ich noch nicht getestet.
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Hero Submod Projekt [Edain] / Re: Hero Submod Support Version 3.3
« Letzter Beitrag von Fíli am Gestern um 17:38 »
Ein User hat in einem Thread frühere Versionen der Edain Mod verlinkt. Die für dich wichtige Version ist dabei 3.8.1, da diese als einzige mit der Hero Submod Version 3.3 kompatibel ist.
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hi,

not sure sure if this is the right place..

i get in the first missions after a few minutes the "instant defeat"...
i copied the file into the directory...not sure whats wrong :)

maybe someone got a hint for me?

thx for help
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[Edain] Gondor Suggestions / Gandalf the White
« Letzter Beitrag von SzmekNosiu am Gestern um 00:54 »
Hi, I came with an idea for Gandalf. It might be similar to other users ideas, but might also be something fresh. I was thinking about giving Gandalf three different roles on battlefield, alike to what we have seen in the LOTR trilogy. We saw Gandalf as a leader, powerful wizard, counselor and master strategist, how about giving Gandalf three different sets of powers, each indicating Gandalf's role as:
1. Strategist/Leader
2. Healer/Bringer of Hope
3. Powerful wizard/Warrior

So, here we go:
First palantir- Gandalf as a Strategist/Leader
In this stance Gandalf only has a staff and cannot fight, but he gives powerful leading spells
1. Inspiration(passive) Gandalf gives nearby allies attack and armor boost +50%
2. "Send these foul beasts into the abyss"(active)  allies on large radius gets 50% to attack speed and all allied siege machines on the map get 30% attack speed and 30% to damage for 1 minute
3. "You will stand your ground"(active) allies on very large radius gets 75% to armor, are immune to knockback (passive) nearby allies are immune to fear
4. Additional "Mount/Dismount. In this stance Gandalf rides on Shadowfax 50% faster(passive)
Overally this Strategist stance makes Gandalf irreplaceble hero for defending fortress or siege. His powers gives allies great morale and bonuses. Gandalf as a strategist is standing behind legions and thanks to Shadowfax can travel very fast from one place to another

Second Palantir- Gandalf as healer/ Hopebringer
In this stance Gandalf has a staff and can fight on distance. From distance Gandalf is sending small blast of light that hurts two-three enemies(throwback to Gandalf hurting Mouth of Sauron at black Gate in the books)
1."Healing"(active) Gandalf heals nearby allies
2. "At dawn, look to the east"(active) Gandalf rises his staff and burts with light. Allies are immune to fear, enemy units are paralized with fear or are fleeing from battlefield
3. "Telepathy"(active) Gandalf is mind forcing with chosen enemy hero. Both Gandalf and enemy hero are immobilized. Allied units might fight with frozen enemy hero. This ability works for every hero(throwback to Gandalf mind-fighting with Sauron in Amon Hen) Ability lasts for 20 seconds and has a long range
4. "Light of Istari" as usual
Additional "Mount/Dismount"
Overally, Gandalf serves as a more active stance than a strategist, still he remains behind the ranks of his allies, but can fight on distance, heals allies, and deal damage to enemy heroes from afar.

Third Palantir- Wizard/Warrior
In this stance Gandalf is fully active on battlefield and stands with front ranks of allied legions. He fights with his sword and staff

1. "Magic blast" as usual
2. "Lighting sword" as usual
3.   "Death is just another path..."(active) Allied units are immune for enemy attacks for 20 seconds
4. "Toggle weapon" Gandalf uses only Glamdring. Passive - He's attacks are 50% faster and deals 50% more damage. Additionaly he strikes two enemies at once. With Glamdring, he cannot use "magic blast" and "WOP"
5. "Word of Power" as usual
Additional "Mount/Dismount"

So that would be all XD it's just a suggestion from another fan of this wonderful mod, if there's anything that looks interesting for you and might be put in the game, then I would be sooooooo happy to know, that somehow I could contribute to Edain Mod society. Greetings!!!

And last one tiny thing. sorry for any mistakes, not a native speaker  [ugly]
7
The Lord of the Rings / Re: Annals of Aman
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 00:28 »
Zitat
The broken way ahead,
Such staggering a sight,
Despoiled treasure, lying sad,
Severed bridge in plight.

The remnants of craft,
Grand doing of old,
Touched by greed and lust,
Yet fabled strong and bold.

The greatest jewel of Dwarves,
Dug long, carved without pause,
Pride which hides naught and ever shows,
Fallen, at last, trapped in fangs and claws.

Therein, evil anew awoke,
For avarice rarely forgives,
And often one binds under yoke,
Deep down, where grow not leaves.

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[Edain] Support / Re: Probleme beim update (Edain Launcher)
« Letzter Beitrag von Turin Turumbar am 20. Jul 2018, 19:01 »
Damit der Launcher funktioniert muss Edain bereits installiert sein. Dies ist auch im Download des Launchers beschrieben.
9
Gortharia / Re: Bozhidar-Anwesen
« Letzter Beitrag von Eandril am 20. Jul 2018, 18:19 »
Die Zeit floss zäh wie Honig dahin, doch schließlich war die Sonne untergegangen, und die ersten Sterne leuchteten schwach am Nachthimmel. Aus dem Inneren des Anwesens drangen laut die fröhlichen Geräusche der Feiernden, und für Augenblick wunderte Milva sich, wie Leute so fröhlich feiern konnten, wenn ihr Land in einen Krieg verstrickt war, der sie eines Tages alle verschlingen würde. Dann erinnerte sie sich daran, dass dort drinnen Adlige feierten, und sie wunderte sich nicht weiter.
Vorsichtig steckte sie den Kopf aus der Stalltür, und suchte den Innenhof, der vom Licht im Inneren des Anwesens erhellt wurde, ab. Wie erhofft war der Hof vollständig verwaist, bis auf die Wachen am Eingangstor. Deren Aufgabe jedoch war zu verhindern, dass jemand das Gelände von außen betrat, und so standen sie mit dem Rücken zu Milva und würden sie nicht bemerken. Sie hatte ihren Bogen im Stall unter einem Haufen Stroh verborgen, denn bei ihrem Vorhaben würde er nur hinderlich sein - dennoch fühlte sie sich seltsam ohne das vertraute Gewicht auf dem Rücken. Sie legte die Hand auf den Griff ihres Messers, um sich zu beruhigen. Gänzlich wehrlos war sie immerhin nicht, auch wenn ihr das Messer nicht allzu viel nützen würde, wenn es zum Schlimmsten kam.
Leise trat Milva auf den Hof hinaus, und huschte hinüber zur Tür, wo sie sich einen Augenblick lang an die Wand des Hauses presste, um ihr rasch klopfendes Herz zu beruhigen. Hier war es leichter sich lautlos zu bewegen als im Wald, denn hier gab es keine Äste, Zweige oder trockene Blätter, die verräterische Geräusche verursachen konnten. Doch hier war die Gefahr viel größer als auf der Jagd - verriet sie sich dort, entkam ihr das Wild. Verriet sie sich hier, würde sie vermutlich sterben. Sie drückte sanft gegen die Tür, die zu ihrer Erleichterung lautlos und leicht aufschwang und einen dunklen Gang offenbarte. Am Ende des Flures schien Licht unter einer Tür hindurch, doch ein Stück zuvor bog ein weiterer Gang nach rechts ab. Da die Tür ihr gegenüber vermutlich zu den Räumen führte, in denen die Feierlichkeiten stattfanden, schlich Milva den Flur bis zur Abzweigung entlang und bog dort nach rechts ab.
Nachdem ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte sie, dass sie in einem langgezogenen Flur stand, der die ganze Länge des Anwesens entlang zu führen schien. Zur linken gingen immer wieder Türen ab, unterbrochen von Nischen mit Wandbehängen, Trophäen und anderem Zierwerk. Auf der rechten Seite schien schwaches Mondlicht durch schmale Fenster. Langsam tastete Milva sich voran, die ganze Zeit über aufmerksam auf jedes Geräusch achtend. "Privatgemächer", wisperte sie. "Wo um alles in der Welt sind die Privatgemächer?" Sie lauschte an der ersten Tür, hinter der mehr als eindeutige Geräusche zu vernehmen waren. "Hier offenbar nicht."
Hinter der zweiten Tür waren Stimmen zu vernehmen, und gerade als Milva an der dritten Tür lauschen wollte, hörte sie schwere Schritte und ein leises Pfeifen in der Richtung, aus der sie gekommen war.  Noch war niemand zu sehen, doch wer immer dort kam würde gleich im die Ecke biegen. Milva sah sich hektisch nach einem Versteck um, und zwängte sich dann kurzentschlossen in die nächste Wandnische hinter eine Säule, auf der eine kostbar verzierte und sehr zerbrechlich aussehende Platte stand. Hinter der Säule war kaum genug Platz für sie, und sie war sich sicher, dass wenigstens ein Arm und ein Bein dahinter hervorschauten, doch im Dunkeln war das leicht zu übersehen - hoffte Milva wenigstens.
Sie hielt den Atem an, als die Schritte immer näher kamen. Jetzt war auch ein metallisches Klirren zu hören, offenbar handelte es sich um einen Wachmann, der auf den Fluren patrouillierte. Als er an Milvas Versteck vorbei ging, presste sie sich noch ein wenig tiefer in den Schatten, doch er blickte gar nicht erst in ihre Richtung. Stattdessen ging er einfach an ihr vorüber, und seine Schritte entfernten sich den Gang entlang. Milva wartete ab, bis seine Geräusche leise genug waren, und steckte dann vorsichtig den Kopf aus ihrem Versteck. Dabei streifte sie die kostbare Platte, die auf der Säule gefährlich zu wackeln begann. Sofort griff Milva danach und hielt sie fest, was sich als äußerst glücklicher Zufall herausstellte.
Im gleichen Augenblick öffnete sich die Tür, an der sie eben noch hatte lauschen wollen, und eine Dienerin, die einen Stapel Tücher trug, trat heraus. Erneut hielt Milva den Atem an und wagte sich nicht zu rühren, die Hand noch immer an dem gefährdeten Kunstwerk. Die Dienerin blickte gar nicht erst in ihre Richtung, sondern eilte den Flur in die andere Richtung, aus der Milva ursprünglich gekommen war, davon, und betrat den Raum, aus dem Milva zuvor Stimmen gehört hatte. Sobald sie um die Ecke gebogen war, schob Milva sich aus ihrem Versteck und atmete tief durch. Dieses Mal war es gut gegangen, doch würde sie das nächste Mal erneut so viel Glück haben?

Während sie sich vorsichtig weiter vorarbeitete, dachte sie nach. Die Dienerin hatte vermutlich Laken auf den Zimmern hier verteilt. Vielleicht handelte es sich also um Räumlichkeiten, wo die Gäste, die nicht in dieser Nacht noch in ihre eigenes Heim zurückkehren würden, untergebracht waren. In diesem Fall befand Milva sich im falschen Teil des Gebäudes. Kurzentschlossen eilte sie den Flur bis ans Ende entlang, bevor die Dienerin den Raum wieder verließ und sie womöglich entdeckte.
Der Flur teilte sich hier: Zu ihrer linken führte der Gang weiter, und daneben führte eine Treppe ins obere Stockwerk, entgegengesetzt zu dem Flur, den sie eben gekommen war. Milva spähte die Treppe hinauf, konnte oben allerdings nichts erkennen und auch keine Geräusche vernehmen.
"Mächtige Leute sind immer gerne oben", wisperte sie. "Also los." Auf Zehenspitzen stieg sie die Treppe hinauf. Die Stufen waren aus Holz, und knarrten bei jedem Schritt leise, beinahe unhörbar. Milva hoffte inständig, dass das Knarren tatsächlich so leise war, wie sie dachte.
Am oberen Ende der Treppe gabelte sich der Flur erneut und führte geradeaus und nach rechts. Direkt vor Milva war niemand zu sehen, doch im rechten Flur erkannte sie im Dunkeln den Schemen eines Wachmanns, der anscheinend vor einer Tür Wache stand. Ich werde dafür sorgen, dass keine Wachen vor der Tür stehen, erinnerte sie sich an Silans Worte, und wählte den Weg geradeaus. Am Ende des Flures stand eine Tür einen Spaltbreit offen, und ein schwaches Licht fiel durch den Spalt. Zum wiederholten Mal an diesem Abend hielt Milva die Luft an, und drückte die Tür vorsichtig auf.
Sie trat in einen verlassenen Raum, von dem drei weitere Türen abgingen. Je eine zu ihrer linken und rechten, und eine ihr schräg gegenüber, die offenbar auf einen Balkon hinausführte. Der ganze Raum war mit Teppichen und Fellen ausgelegt, und an der Außenwand lag ein großer Kamin, in dem der Rest eines Feuers glühte. An der linken Wand des Zimmers stand ein kostbar geschnitzter, mit Papieren übersäter Tisch, auf dem eine einzelne Kerze brannte. Und neben der Kerze stand eine hölzerne Kassette mit goldenen Verzierungen. Milva fühlte ihr Herz schneller schlagen - offenbar war sie am richtigen Ort. Sie ging um den Tisch, hinter dem ein dick gepolsterter Stuhl stand, herum, und griff nach der Kassette... die sich nicht öffnen lies.
"Richtig, verschlossen", murmelte sie vor sich hin. "Nur wo ist jetzt der..."
"Schlüssel?", unterbrach sie eine männliche Stimme hinter ihr, und sie zuckte vor Schreck so heftig zusammen, dass sie beinahe die Kassette hätte fallen lassen.
Hinter ihr stand Silan in der offenen Tür, die anscheinend in Velmiras Schlafgemach führte, lässig an den Türrahmen gelehnt.
"Meine Tante ist ein wenig altmodisch", fuhr er fort, und hielt einen kleinen Schlüssel in die Luft. "Er war unter ihrem Kissen versteckt."
"Was... was tut ihr hier?", fragte Milva, nachdem sie sich einigermaßen von ihrem Schreck erholt hatte. "Ich dachte, ihr wärt auf dem Fest." Silan war angemessen festlich gekleidet, also war er sicherlich auch dort gewesen.
"Ich dachte, du könntest ein wenig Hilfe beim Suchen gebrauchen", erklärte Silan. "Meine Tante hat die Angewohnheit, selbst bei ihren eigenen Feiern recht früh zu Bett zu gehen, also habe ich mich davongestohlen und bereits mit dem Suchen begonnen."
Er stellte sich neben sie und hielt ihr den Schlüssel entgegen. "Also? Wollen wir nachsehen?"
Milva nahm den Schlüssel vorsichtig entgegen, und schob ihn in das hinter einer kleinen Klappe verborgene Schloss, das mit einem befriedigenden Klicken aufsprang. "Zwergische Handwerkskunst", bemerkte Silan. "Raffiniert, nicht wahr?" Milva nickte nur stumm, denn ihre Aufmerksamkeit wurde vom Inhalt der Kassette gefesselt - ein silberner Ring mit einem blauen Juwel, ein ebenfalls silbernes, graviertes Medaillon, und eine Rolle Pergament. Sie nahm das Pergament, entrollte es, und ächzte innerlich, als sie die verschlungene Schrift darauf sah. Durch Ronvids Unterricht kam sie mit deutlichen, klaren Buchstaben inzwischen einigermaßen zurecht, doch diese Schrift war für sie beinahe vollkommen unmöglich zu lesen. Mit einiger Mühe entzifferte sie zwei Worte - Hartvil Bozhidar. Sie hielt Silan, der gedankenverloren den silbernen Ring betrachtet hatte, das Pergament unter die Nase. "Ist es das?"
Silan warf einen abwesenden Blick darauf, und nickte. "Das ist das Testament meiner Tante. Und wie es aussieht, will sie tatsächlich Hartvil beinahe alles vermachen."
"Dann sollte ich es nehmen, und so schnell wie möglich damit verschwinden", sagte Milva, und wollte das Testament einstecken, doch Silan hielt sie am Handgelenk zurück. "Vielleicht sollten wir das nicht tun." Milva hatte das Gefühl, dass ihr Magen einige Schritte nach unten sackte. "Was? Warum nicht?"
"Dieser Ring gehörte einst meiner Tante", erwiderte Silan, und deutete auf den Ring mit dem blauen Edelstein. "Bis sie ihn ihrer Tochter Agda schenkte, meiner Cousine. Agda und ich, wir... waren als Kinder die besten Freunde, die es gab. Bei einem Ausritt mit mir ging ihr Pferd durch und... sie stürzte eine Klippe hinunter und starb." Silan verstummte, und drehte den Ring in den Fingern. "Ich konnte sie nicht retten, und machte mir grauenhafte Vorwürfe deswegen. Vorwürfe, die noch schlimmer wurden, als Waron, ihr Vater, nicht lange darauf vor Trauer starb. Doch Velmira... sie hat mir niemals Vorwürfe gemacht. Sie hat mir nie die Schuld am Tod ihrer Tochter und ihres Mannes gegeben."
"Silan...", sagte Milva leise, und biss sich auf die Lippe. Sie hatte keine Ahnung, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Silan sprach weiter, als hätte er sie nicht gehört. "Ich habe ihr gegenüber eine Schuld, die ich nie vergelten kann. Und jetzt soll ich ihr ihren letzten Willen nehmen, und sie dann von der Hand der Leute sterben lassen, in deren Auftrag du handelst? Nein, wir sollten das nicht tun."
"Niemand hat von Mord gesprochen", warf Milva hastig ein. "Wir... wir wollen nur eine Gelegenheit schaffen, falls sie stirbt. Dass..." Sie suchte nach den richtigen Worten. "Dass jemand ihr Vermögen erbt, der etwas Gutes damit tun kann. Und nicht jemand, jemand der blind ist für den Schaden, den Gortharia erleidet, solange ein König regiert, der Mordors Befehlen folgt."
"Schwöre es", verlangte Silan, und das Kerzenlicht tanzte in seinen Augen. Seine Hand umklammerte Milvas Handgelenk fester. "Schwöre, dass ihr meiner Tante nichts antun werdet, wenn ich dir das Testament überlasse."
Milva zögerte. Konnte sie sicher sein, dass die Schattenläufer keinen Mordversuch an Velmira unternehmen würden? Davon war nie die Rede gewesen, doch jetzt wo Silan die Möglichkeit auf den Tisch gebracht hatte, erschien ihr die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Schattenläufer nicht warten würden, bis Velmira eines natürlichen Todes starb. Silans Augen fixierten sie, und sie spürte, dass die Zeit ablief.
"Ich schwöre", begann sie zögerlich. "Ich schwöre, dass ich alles tun werde was in meiner Macht steht, um das zu verhindern. Mehr kann ich nicht versprechen." Silan blickte ihr einen Herzschlang lang schweigend in die Augen, nickte dann, und ließ ihr Handgelenk los. "Also schön. Das genügt mir fürs Erste."
Er legte den Ring zurück in die Schatulle und schloss den Deckel, sodass das Schloss klickend einrastete. Währenddessen verstaute Milva die das Testament sorgfältig in ihrer Tasche. Jeder Knick und jeder Riss darin konnten fatal sein, wenn der Diebstahl unbemerkt bleiben sollte.

Bevor einer der beiden etwas sagen konnte, erklangen draußen auf dem Flur Stimmen. "Nein, Hartvil. Ich werde darüber nicht weiter diskutieren." Das war Herrin Velmira, die Stimme energisch wie immer - und sie kam näher. Milva blickte Silan erschreckt an, und dieser legte einen Zeigefinger auf die Lippen. "Komm mit", flüsterte er. Milva folgte ihm in Velmiras Schlafgemach, wo er den Schlüssel wieder unter dem Kissen verstaute. "Sie könnte bemerken, dass er fehlt."
"Und wie kommen wir jetzt umbemerkt hier wieder heraus?", zischte Milva, während aus dem Vorraum das Geräusch einer sich öffnenden Tür und leichte Schritte zu hören waren. "Gar nicht", gab Silan ebenso leise zurück. "Aber wir können uns unauffällig verhalten."
"Wie...", setzte Milva an, kam allerdings nicht weiter, weil Silan sie unterbrach. "Bitte schlag mich nicht." Dann legte er die Arme um sie, drängte sie mit dem Rücken gegen das Bett, und küsste sie.
Milvas erster Impuls, war ihn zurückzustoßen, doch sie begriff rasch, was er bezweckte, also erwiderte sie den Kuss ein wenig zurückhaltend, und unternahm auch nichts dagegen, dass seine linke Hand ihre Taille langsam immer weiter hinauf wanderte. Eines musste sie Silan lassen, er schien sehr erfahren zu sein... Bevor Milvas Gedanken noch weiter abschweifen konnte, schwang die Tür auf, und Velmiras empörte Stimme unterbrach sie: "Silan!" Beide sprengten auseinander, und Milva gab sich alle Mühe, möglichst schuldbewusst auszusehen, während Silan den Blick seiner Tante ruhig erwiderte.
"Und Milva." Velmira seufzte. "Ich hätte dich für klüger gehalten, Mädchen. Und du..." Sie blickte ihren Neffen direkt an. "Ich habe dir oft genug gesagt, mir ist es gleich, wie viele Mädchen du in den Bett lockst... aber bleib damit bitte in deinem Bett. Nicht in meinem."
Silan ergriff Milvas Hand, und setzte ein unwiderstehliches Lächeln auf. "Bitte verzeih mir, Tante. Manchmal irrt man sich im Raum, wenn man... beschäftigt ist. Wir sind schon so gut wie weg."
"Das hoffe ich", murmelte Velmira, während Silan Milva an der Hand an ihr vorbei zog, und warf Milva dabei einen vorwurfsvollen Blick zu, als hätte sie sie im Verdacht, Silan verführt zu haben - und nicht andersherum. Silan führte Milva durch das Vorzimmer hindurch in den Flur, und von dort einige Türen weiter bis zu einem Raum, bei dem es sich um sein eigenes Zimmer handeln musste. Milva blickte rasch weg, als sie das große Bett in einer Ecke erblickte, und biss sich auf die Lippe. Andererseits... was konnte es schon schaden? Und wenn aus der Lüge Wahrheit wurde, wäre das nicht eigentlich gut? Ihr Herz klopfte rasch, und nicht nur, weil sie eben beinahe auf frischer Tat ertappt worden war.
Silan schien von ihrem Gewissenskonflikt nichts zu bemerken. Er ließ ihre Hand los, durchquerte den Raum, und ließ sich auf der Bettkante nieder. "Also", sagte er. "Das ist noch einmal gut gegangen. Achte darauf, dass du auf dem Weg nach draußen keiner Wache über den Weg läufst." Er klang beinahe ein wenig enttäuscht, und das gab den Ausschlag. Milva ging langsam auf ihn zu, und löste dabei ihren Gürtel. Silan zog eine Augenbraue in die Höhe. "Was soll das werden?"
Milva musste über seine nicht allzu glaubwürdige Schauspielerei lachen, und war überrascht über sich selbst. "Ich mache Wahrheit aus der Lüge." Sie blieb vor ihm stehen. "Es sei denn, du..."
"Oho", meinte Silan, und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er nach ihren Händen griff. "Wie könnte ich nicht wollen? Aber eines musst du wissen..."
Er legte eine Kunstpause ein. "Was?", fragte Milva ein wenig ungeduldig. Immerhin war es lange her, dass sie... "Was muss ich wissen?" Silans Lächeln wurde eine Spur breiter. "Das Ausziehen kannst du getrost mir überlassen."
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The Lord of the Rings / Re: Annals of Aman
« Letzter Beitrag von Walküre am 20. Jul 2018, 18:18 »
Zitat
A mine, fountain of riches,
One-time crossroad of old,
In no way to adventure into, as everybody beseeches,
Lest evil unfold.

A mine, not a tomb,
Merry past, not sorrowful doom,
Now rest the dead quiet, life out has worn,
Tale to bear in heart and tearfully mourn.

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