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Dunland und Eregion / Re: Dunland
« Letzter Beitrag von Eandril am Gestern um 22:32 »
Das Dorf des Stammes des Schildes hatte sich seit Oronêls letztem Besuch kaum verändert, und beim Anblick der Hütten, die sich zwischen die Hügel schmiegten, fragte er sich, ob er jemals nicht unter dramatischen Umständen oder drängender Zeit an diesen Ort kommen würde. Beim ersten Mal waren er und Orophin gekommen, um Amrothos zu befreien, das zweite Mal hatten sie hier Halt auf dem Weg nach Eregion gemacht, und beim dritten Mal hatte sich Aéd sein Amt als Wolfskönig verdient. Und nun drängte die Zeit erneut, und Oronêl und Kerry würden nicht lange verweilen können.
Im Gegensatz zu früher hielt sie niemand auf, als sie zwischen den Hütten hindurch zum zentralen Platz im Nordwesten des Dorfes ritten, auch wenn sie den ein oder anderen neugierigen Blick auf sich zogen. Die meisten davon schienen auf Oronêl gerichtet zu sein, doch auch Kerry bekam mehr Aufmerksamkeit als ihr lieb zu sein schien. Vor dem großen Haus, das Aéd mit seiner Familie seit Bórans Tod bewohnte, ließ Oronêl sich vom Pferd gleiten, und Kerry tat es ihm kaum weniger elegant gleich.
"Ob Aéd wohl zu Hause ist?", fragte sie mit gespielter Leichtigkeit, und Oronêl seufzte innerlich. Nach ihrem Gespräch vor zwei Tagen ahnte er, was sie beschäftigte, und er würde es nicht wagen, auf einen bestimmten Ausgang zu setzen. Bei Kerry wusste man nie.
Bevor er an die dicke Holztür klopfen konnte, öffnete sich diese bereits, und ein braunhaariges Mädchen trat schwungvoll und strahlend über die Schwelle. "Du bist wieder da!", sagte sie aufgeregt an Kerry gewandt. "Aéd hat gesagt, dass du kommen würdest, aber er wusste nicht wann. Er hat überhaupt viel von dir geredet." Sie senkte ihre Stimme zu einem vertraulichen Flüstern, und ergänzte: "Ich glaube, er ist furchtbar verliebt in dich." Kerry biss sich bei diesen Worten auf die Unterlippe, und schien unschlüssig zu sein, was sie darauf antworten sollte. Zu ihrem Glück trat eine kleine, rundliche Frau, Aéds Stiefmutter Brigid, aus dem dunklen Flur heraus auf die Schwelle, und legte ihrer Tochter eine Hand auf die Schulter. "Lynet...", schalt sie leise. "Es gehört sich wohl kaum, unsere Gäste auf der Türschwelle mit solchen Themen zu überfallen." Sie lächelte warmherzig, und Oronêl entging die stumme Erleichterung, die Kerry ausstrahlte, nicht. "Seid beide in unserem Haus willkommen. Ich fürchte, Aedir ist noch nicht hier, doch er sollte vor dem Abend zurück sein." Sie warf Kerry einen Seitenblick zu, und ihre Augen funkelten verdächtig.
"Wir nehmen deine Gastfreundschaft gerne an", erwiderte Oronêl. Er hatte befürchtet, sich beim Anblick Brigids und ihrer Kinder schuldig wegen Foraths Tod zu fühlen, doch sie schienen den Verlust einigermaßen überwunden zu haben. "Doch ich fürchte, wir werden nicht allzu lange bleiben können", fügte er ernst hinzu. "Wir haben in Enedwaith Gerüchte über einen Angriff auf Eregion gehört."
"Morgen", sagte Kerry leise. "Wir brechen morgen früh wieder auf." Sie wich Oronêls Blick aus. Er hob eine Augenbraue, sagte aber nichts.
Stattdessen ergriff Brigid das Wort: "Nun, für diese Nacht werdet ihr froh sein, ein Dach über dem Kopf zu haben. Es wird Schnee geben." Sie sagte es in einem Tonfall, als gäbe es keine Zweifel an ihrer Vorhersage, und Oronêl war geneigt, ihr zuzustimmen. Die letzte Stunde hatte er den kommenden Schnee im Wind gerochen.

Sie folgten Brigid durch den dunklen Flur, an den Oronêl sich gut erinnerte, in die warme Küche hinein. Im Ofen brannten munter einige Holzscheite, und die Fensterläden waren fest geschlossen und sperrten die heraufziehende Dunkelheit und die Kälte aus. Oronêl wäre es lieber gewesen, ein wenig vom Himmel sehen, doch als Gast beklagte er sich nicht. Kerry war inzwischen von Lynet in ein Gespräch verwickelt worden, und gab sich dabei betont unbeschwert, doch offenbar bemerkte selbst Brigid, dass ihr etwas auf dem Herzen lag. Aéds Mutter betrachtete Kerry einen Augenblick nachdenklich, bevor sie den Kopf schüttelte und ein wenig traurig lächelte. Sie stellte jedoch keine Fragen - ganz im Gegensatz zu Lynet, die Kerry mit Fragen geradezu überschüttete, als sie erfuhr, dass Kerry nicht nur im Waldlandreich gewesen und den Erebor - wenn auch nur von außen - gesehen hatte, sondern auch ihren Vater wieder gefunden hatte.
"Gibt es Neuigkeiten aus Enedwaith?", fragte Brigid, während Oronêl sich auf einem der hölzernen Stühle niederließ und die Beine ausstreckte. Vermisste er auch den Himmel, zu dieser Jahreszeit war ein warmer Raum nach mehreren Tagen im freien trotzdem sehr willkommen. "Gute", antwortete er knapp. "Ich werde mit der Erzählung warten, bis Aéd hier ist. Ihn dürften die Nachrichten sehr interessieren."
"Das denke ich auch", erwiderte Brigid, und rührte gedankenverloren in einem großen Kessel, der über dem Feuer hing, und von dem sich ein angenehmer Duft ausbreitete. Oronêl fühlte sich ein wenig an Aelwyd und ihren Kessel zurückerinnert, doch gleichzeitig dachte er, dass Aelwyd und Brigid sich im Grunde nicht unähnlicher sein konnten. "Der arme Junge - Mann, sollte ich eher sagen - hat alle Hände voll zu tun, denn die meisten Männer unseres Volkes sind nicht weniger stur und willensstark als mein armer Forath." Sie musste Oronêls Gesichtsausdruck bemerkt haben, denn sie lächelte und fügte hinzu: "Ich gebe dir keine Schuld an seinem Tod, Oronêl, ebenso wenig wie den anderen, die nach Eregion gegangen sind. Forath hatte seinen Weg gewählt, und ich wusste immer, dass er eines Tages für das sterben würde, woran er glaubt. Gibt es denn einen besseren Trost als den Gedanken daran, dass sein Tod eine besser Welt für seine Kinder ermöglich hat?"
Wie gerufen kamen ihre jüngeren Kinder, Henwas und Eryn, in die Küche - besser gesagt kam Eryn in die Küche gestürmt und Henwas folgte ihr mit Leidensmiene, die besagte, dass er, der er fast schon ein Mann war, sicherlich besseres zu tun hatte, als sich für die Spiele seiner kleinen Schwester einspannen zu lassen. Bei Oronêls Anblick stockte Eryn, und warf einen Blick zu ihrer Mutter, die beruhigend lächelte. "Es ist nichts geschehen, meine Kleine", sagte Brigid. "Oronêl und Kerry sind nur während ihrer Reise durch unser Dorf gekommen und machen hier Rast." Offenbar erinnerte Oronêls Anblick das Mädchen daran, dass ihr Vater tot war, und nun konnte er die Schuldgefühle doch nicht unterdrücken.
Kaum dass Brigid ausgesprochen hatte, öffnete sich die Tür zum nächsten Mal, und Aéd selbst trat in die nun ziemlich ausgefüllte Küche. Als sein Blick auf Kerry fiel, strahlte er, und Kerry unterbrach ihre Erzählung mitten im Satz.
"Wie schön, dass ihr hier seid", stellte er fest, und gab dann Brigid einen Kuss auf die Wange. "Und wie ich sehe, ist die ganze Familie bereits hier versammelt." Er lächelte, und schien seinen Blick nicht wirklich von Kerry losreißen zu können. Kerry jedoch hatte sichtlich Mühe, seinen Blick zu erwidern, und sah dann verlegen weg. Oronêl räusperte sich. "Ich hoffe, deine Wunden sind gut verheilt."
Aéd riss sich von Kerrys Anblick los, und antwortete etwas verlegen: "Äh, ja, das sind sie. Und Domnall auch, er... ist schon fast wieder ganz der Alte." Er schwieg einen Moment, und sagte dann ein wenig gezwungen: "Nun... was gibt es neues aus Enedwaith? Hattet ihr Erfolg?"
Oronêls Antwort wurde durch das Geräusch eines umfallenden Stuhls verhindert. Kerry war so abrupt aufgesprungen, dass der Stuhl nach hinten umgekippt war. Sie errötete, und sagte dann: "Aéd können... können wir uns... unterhalten? Ich meine... allein?" Lynet kicherte unterdrückt, und wurde von einem finsteren Blick ihrer Mutter zum Schweigen gebracht, während Eryn Kerry mit offenem Mund anstarrte und Henwas den Blick angestrengt auf das geschlossene Fenster gerichtet hielt. "Ich, äh... natürlich können wir, aber was...", erwiderte Aéd stockend, bevor Kerry ihn am Arm packte, und in Richtung der Tür zog. "Erkläre ich dir dann. Jetzt komm mit."
Aéd hinter sich her gezogen, verließ sie den Raum. Lynet schob sich unauffällig hinter ihnen in Richtung Tür, wurde allerdings von ihrer Mutter aufgehalten. "Es wird nicht gelauscht, junges Fräulein. Das ist eine Sache zwischen Aéd und Kerry - was auch immer es ist." Doch sie konnte ihre eigene Neugierde offenbar selbst nicht vollkommen bezähmen, sondern warf einen fragenden Blick in Oronêls Richtung. Er hob die Schultern, und lächelte. "Wie du sagtest. Das ist eine Sache allein zwischen ihnen - und ich weiß ohnehin nicht, worum es geht." Er wusste tatsächlich nichts. Dass er ziemlich genau zu ahnen glaubte, was in Kerry vor ging, war eine andere Sache...
Kaum
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Sonstiges / Re: Allgemeiner Smalltalk
« Letzter Beitrag von FG15 am 18. Nov 2019, 23:28 »
Registriert: 18. Nov 2009, 12:03
Lokale Zeit:18. Nov 2019, 20:44

hachja... lang, lang ists her..

Sehr cool
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Sonstiges / Re: Allgemeiner Smalltalk
« Letzter Beitrag von Caun am 18. Nov 2019, 22:58 »
Mehr Leben ? Da sehe ich mich :) 
Im Back Boys :3

bzw hoffen, dass 4.5 bald rauskommt, dann kann ich wieder YT machen :D
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Sonstiges / Re: Allgemeiner Smalltalk
« Letzter Beitrag von Firímar am 18. Nov 2019, 21:32 »
Ja, ist iwi traurig. Ansonsten Glückwunsch zum 10. ^^
Hier muss aber echt auch mehr Leben rein. Lass mal n Tag bevor die 4.5 kommt n Com Gespräch machen ^^

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Sonstiges / Re: Allgemeiner Smalltalk
« Letzter Beitrag von Shagrat am 18. Nov 2019, 20:45 »
Registriert: 18. Nov 2009, 12:03
Lokale Zeit:18. Nov 2019, 20:44

hachja... lang, lang ists her..

muss sagen, ich war doch sehr schockiert, als ich vor ner weile was auf der MU nachgeschaut hab und dann gesehen hab, dass Ea seinen Acc gelöscht hat...
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[Edain] Bug Reports / Re: Angmar Bugs
« Letzter Beitrag von Le Sournois am 17. Nov 2019, 22:54 »
Angmar TrollStone Throwers when upgraded with Ice Shot does not do any significant additional damage against Ents. According to The Edainentarmor Set and Edainentheroarmor Set, the frost damage against regular Ents should be significant (135 % of the standard damage), whereas Treebeard and Quickbeam are almost frost resistant (only 25 % of the standard damage).

The bonus works properly against other type of units or heroes like Galadriel.
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Eigene Geschichten / Re: Der Thron von Mittelerde
« Letzter Beitrag von >Darkness< am 17. Nov 2019, 22:24 »
Umbar war eine sehr große Stadt, die direkt am Meer Belegaer lag. Sie war der dreh- und Angelpunkt von Handel und ein wichtiger Platz für Sklavenhändler. Umbar wirkte im Kern wie eine alte Numenorische Stadt, was sie auch einst war, hatte aber viele Elemente der Baukunst des Südens angenommen. So bestand ihre Mauer aus dem typischen Sandstein, die auch die Städte von Harad hatten. Der Palast der Stadt war majestätisch und seine Türme überragten jedes Gebäude. Normalerweise tummelten sich viele Menschen auf der Straße und die Stadt war sehr lebendig, doch diesmal war alles anders:
Eine riesige Armee befand sich vor den mächtigen Toren und war bereit. Bereit zu kämpfen und für die Königin zu sterben, von der die Armee angeführt wurde.  In geordneten Formationen standen die schwarzen Ostlinge auf den Steppenartigen Ebenen vor der Stadt.  Es wurden Katapulte in Position gebracht. Wenn Kiana Vaneryen sich selbst auf der Mauer befinden würde, würde sie wahrscheinlich das entsetzte Gemurmel  der Bewohner hören. Doch sie war es nicht. Im gleichen Moment dachte sie noch an die Worte von Faramir,  dass Umbar nicht wichtig war. Es lebten zweihunderttausend Sklaven in der Stadt und jeder einzelne war für sie ein Grund die Stadt am Meer zu erobern,  um all diese verlorenen Seelen zu befreien. Sie ging entschlossen einige Schritte auf die großen Mauern zu und erhob ihre Stimme:
"Ich komme nicht um eure Männer zu ermorden, eure Häuser niederzubrennen oder eure Stadt zu plündern. Ich komme um euch Sklaven vor den Griffen eurer Meister zu befreien und um jeden Menschen ein erträgliches Leben zu ermöglichen..."
Sie wendete sich an ihre Armee und zeigte direkt auf diese:
"Dies waren alles Sklaven,  von ihren Müttern weggenommen, als brutale Kämpfer trainiert und verkauft worden. Doch ich kaufte sie nicht, ich bot ihnen die Freiheit an, ohne jegliche Verfolgung oder Strafe.  Aber sie blieben.  Denn sie glauben an mich und die Freiheit die ich ihnen schenkte. Sie kämpfen für mich als freie Männer,  um die Welt von Tyrannen zu befreien. Befreit euch selbst von euren Meistern... Ihr seid kein Besitz..."
Viele der Menschen die Sklaven besaßen, wollten die Mauer und das Geschehen verlassen, damit sie und ihre Sklaven den Worten Kianas nicht mehr lauschten. Doch plötzlich ließ die junge Frau die Katapulte feuern. Die Menschen rannten zunächst panisch weg, bis sie verdutzt merkten, dass nur etliche von Ketten auf sie niederregneten. Es waren die Ketten,  in denen die befreiten Sklaven damals steckten. Es dauerte eine Weile bis die Bewohner der Stadt verstanden,  was dies zu bedeuten hatte, doch dann verbreiteten sich die Gerüchte über das Geschehen in der ganzen Stadt wie ein Lauffeuer.
Faramir bewunderte seine Herrin. Sie war anfangs naiv und zurückhaltend, während sie zu einer geborenen Anführerin reifte.
Ein Mann, anscheinend der Herr der Stadt, rief etwas undeutliches zu Kiana.  Doch sie vermutete, dass es nur spöttische Beleidigungen waren. Faramir erklärte: "Er will euch wohl zu einem Duell herausfordern... Er schickt seinen Champion und ihr sollt euren wählen..."
Kiana überlegte und kurz darauf öffneten sich schon für einen Moment die Tore und ein Reiter ritt hinaus. Er posierte vor den Mauern und wurde von seinem Volk bejubelt. Schließlich stieg er von seinem Pferd hinab und urinierte, m die Feinde zu verspotten, in Kianas Richtung. Ein großes Raunen kam aus der Stadt.  "Ihr müsst jemanden wählen, der für euch kämpft. Das ist der Brauch hier in Umbar... Wenn du es verlangst,  werde ich für dich kämpfen!", bot ihr Vertrauter sich an. Kiana war noch angewidert von der Tat des Auserwählten aus Umbar. Beregond ergriff sofort das Wort und sagte: "Ich werde für euch kämpfen, meine Königin! Ich bin ein erfahrener Ritter und würde ihn mit Leichtigkeit töten!"
Kiana war von beiden Vorschlägen nicht begeistert. "Nein, ihr seid beide zu wichtig und ich kann es nicht riskieren die einzige Verbindung zu Mittelerde durch euch zu verlieren..."
Locker schlug Loki vor: "Lasst mich diesen Bastard töten... Wenn ich sterbe verliert ihr nichts, eher im Gegenteil... Die Welt ist befreit von einem weiteren Mistkerl..." Dabei spielte er mit einem Dolch in seiner Hand.
Der jungen Frau gefiel diese direkte und waghalsige Art von Loki. Sie konnte ihm nicht wirklich widerstehen und ließ ihn gewähren. Kurz danach machte er sich schon bereit.
Entsetzt fragte Kiana: "Wollt ihr kein Pferd?" Doch der junge Mann lächelte nur. "Nein, es würde mich nur behindern..."
Sie konnte es nicht glauben. Wieso habe ich mich darauf eingelassen... , dachte sie sich noch. Vor der ganzen Stadt blamiert zu werden konnte sie  nicht gebrauchen.  Der Reiter aus Umbar machte sich bereit und galoppierte auf Loki zu. Dieser warf einen seiner Dolche in die Richtung des Reiter, verfehlte ihn aber. Rasend kam er immer näher. Kurz vor dem Aufprall bückte der Mann der schwarzen Garde sich geschickt, Schnitt dem Pferd in die Beine und der Reiter stürzte samt Pferd zu Boden. Gemütlich und entspannt ging er seinen Dolch holen um dann zu dem Auserwählten  aus umbar zu gehen und den taumelnden Mann den Dolch in die Brust zu rammen. Die Stadt war still. Niemand hatte mit diesem Ausgang gerechnet.
Loki wischte noch das Blut von der Klinge an den Körper des Toten ab und steckte den Dolch weg. Er löste seinen Gürtel und urinierte selbst in Richtung der Stadt. Faramir und Beregond warfen sich skeptische blickte zu, während Kiana sich das schmunzeln nicht verkneifen konnte.
Am Abend des selben Tages befand sich Kiana in ihrem Zelt im Lager. Mina war bei ihr. Beide Frauen unterhielten sich  und kicherten ab und zu. Kiana interessierte sich sehr für die Vergangenheit ihrer Übersetzerin,  die langsam zu einer Freundin wurde.
"Ich wurde früh von meinen Eltern weggenommen. Ich habe wenig Erinnerungen an mein Dorf... Außer der Überfall und der Schöne Sand des rhûnischen Meeres ist in meinem Kopf geblieben...", erzählte die Frau. Kiana horchte auf, als das Meer des Ostens erwähnte wurde. "Du kommst aus Rhûn?", fragte sie erstaunt. Mina nickte und antwortete: "Ja, mein Dorf befand sich östlich vom rhûnischen Meer... Aber ich wurde dann entführt und nach Khand gebracht...." Als sie das erzählte, klang ihre Stimme etwas betrübt.
Bevor die beiden Frauen sich weiter unterhalten konnten, betraten Faramir und Loki das Zelt. Daraufhin verstummte Mina. Sie wendete sich an ihre Königin: "Wenn du erlaubst werde ich Grauer Staub weiter unterrichten, damit er die allgemeine Sprache besser lernt..." Kiana nickte ihr zu und schon bald lief sie aus dem Zelt.
"Verzeih mir für die späte Störung, doch ich habe wichtige Neuigkeiten!", beschwor Faramir.  "Eher gesagt, wir haben wichtige Neuigkeiten!", warf Loki dazwischen. Der engste Vertraute der Königin schenkte dem aber eher wenig Beachtung.  "Grauer Staub und einige der schwarzen Ostlinge konnten unbemerkt durch die Kanalisation der Stadt um den Sklaven Waffen geben! Mit etwas Glück rebellieren sie bald gegen ihre Herren und du kannst die Stadt kampflos einnehmen!", sagte Faramir. Für Kiana waren das gute Neuigkeiten. Wenn die Belagerung kampflos beendet wird und die Stadt in ihre Hände geht, wäre es ihr lieber als schon einige der Soldaten zu verlieren, bevor sie Mittelerde erreicht.
"Ich Danke euch beiden...", sagte sie nickend. Faramir verbeugte sich und sein Blick zu Loki signalisierte ihm, den Vertrauen der König  zu folgen. Doch er geraten ins stocken, als er die Stimme Kianas hörte: "Ihr noch nicht!"
Faramir drehte sich ebenfalls fragend um. "Ich denke ich habe noch etwas mit Loki zu bereden, bevor...". Weiter sprach die junge Frau die Worte nicht aus. Innerlich war Faramir darüber verärgert, vielleicht auch etwas eifersüchtig, ließ sich aber nichts anmerken und verließ das Zelt seiner Herrin weiter wortlos. Kiana setzte sich auf ihr Bett und überschlug ihre Beine. Sie überlegte kurz und fragte dann: "Wie ist eure Geschichte und woher stammt ihr eigentlich?". Dabei musterte sie den jungen Mann genau. Loki verzog das Gesicht. Stets hatte er gehofft, solchen Fragen aus dem Weg gehen zu können. Als er in seinen Gedanken nach Antworten suchte, fand er nichts außer Dunkelheit und Leere. Düster erinnerte er sich daran, wie er von jemanden aufgezogen wurde. In einem fernen kalten Land, dunkel und doch mysteriös. Gleichzeitig kam aber auch ein Gefühl von Angst in ihm. Es stiegen einzelne Erinnerungen auf, Fragmente, nicht bestimmten Dingen zuzuordnen.
Kurzerhand entschied er sich für die bequeme Variante.
"Ich bin der Sohn einer einfachen Hure, die mich in einen Tempel abgab..", antwortete er trocken.  "...Also bin ich nich wie Ihr hoch geboren..". Dabei lachte er verlegen. Kiana lehnte sich zurück und stützte sich dabei auf ihre Arme. Irgendetwas spürte die junge Herrin der Armee, allerdings konnte sie dies auch nicht eindeutig deuten. So schenkte sie dem auch eher wenig Beachtung.  "Aber kämpfen könnt ihr trotzdem...", behauptete sie erstaunt.  Loki ging zwei Schritte auf sie zu und erwiderte: "Ja, ich war früher als Kind viel auf der Straße unterwegs, auch wenn der Ausgang verboten war und da lernt man schon wie man sich verteidigt..."
"Auch noch von klein auf rebellisch!", sagte sie, während sie sich mit dem Zeigefinger an der Unterlippe entlang streichelte. Lokis Augen folgten dem Finger, der seine Herrin nur mit offenem Mund anstarrte.
Kianas Herz klopfte stark und sie hatte das Gefühl, ihr Herz würde aus der  Brust brechen. Ihre Augen wichen nicht von  Loki, als er immer näher kambund sie hoffte nur, dass er das Klopfen nicht hörte und die Aufregung in ihr nicht bemerkte.
Sie wusste nicht, ob es eine kluge Entscheidung war, sich auf den Anführer der schwarzen Garde in jener Nacht einzulassen, doch in dieser Nacht war es ihr vollkommen egal.

Am nächsten Morgen wachte Kiana schläfrig auf. Loki war schon verschwunden. Die junge Frau atmete erleichtert aus, denn von letzter Nacht sollte niemand etwas erfahren. Sie suchte sich ihre Kleidung zusammen, da betrat Faramir stürmisch das Zelt.
"Meine Herrin, ich habe... Oh Verzeih mir!", stoppte er sich selbst, als er Kiana erblickte, die sich nur mit einem Mantel bedeckte.
"Es ist in Ordnung Faramir, was gibt es denn?", fragte sie neugierig. Faramir antwortete rasch: "Die Tore von Umbar wurden geöffnet! Die Herren der Stadt sind durch den Aufstand der Sklaven in die Knie gezwungen worden und sind zu der Einsicht gekommen,  dass es besser ist, dir die Stadt kampflos zu übergeben!"
Kiana nickte ihm zuversichtlich zu.
Als die junge Frau ihr Zelt verließ, waren die Tore der Stadt tatsächlich  geöffnet und ihre Armee zog schon hinein.
Faramir und Beregond ritten ihrer Herrin dicht hinterher, während sie die mächtigen Tore passierten. Auf den Straßen waren viele Menschen versammelt, die den Einzug der Armee feierten und Kiana zu jubelten. Dem Anschein nach,  waren diese aber überwiegend aus der einfachen Bevölkerungsschicht und Sklaven.
Kurz bevor Kiana Vaneryen von ihrem Pferd stieg um die Stufen des Palastes empor zu steigen, wurde von den schwarzen Ostlingen ein großes schwarzes Banner an der Wand des Palastes entrollt,  welches den roten dreiköpfigen Drachen zeigte. Nun herrsche das Wappen der Vaneryens auch über Umbar und der Süden befand sich in der Hand von Kiana.
Am oberen Ende der Stufen angekommen, sah sie einige Menschen an Kreuzen genagelt, die aufgestellt wurden. Es waren wohl die ersten aufständischen Sklaven, die als Bestrafung und zur Warnung aller anderen Sklaven, an die Holzstücke genagelt.
Kiana war entsetzt, denn sie erinnerte sich wieder an das Bild,  welches sie in Ammu-Khand erhielt. Innerlich kochte Kiana vor Wut wegen solchen Taten und kurz darauf wendet sie sich an das Volk:
"Ihr seid jetzt frei und ich werde dafür sorgen,  dass ihr die Gerechtigkeit erfährt, die ihr verdient habt, für die ganzen Jahre in der Sklaverei!"
Die Menschen jubelten ihr sofort zu und Kiana gab Grauer Staub die Anweisung, jeden Meister den sie finden, selbst an Holzlatten zu nageln und aufzustellen. Grauer Staub machte sich sofort auf den Weg um den Auftrag auszuführen.
Beregond missfiel dieser Befehl, er bat seine Herrin auf ein Wort. "In  manchen Fällen ist es besser, der Ungerechtigkeit mit Gnade entgegenzuwirken... Und alle dieser Menschen sind jetzt Eure Untertanen, euer Gnaden...", riet er ihr. Kiana erwiderte sofort: "Ich begegne Ungerechtigkeit mit Gerechtigkeit! Das ist das, was die Menschen hier verdienen..."
Ihre Miene verfinsterte sich. Beregond, der dies sofort bemerkte, war entsetzt, sagte aber weiter nichts.
Am frühen Abend konnte die junge Frau so vom Balkon des Palastes,  auf ihre Stadt hinabschauen. Sie fühlte sich sehr zufrieden, trotz der qualvollen  Schreie, der etlichen ehemaligen Meister.

Die nächsten Wochen ließ Kiana einen Sprecher der ehemaligen Sklaven der Stadt bestimmen,  der für die Sklaven in Ratsbesprechungen sprach. Kiana hörte somit auf die Vorschläge von Beregond und Faramir, aber das ganze Geschehen hatte Unmut unter den Reichen Menschen ausgelöst. So kam es immer wieder dazu, dass Kianas Soldaten auf den Straßen der Stadt angegriffen oder ermordet wurden. Besonders an Orten, wo niemand damit rechnete. So beauftragte Kiana Loki und die schwarze Garde damit,  ebenfalls auf den Straßen zu patrouillieren und verdächtige Personen zu verhaften. Auch Haradris wurde erneut unter Aufständen der Meister und Reichen von ihnen zurückerobert. So befanden sich Kiana, Faramir, Beregond, Grauer Staub und Loki ständig in Beratung, wie sie dagegen vorgehen sollten.
Als die junge Königin von Umbar im Thronsaal auf ihrem Thron saß, der eher einem Stuhl aus Sandstein glich, nahm sie Beschwerden und bitten der Bevölkerung an.
Kiana selbst war entsetzt,  als ein alter Mann dafür sprach,  wieder in die Dienste seines Meisters zu treten. Er sagte, dass er das ganze Leben lang nichts anderes kannte und in einem normalen Leben nicht mehr zurecht kam. Außerdem hatte der Mann Freude daran gefunden, den Kindern der Meister als Lehrer einiges beizubringen.  Vielen anderen Sklaven schien es ähnlich zu gehen. Kiana erlaubte widerspenstig,  dass die Menschen,  die wieder in den Dienst ihrer Meister treten wollten, es durften. Die Bedingungen waren dafür, dass sie nicht mehr wie Sklaven behandelt wurden und selbst bestimmen konnten. Ein weiterer Sprecher war ein junger lockiger Mann, er bittete darum, seinen Vater, der ein Meister war und ans Kreuz genagelt wurde, begraben zu dürfen. Widerwillig willigte die Königin ein, da Beregond ihr dazu riet.
Dann kam ein Mann, der ein Bündel in den Händen hielt, in den Thronsaal.
Vorsichtig legte er das Bündel auf eine der drei Marmorstufen vor dem Thron. Kiana erkannte nun was es war: Ein kleines schwarzes Skelett. Es war verbrannt und schon fing der Mann an zu weinen und sein klagen auszusprechen. Wie alle in Umbar und im Osten von Mitelerde sprach auch er Khandisch. Der Mann erzählte von geflügelten Ungeheuern, die über seinem Hof geflogen sind und Feuer regnen ließen, dass seine Tochter dabei verbrannte.
Die junge Frau war sprachlos. Sie wusste genau dass es sich um ihre Drachen handelte und sie musste etwas unternehmen. Besonders, weil sie die letzte Zeit deutlich gewachsen sind.
Es war schon insgesamt der fünfte Vorfall in den letzten Wochen.  Vorher waren aber nur Ziegen oder andere Weidetiere betroffen, doch jetzt wurde selbst ein Kind angefallen. Sie musste sich also etwas einfallen lassen.
Am Abend ging Kiana erschöpft in ihre Gemächer. Sie zuckte zusammen, als sie plötzlich Loki  dort stehen sah.
"Wie bist du hier rein gekommen?", fragte sie direkt. Er antwortete: "Die Türen sind gut bewacht, aber dafür nicht die Fenster! Oh und hier, ich bin extra weit gereist um dir die schönsten Blumen weit und breit zu bringen!". Dabei streckte er die Hand mit einigen Blumen in ihre Richtung. 
Kiana ging einige Schritte auf ihn zu, ignorierte die Pflanzen  aber und sagte nur trocken: "Mach das nie wieder!". Dann ging sie an Loki vorbei und schüttete sich Wein in einen Kelch.
"Ich dachte jede Frau freut dich über solch Schöne Blumen...", sagte er enttäuscht.
"Das hier sind meine privaten Gemächer,  wenn ich dich hier haben will, dann lass ich dich rufen!", mahnte Kiana.
Loki kniete sich hin und sagte: "Vergib mir, meine Königin,  ich lebe um euch zu dienen!"
Kiana setzte sich auf eine Liege und überschlug die Beine.  "Sag mir warum du hier bist?", fragte sie nun neugierig, während sie an ihrem Kelch nippte. Der Mann erhob sich daraufhin.
"Ich bin zu dir gekommen, um dich um einen Gefallen zu bitten... Ich habe nur zwei Talente in dieser Welt... Krieg und Frauen... Es war eine weiße Entscheidung von euch, nun in Umbar zu sitzen  und zu regieren, eine Entscheidung die ich sehr respektiere...", fing er an.
"...Aber hier in Umbar kann ich meine Talente gar nicht ausleben..."
Kiana unterbrach ihn: "Ich habe die schwarze Garde angeheuert, damit sie in den Straßen patrouilliert und die Rachemorde stoppt, die durch eine  noch unbekannte Gruppe verübt werden... "
"Du hast uns eher damit beauftragt Ritter deiner Armee zu sein und das sind...", warf er gerade hinein , da erwiderte Kiana sofort: "...Und du fragst nach Frauen? Hier in Umbar gibt es tausende...". Ihr Tonfall klang dabei genervt.
Loki antwortete nur: "Es gibt nur eine Frau, die ich begehre und sie will mich nicht wirklich ..."
Erstaunen brach in der jungen Königin aus. "Du hast mir deine Seele geschworen...", sagte sie.
Der Anführer der schwarzen Garde erwiderte: " Meine Seele ist dein, bis zu dem Tag,  an den ich sterbe..."
"Und wenn ich dir also befehle in Umbar zu bleiben und in den Straßen zu patrouillieren? ", fragte sie provokant, doch Loki sagte nur: "Dann bleibe ich in Umbar und patrouilliere auf den Straßen ..."
Kiana war überrascht. Sie sah die Ehrlichkeit in seinem Blick. "Schick mich los um jeden deiner Feinde zu töten, egal wo, Schock mich los, damit ich das machen kann, was ich am besten kann!"
Sie erhob sich daraufhin und schüttete sich erneut Wein ein. "Sehr gut.. Dann tu das was du am besten kannst!", sagte sie dabei entschlossen.
Als sie sich setzte, nahm sie erstmal einen ordentlichen Schluck und sagte dann: "Dann lass deine Kleidung fallen!"
Loki konnte sich das Grinsen nicht zurückhalten und er tat dies was seine Königin ihm befahl.
Kiana gefiel der Anblick nur zu gut und nippte noch ein bis zwei mal an ihrem Kelch.

Am nächsten Morgen ging Loki fröhlich aus den Gemächern der Königin. Die Blicke der Wachen vor der Türen waren verdutzt, denn sie hatten ihn ja nicht hinein gelassen. Er aß einen Apfel, während er fast in Faramir lief.
"Oh, Faramir vom Blute der Numenorer! Seid ihr hier um unser Königin zu sehen?", fragte er verlegen.
Er antwortete nicht sondern sah ihn nur seltsam und fragend an.
"Sie ist jedenfalls in guter Stimmung!", fügte er noch hinzu und verschwand in den Gängen des Palastes. Faramir fragte sich, was er meinte, doch im Endeffekt konnte er es sich denken.
Als er die Gemächer seiner Königin betrat, stand sie vor einem Tisch und sah auf eine Karte der Stadt.
"Meine Königin...", fing er an.
"Du bist früh hier!", erwiderte sie. Faramir antwortete mit gedämpfter Stimme: "Später als andere..."
Kiana erahnte, dass er Loki getroffen hatte. Sie wusste , dass Faramir sie sehr gern hatte und deshalb wollte sie auch nicht, dass jemand was von den Abenteuern mit Loki mitbekam.
"Du befürwortet das nicht?", fragte sie ins blaue.
Faramir kam einige Schritte näher: "Es ist keine Frage der Befürwortung , es ist eher eine Frage von Vertrauen..."
In der Stimme der jungen Königin lag schon eine gewisse Verärgerung: "Du befürwortest es nicht, noch vertraust du...".
Faramir erwiderte erneut rasch: "Nicht bei einem Söldner..."
Kiana musste kurz lachen und konterte: "Warst du auch im Dienste der Purpurnen Garde in Dorwinion, bevor du mir die Treue geschworen hast?"
Faramir stimmte ihr zu. "Und trotzdem vertraue ich dir!", sagte sie.
"Ja, aber Loki tötete seinen Anführer, und warf seinen Kopf zu deinen Füßen,  als er gelangweilt von ihm war, wie kannst du in solch einen Mann dein Vertrauen stecken?"
Kiana stoppte ihn sofort und antworte: "Ich würde niemals mein Vertrauen in einen Mann wie Loki stecken... Das ist auch der Grund warum ich ihn zurück nach Haradris geschickt habe, um die Stadt zurück zu erobern..."
Faramir war erstaunt.  "Ohne deine Anwesenheit,  werden die Meister doch nur darauf warten, dass die Eindringlinge  wieder verschwinden und die Stadt wieder an sich nehmen..."
Kiana seufzte nur und erwiderte: "Und genau deshalb habe ich Loki damit beauftragt jeden einzelnen Meister hinzurichten... Die Meister nehmen den Eltern ihre Kinder weg, machen aus den jungen Soldaten oder Sklaven und den Mädchen wird die Kunst der Verführung von  alten Männern  beigebracht... Sie behandeln Menschen wie Bestien, wie du selbst gehört hast!"
Faramir hatte dafür nicht wirklich Verständnis, er kannte solch ein handeln nicht.  So tat er auch seinen Unmut kund: "Aber die Meister in Käfige zu treiben um sie dann zu tausenden abzuschlachten, ist auch Menschen wie Biester behandeln... Die Sklaven die du befreitest, werden nur die Brutalität kennen... Wenn ihr wollt, dass sie noch etwas anderes als das kennen,  müsst ihr ihnen etwas zeigen!"
Die junge Königin war skeptisch. "Also soll ich die Sklavenhalter und Händler mit Güte behandeln? Gut, also nur eine Warnung aussprechen?", dabei klang sie sarkastisch.
Faramir antwortete: "Es ist einfach und verlockend all deine Feinde als böse anzusehen... Aber es ist auf beiden Seiten immer etwas gutes und böses im Krieg..."
"Priester können über gutes und schlechtes diskutieren, aber die Sklaverei ist echt und ich werde sie beenden!"
"Ich verkaufte damals selbst Menschen um überleben zu können...", mit den Worten ging er einige Schritte auf Kiana zu, die dann aber seinen Arm griff.
"Und jetzt zeigst du mir wie man sie befreit und schenkst ihnen Freiheit!"
Faramir erwiderte getroffen: "Ich wäre erst gar nicht hier bei dir, wenn die Fürsten von Mittelerde das mit mir gemacht hätten, was du mit den Meistern hier macht..."
Kiana antwortete zunächst nicht. Sie hatte das ganze Ausmaß gar nicht so sehr wahrgenommen. Sie überlegte kurz und erinnerte sich dann: "Der Mann der zu mir kam... Der, der seinen Vater begraben wollte..."
"Hustan Lr'obak....", half Faramir seiner Herrin auf die Sprünge.
"Er wird mein Botschafter sein und nach Haradris reisen... Er soll den Meistern dort sagen, dass sie die Chance haben,  in meiner neuen Welt zu leben,  oder in ihrer alten zu sterben!"
Der Vertraute der Königin musste lächeln. Er war zufrieden dies zu hören,  denn er kannte Kiana anders, nicht als blutrünstige Tyrannin.
"Dann sollten wir schnell Loki aufhalten und sag ihm, dass ich meine Meinung geändert habe..."
Der Mann verneigte sich vor ihr. "Wie du wünschst, meine Herrin!". Er drehte sich um und wollte gerade die Gemächer verlassen. Kiana überlegte noch und rief ihm hinter her: "Nein... sag ihm du hast meine Meinung geändert!"
Er verneigte sich erneut und ging zufrieden.

Tatsächlich beruhigte sich so etwas die Lage. Die Morde in Umbar wurden zunächst weniger und auch Haradris befand sich wieder in der Hand von Kiana Vaneryen.
Die schwarze Garde huldigte und lobpreiste Kiana Vaneryen ständig mit Rufen oder Gesängen. Sie führten ebenfalls das Banner des roten dreiköpfigen Drachen auf schwarzem Grund mit sich und nannten sich nun die Drachengarde. Mit Fahnen und Trommeln liefen sie ab und an durch die Stadt. Dadurch, dass sie eine solche Zugehörigkeit zu Kiana hatten,  verloren sie auch den Söldner-Status und wollten das auch nicht mehr sein.
Loki führte die Königin oft an Orten, an denen niemand das Techtelmechtel zwischen ihnen bemerkte, in Versuchung. Sie war stets bemüht sich nicht darauf einzulassen und auch verärgert, doch konnte sie es nicht lassen.
Mal war es im Thronsaal, der gerade leer war, oder auch nur in den Gärten des Palastes. Kiana war froh, dass aber niemand etwas bemerkte vor allem nicht Faramir.
Sie wollte ihren engsten Vertrauten und Freund nicht verletzten. Dafür war er ihr auch viel zu wichtig. Alleine schon für die Eroberung von Mittelerde. Dachte sie zumindest...

Schnell wurden die erfolgreichen und zufriedenen Tage von Trübsal verdeckt, denn Kiana wurde über den Brief an Faramir,  der aus Minas-Tirith stammte aufgeklärt. Die junge Frau war zutiefst bedrückt und enttäuscht. Von allen Menschen um sie herum, hat sie einen Verrat am wenigsten von Faramir erwartet.
Schleunigst ließ sie ihn in den Thronsaal rufen.
Nie kann etwas reibungslos verlaufen... , beschwerte sich Kiana innerlich.
Als der Mann den Thronsaal betrat, versuchte er noch näher an sie ran zu kommen,  doch Grauer Staub, verdeutlichte damit, dass er seinen Speer vor ihm hielt, dass er die nicht zu ließ.
"Warum hat der Usurpatordich begnadigt?", fragte Kiana direkt. Sie war zu tiefst enttäuscht und das war deutlich hörbar.
"Wenn wir nur alleine sprechen können...", fing er an, aber Kiana verneinte dies ziemlich schnell: "Nein, sprich hier zu mir... Erkläre es mir...".
"Wer, denkst du, hat diesen Brief hier in den Süden geschickt?  Wer würde davon profitieren? Es ist das Werk von Imrahil Imrazor, der uns trennen will...".
Faramirs Stimme wurde zuttrig: "...Wenn wir uns bekämpfen, können wir nicht gegen ihn kämpfen..."
"Die Begnadigung wurde unterzeichnet, in der Zeit, als wir uns das erste mal trafen... Also Warum wurdest du begnadigt, es sei denn es ist gefälschte... ", wollte die junge Frau wissen.
Faramir schwieg zunächst. Dan aber erwidete er: "Es ist nicht gefälscht..."
"Warum dann?"
"Ich habe Briefe zu Saruman den Weißen geschickt, den Meister der Spione on Minas-Tirith....", antwortete Faramir. Langsam entwickelte sich das Gespräch eher zu einem Verhör:
"Was war der Inhalt der Briefe?", fragte Kiana.
Faramir antwortete zögerlich: "Informationen..."
"Was für Informationen?"
"Am Tag der Flucht aus Mistrand, war es geplant dich an einen, für Imrahil, ungefährlichen Häuptling eines weit entfernten  Stammes in Khand geplant...", fing er an.
Kianas Miene verfinsterte sich. Sie war innerlich so sehr verärgert, denn sie vertraute ihm so viel an.
Ihre Stimme wurde so langsam lauter: "Es war auch noch abgemacht mich zu verkaufen? Und du hast ihm von Abbas und Darius erzählt?"
"Meine Königin..."
"Nennt mich nicht so... Habt ihr das getan?"
Faramir senkte seinen Blick und seine Stimme wurde leise: "Ja..."
Die junge Königin erhob sich von ihrem Thron und ging einige Schritte auf Faramir zu.
Dabei zählte sie einige Dinge auf: "Die Männer in Perseus haben mich überfallen aufgrund deiner Information..."
"Und ich war da, um dich zu retten..."
Sie ging eine Stufe weiter nach unten: "Mempatis hat mich verraten, wollte mich umbringen und Darius ist für mich gestorben, wegen deiner Informationen..."
"Ich habe euch dort rausgeholt...", antwortete er schnell.
"Weil du wusstest, man wird mich töten wollen...", konterte sie verärgert.
"Nein, ich habe es nur erwartet...", seine Stimme war schon recht dünn.
Kiana schüttelte den Kopf und sprach die Worte aus,  die sie hoffte niemals zu sagen: "Du hast mich von Anfang an verraten!"
Sie klang dabei leer und auch ihre Augen glänzten. Die junge Frau spürte, wie die Tränen in ihre Augen liefen.
Faramir ging auf die Knie und bat nur um Verzeihung: "Meine Königin,  bitte... Ich wollte nur meinen Bruder schützen... bitte.."
"Du hast Geheimnisse an den Mann verkauft, durch den mein Vater gestorben ist, der die Kehle meines Bruder Aranion durchgeschnitten hat... An den Mann der meine Familie vernichtet hat...", sagte sie vorwurfsvoll. Dabei fingen die Wandteppiche und Banner an zu wehen. Es war wieder dieses Gefühl, dass ihr innerlich schmerzen verursachte. Dieses Gefühl hatte sie damals, als sie klein war und es unbekannte Kräfte in ihr auslöste. Sie wusste, dass es gefährlich war, da sie es nicht kontrollieren konnte. Aber ebenso wenig konnte sie es beeinflussen, dass es stoppte.
Faramir warf nur dazwischen : "Ich habe dich stets beschützt... Habe für dich getötet..."
"Und du willst das ich dir vergebe...", dabei fühlte sich Kiana schlecht. So schlecht, wie sie sich lange nicht mehr fühlte.  Sie fragte sich,  wie Faramir es sich anmaßen konnte, noch in ihrer Gegenwart zu sein.
"Ich habe dich geliebt...", behauptete er mit gesenkten Kopf. In der jungen Frau kam das Gefühl des Unverständnis.
"Liebe... Wie kannst du das überhaupt wagen zu mir zu sagen?", sie überlegte danach nicht lange: "Jeder andere Mann wäre von mir hingerichtet worden, aber dich möchte ich weder lebendig noch tod in meiner Stadt haben! Geh zurück zu deinen Meistern in Minas-Tirith und nimm deine Begnadigung an..."
Faramir versuchte noch einmal sie zu berühren "Kiana, bitte!",  doch sie zog ihre Hände weg und auch Grauer Staub und Beregond gingen einige Schritte auf ihn zu.
"Wage es dich niemals wieder mich zu berühren, oder meinen Namen auszusprechen! Du hast bis zur Dämmerung Zeit,  deine Sachen zupacken und die Stadt zu verlassen... Sollte man dich noch am nächsten Tag finden, werde ich dafür sorgen, dass dein Kopf in Belegaer geworfen wird!"
Auch Faramir verspürte nach diesen Worten eine gewisse leere in sich.
"Geh! Jetzt!", befahl Kiana noch, während dabei ihre Stimme versagte. Der Mann aus Gondor wusste, dass es sinnlos war,  weiter zu versuchen, Kiana zu überzeugen. Er war in gewisser Weise sauer auf sich selbst, doch es war sein eigenes verschulden, auch wenn er damals noch nicht wusste, wie gutherzig seine Königin war.
Ich habe mich getäuscht und er hat mich zutiefst veretzt...
Mit gesenktem Kopf verließ er den Thronsaal. Aber zügig packte er seine wichtigsten Sachen zusammen, bevor er die Stadt verließ. Als er schließlich aus der Stadt ritt, blickte er nochmal zurück zum Palast und trabte davon.

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[Edain] Support / Re: "Error"-Meldung nach Aktualisierung
« Letzter Beitrag von Firímar am 17. Nov 2019, 00:02 »
https://modding-union.com/index.php/topic,35447.0/topicseen.html

Ist zwar auf Englisch und von der Community, aber immerhin hats so für Edain 4.4.1 wieder die Angmarkampagne :)
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[Edain] Support / Re: "Error"-Meldung nach Aktualisierung
« Letzter Beitrag von Fíli am 16. Nov 2019, 21:43 »
Ist beabsichtigt, es gibt momentan keine Kampagne in der Edain Mod.
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[Edain] Support / Re: "Error"-Meldung nach Aktualisierung
« Letzter Beitrag von Merlo am 16. Nov 2019, 21:25 »
Im Hauptmenü kann ich z.B. dann auch keine Kampagne mehr spielen. Es wird mir nur Gefecht, Ringkrieg und Spiel Laden angezeigt. Ist dies so beabsichtigt?
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