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Der Thron von Mittelerde / Nord-östlich der Evendim Hügel(Arnor)
« Letzter Beitrag von >Darkness< am Heute um 15:03 »
Nord-östlich der Evendim Hügel

Octavia im Lager der Armee von Arnor…


Octavia hoffte noch weiter beständig darauf, dass Indro überlebt hatte. Wenn die Pascima-Rebellen nicht da gewesen wären, hätte sie es rechtzeitig geschafft. Stattdessen wurde sie gefangen genommen. Sie musste dringend mit Robben sprechen. Sie musste wissen was während der Schlacht passiert war.
Als sie das Lager mit Hildamar und seinen Männern erreichte, machte sie sich sofort auf den Weg, um Robbens Zelt aufzusuchen.
Mit schnellen Schritten stürmte sie hinein, hatte schon etliche Vorwürfe auf der Zunge liegen. Doch sie musste feststellen, dass der junge Fürst gar nicht in seinem Zelt war. Sie seufzte. Wie sollte sie ihn unter all den Männern im Zeltlager finden? Octavia sah sich etwas um. Auf einem Tisch lagen viele Schriftstücke. Viele von ihnen trugen das Wappen der Familie Stark von Angmar und die Unterschrift von Lady Lynn. In den meisten tauschten sie sich scheinbar über die Lage des gesamten Nordens aus, über Gold und Soldaten. Alles für Octavia eher uninteressant. Ein Brief erregte allerdings doch ihre vollste Aufmerksamkeit und ließ sogar ihr Herz für einen kurzen Moment stocken. Lady Lynn sprach in diesem Schriftstück über die Befreiung des gesamten Nordens und von einer Hochzeit, die Angmar und Arnor gegen Kiana Vaneryen und auf alle Zeit vereinen sollte. Und wortwörtlich sprach sie über die Hochzeit von Robben Rogwyne und Lynn Stark, die er sogar schon zugestimmt haben musste. Auch schien Robben vorher etwas von einer Waffe gesprochen zu haben, da Lady Stark darauf antwortete und erfreut war endlich, dass sie etwas hatten, was gegen die Krone und Kiana half.
Octavia war mehr als getroffen, als sie die Worte las. Noch am Vorabend hatte sie für einen kurzen Moment gedacht, dass Robben doch wirklich etwas für sie empfand. Wahrscheinlich irrte sie sich wie so oft nur wieder und er sah sie, wie all die anderen, nur als Mittel zum Zweck, bei der Robben nicht abgeneigt war, sie zwischendurch in sein Bett einzuladen. 
Dieser Mistkerl.., ärgerte sie sich innerlich. Auch wenn sie nicht ganz wusste warum. Immerhin hatte er ihr nichts versprochen und nicht gesagt, dass er sie liebte und alleinstehend war. Doch sie hatte wieder all seine Berührungen, seinen Geruch und seine Blicke im Sinn. Wie konnte ich mir auch nur etwas darauf einbilden… Ich bin eine Kriegerin… Für mich ist so etwas sowieso falsch und macht mich nur schwach…, spielte sie es nur enttäuscht herunter.
"Du bist eine Frau, der man nicht vertrauen kann…", hörte sie plötzlich die Stimme Robbens hinter sich, die sie erstarren ließ. Octavia hoffte, dass der junge Fürst nicht sah, dass sie in seinen Briefen stöberte. Doch wahrscheinlich war es naiv zu glauben, er hatte erst vor kurzem den Raum betreten.
Verdammt! Sie fühlte sich mehr als ertappt und biss sich nervös auf der Unterlippe herum. Was sollte sie auch dazu sagen.
"...Du bist eine Frau, die Männer verrückt werden lässt…", sagte er weiter, während er näher auf Octavia Schritt, die ihn noch weiter erschrocken anstarrte. Sie  fragte sich was er damit meinte und schwieg zunächst.
"War es von Anfang an nur dein Plan, mich gefügig machen, damit du abhauen konntest?", hakte er mit hochgezogenen Augenbrauen nach.
"N-nein!", entgegnete sie sofort. "Ich wollte die Schlacht abwenden… Indro wollte sich ergeben…".
"Und dann lässt er dich entführen? Das hat ja scheinbar einwandfrei funktioniert!", stellte Robben mit einem Lächeln fest.
"Es war nicht Indro! Es waren Pascima Rebellen!", verteidigte sie ihren ehemaligen Mentor. 
"Das ist bedauerlich…".
"Ja, er und die Utarra-Rebellen sind jetzt umsonst gestorben, obwohl er sich dir unterwerfen wollte!", fauchte Octavia.
"Indro ist nicht tot… Ich wusste doch, wie sehr du an ihm hängst… Er und viele seiner Leute haben schnell kapituliert…", erwiderte Robben ruhig.
Indro nicht tot ? Diese Nachricht freute sie natürlich. "Wo ist er?", wollte sie direkt wissen.
"Er wurde mit einigen anderen nach Fornost gebracht…".
Octavia seufzte erleichtert. Sie wunderte sich nur über seine Aussage. Warum sollte er sich darum kümmern wer ihr wichtig war? Nachdem sie die Briefe las und so wie er herüber kam, war er ja sonst eher egoistisch eingestellt. 
"Aber warum hast du überhaupt angegriffen, anstatt auf mich zu warten?", fragte sie verdutzt. 
 "Weil ich dachte dir sei etwas zugestoßen…".
"Ja und was interessiert es dich wenn ich sterbe? Ist das nicht das was du eigentlich willst?", hakte sie weiter. Der junge Mann lächelte sie daraufhin an und lehnte sich an den Tisch. "Ich kann dich jetzt nicht sterben lassen…".
"Ach stimmt… Ich bin nur ein Mittel zum Zweck…", keifte sie. Robbens Blick wurde ernst und er verschränkte seine Arme.
"Ich kümmere mich um deine lieben… Mache mir Sorgen um dich… Und trotzdem hasst du mich, entstellst mein Bild und kritisierst mich…", beschwerte er sich und sah getroffen drein.
"Du hast doch keine Ahnung…", entgegnete Octavia betrübt. Sie spürte wie ihre Augen glasig wurden, versuchte es allerdings zu unterdrücken. Vor dem jungen Fürsten zu weinen war das letzte was sie wollte.
"Was ist wenn das alles vorbei ist oder ich dir nicht hilfreich bin? Dann ist es dir egal wenn ich sterbe ?", fragte sie mit brüchiger Stimme. "Du heiratest Lady Lynn… Und was ist dann? Was ist mit den übrigen Rebellen und… mit mir?".
Der junge Fürst ging einige Schritte auf sie zu und hielt mit seiner linken Hand ihre Hüfte und seine rechten legte er an  ihr Gesicht.
"Du bist das wunderschönste, was mir jemals passiert ist!", hauchte er sie an, während seine rechte Hand an ihren Hinterkopf wanderte. Octavia sah zu ihm auf.  Die junge Frau wunderte sich über die Worte. Wollte er sie nur wieder um den Finger wickeln?
"Ich bin dazu geneigt, das Versprechen mit Lady Stark zu brechen, weil du so wundervoll bist...".
Octavia spürte, wie die linke Hand Robbens an ihr Gesäß wanderte. 
"...Und dazu trägst du das Blut eines Miars  in dir… Wir sollten heiraten und zusammen die Welt verändern!".
Octavia war eigentlich keine Frau, die sich an einen Mann binden wollte. Aus welchen Gründen auch immer, war sie in diesem Moment davon nicht abgeneigt.
"Ich liebe dich…",  rutschte es ihr heraus, "...Und ich weiß dass du mich liebst…".
Die beiden küssten sich und landeten schließlich auf dem Boden, sodass Octavia auf ihn war. Sie wusste, dass es für den ganzen Plan eine schlechte Sache war, ich ausgerechnet in ihn zu verlieben. Aber sie konnte nicht anders, egal wie sehr sie sich innerlich dagegen wehrte.

Am Abend saß Octavia mit Robben und seinen Hauptmännern an aufgestellten Tisch und aßen gemeinsam. Octavia saß direkt bei Robben. Die Hauptmänner aus Arnor und Angmar sprachen und scherzten über die Schlachten. Die junge Frau schwieg die meiste Zeit. 
"Wenn ihr König von Arnor seid, mein Lord, dann wird das Land wieder aufblühen so wie damals in den alten Zeiten!", rief einer der Hauptmänner mit hochgehaltenen Becher. Die anderen jubelten ihm zu.
"Das einzige was mich verärgert ist, warum dieses Mädchen an unserem Tisch sitzt…".
Octavia hörte schon gar nicht mehr hin. Sie kannte die üblichen Anfeindungen der Menschen im Norden aufgrund ihres Vaters schon.
"Nun…", fing Robben an, "...Bald schon werdet ihr sie als eure Königin  von Arnor kennen… Meine Frau!".
Octavia verschluckte sich fast, als sie gerade einen Schluck trank und er seine Absichten preisgab. Der jungen Frau blieb nicht aus, mit welcher Überzeugung er dies sagte und mit einer zufriedenen Tonlage. Allerdings fragte sie sich nur, ob er einfach nur befriedigt des Beischlafs wegen war, oder ob er es wirklich ernst meinte. Sie selbst hatte das schon fast vergessen. Immerhin wusste sie, dass es sicher keine gute Idee war, wenn sie noch mit den anderen Rebellen Pläne schmiedete. Auch wenn sie deshalb inzwischen gegenüber Robben ein schlechtes Gewissen bekam.  Unter den Anwesenden brach großes getuschelt aus. Octavia selbst war das etwas unangenehm.
"Mein Lord, ihr habt Lady Lynn schon ein Versprechen gemacht… Wo wäre unsere Ehre, wenn wir nicht uns nicht daran hielten!", warf Hildamar ein.
"Ich kann euch verstehen, Lord Rogwyne. Sie ist äußerst hübsch und ich wäre nicht abgeneigt das Bett mit ihr zu teilen…", sagte ein weiterer Hauptmann und lachte dabei, "...Aber ihr dürft nicht vergessen wer sie ist: Die Tochter eines Maiars und Halbschwester von Königin Kiana!".
Octavia ahnte schon, dass es wieder Konflikte verursachte. Als sie zu Robben sah, bemerkte sie seinen finsteren Blick.
"Ich kann das so nicht hinnehmen! Deshalb werde ich mit meinen Männern nach Angmar zurückkehren! Ich bin dem Hause Stark treu und kann es nicht dulden, wenn ihr euch mit einem Monster vermählt…", sagte ein weiter der Hauptmänner. Er erhob sich und und verließ den Tisch. Weitere standen auf und folgten ihm. Octavia vermutete, dass es wohl die anderen Anführer aus Angmar waren. Plötzlich herrschte eine unglaubliche Stille.
"Mein Fürst, ihr könnt es nicht ernst meinen… Sie ist ein Monster… Ist kein Mensch…", fing Hildamar an.
"Lady Lynn ist im Vergleich zu mir eine alte Frau und... Hinterfragt ihr etwa meine Entscheidungen, Lord Rohstt?", entgegnete Robben genervt.
"Mein Herr… Ihr könnt euch nicht euren Gelüsten hingeben… Ihr seid kein Junge mehr! Ihr habt Verantwortung!", schrie Hildamar Rohstt schon fast.
Octavia beobachtete Robben weiter. Er sah wütend aus und spielte mit einem Messer in in seiner Hand herum, indem er es imme wieder in den Tisch drückte. 
"Ich bin euch dankbar, dass ihr meiner Familie immer treu wart und mir so vieles beibrachtet, Hildamar…  Ich denke ich habt aber langsam ausgedient…", schimpfte der junge Fürst.
"Habt ihr den Verstand verloren? Dieses Mädchen hat euren Kopf total verdreht… Ihr seid verrückt...Ihr solltet vielleicht in euer Bett gehen…".
Im selben Moment sah Octavia nur, wie ein Messer an ihr vorbei flog und in Hildamars Brust landete. Erschrocken sprang sie auf und starrte auf das Geschehen. Der alte Mann hielt sich seine Wunde und sackte zu Boden.
"Wie mir scheint gilt die Treue von einigen nicht mir, sondern vielmehr Lady Lynn! Wir wollen Arnor wieder auferstehen lassen und dabei können wir niemanden gebrauchen, der uns daran hindern will!", rief er laut. "Wer braucht schon die alten Fürsten, egal ob von Angmar oder Arnor… Wir werden gemeinsam Arnor erstarken lassen! Versteckt ihr euch auch hinter der alten Ehre und riskiert den Verlust des Ziels, oder steht ihr hinter eurem König und kämpft für mich, koste es was es wolle?".
Die Hauptmänner erhoben sich, zogen ihre Schwerter und riefen immer wieder den Namen Robbens.
Auch wenn Octavia noch schockiert war, faszinierte sie der junge Fürst. Einmal weil er scheinbar hinter ihr stand -damit war er ja fast der einzige- und zum anderen, dass er seine Männer trotz allem auf seine Seite ziehen konnte.
Für sie selbst war es gleichzeitig gut, da sie das Vertrauen Robbens genoß und sich seine Armee gleichzeitig  scheinbar verkleinert hatte. Sie musste dringend mit Phelan Belatan sprechen, sobald sich die Möglichkeit ergab…


Octavia im Lager der Armee von Arnor…

2
Der Thron von Mittelerde / Minas-Tirith, Weiße Festung (Gondor)
« Letzter Beitrag von >Darkness< am Gestern um 21:07 »
Minas-Tirith, Weiße Festung (Gondor)

Kiana auf dem Fest im Palast von Minas-Tirith …


Kiana duckte sich aus dem Reflex heraus, als die großen Türflügel durch die Explosion aus ihren Angeln gerissen worden waren und die dichten dunklen Rauchschwaden den Saal füllten. Viele der anwesenden Gäste rannten panisch umher und suchten einen Ausgang. Einige lagen leblos am Boden, oder räkelten sich vor Schmerz.
Als die Attentäter brüllend den Saal stürmten, empfand Kiana sich selbst als Hilflos. Sie sah zu Sanya, die gerade gegen einen der Angreifer kämpfte. Die Königin realisierte das ganze Geschehen noch gar nicht richtig. Auch durchdrang ein lautes Piepsen ihre Ohren.
Ihre Wachen schienen entweder selbst durch den Saal geschleudert worden zu sein oder rafften sich selbst gerade auf.  Selbst Loki befand sich bei denen, die am Boden lagen und versuchte wieder auf die Beine zu kommen.
Weitere maskierte Männer stürmten in den Saal und fixierten Kiana mit ihren Blicken. Brüllend und schreiend stürmten sie mit gezogenen Waffen auf die Königin zu. Panisch sah sie sich um. Keiner war in ihrer Nähe um sie zu verteidigen. Selbst Sanya befand sich mitten im Kampfgetümmel. Ein Schwert lag in ihrer Nähe, doch ihr war bewusst, dass sie eher wenig damit ausrichten konnte. Zwar hatte ihr Ziehvater sie widerwillig den Schwertkampf erlernen lassen, aber da war sie noch sehr jung. Das letzte mal dass sie ein Schwert in ihren eigenen Händen hielt war in der Schlacht gegen Melkor, als Faramir sie beschützte und sie irgendwie versuchte ihm zu helfen. Das ging alles andere als gut aus. Somit war dies eher sinnlos. Die Männer übermannten sie sowieso im Handumdrehen. 
Sie dachte an ihre Kräfte , die sich bisher aber eher nicht kontrollieren ließen und im Moment ein Zufallsereignis waren.
Sie versuchte sich zu konzentrieren und dachte an die Worte des Istari Saruman, der ihr beibrachte kontrolliert mit ihren Kräften umzugehen. Zunächst schien alles vergeblich zu sein. Doch in jenen Moment, als sie ihr eigenen Gedanken und ihr eigenes Leben los ließ, weil sie mit einem Hieb des Gegners rechnete, durchdrang sie die vertraute Wärme, die aus ihrer Körpermitte kam. Ein leichter Windzug hauchte durch den umkämpften Saal und ließ die silbernen Haare der Königin wehen. Sie streckte schwer atmend ihre Hand in die Richtung des Angreifers und öffnete im selben Moment die Augen. Der Mann flog daraufhin auf die andere Seite des Raumes. Dann ließ sie immer wieder weitere Männer durch Geisterhand durch den Saal fliegen, die zusätzlich wie von einer unsichtbaren Klinge getroffen worden waren. Die junge Maiar sah zu Sanya, die gerade die Schwertschläge eines Attentäters parierte. Um ihr zu helfen riss sie den Mann mit ihrer Kraft zu Boden, sodass die Oberkommandantin ihm den Dolch in die Brust rammen konnte. Natürlich hatte sie die Frau im Kopf und Angst um das Leben Sanyas. Das sorgte aber mehr dafür, dass sie in ihrem Rausch jeden der Männer töten wollte.
Mittlerweile war Loki bei Kiana und zerrte wie verrückt an ihr herum.
"Komm, wir müssen hier weg!", hastete er, "Grauer Staub wird sich um den Rest kümmern!". 
Auch wenn Kiana eigentlich nicht gehen wollte ,und vor allem Sanya nicht alleine lassen wollte, ließ sie sich einige Schritte von ihm mitziehen. Ein paar der Ostlingwachen kamen ebenfalls zu ihr um ihre Königin zu beschützen.
"Nein!", entgegnete Kiana schließlich bestimmend und wollte selbst wieder in das Geschehen eingreifen. Mit ihren Kräften fällte sie auch den letzten Feind der im Saal verzweifelt versuchte sich noch um sein Leben zu rennen. Mehrere male schlug sie ihn mit ihrer Kraft gegen die steinerne Wand und schien ihm langsam die Luft abzuschirmen, sodass er gurgelnd und Blut spuckend starb.
Kiana blieb nicht aus, dass ihre innere Macht sie aufzerrte, sodass sie sich mehr als erschöpft fühlte. Vorsichtig und schwer atmend sah sie sich um. Noch immer lagen einige der Gäste auf dem Boden. Auch das Essen und die Dekorationen waren über den ganzen Saal verteilt. Der Marmorboden war von Staub und Dreck bedeckt. Die Königin konnte sich nicht erklären, wie der Attentatsversuch doch erfolgreich war. Die Verdächtigen wurden doch geschnappt. Scheinbar hatten ihre Feinde damit gerechnet, dass sie beobachtet worden waren. Sie war mehr als entsetzt. Es sollte ein friedliches Fest werden und wieder einmal versuchten Verräter sie umzubringen. Wieder waren es Menschen, die die gütige Herrschaft der Königin nicht schätzten.
Kiana wurde mehr als wütend. Trotz des besorgten, aber sanften, Blickes Sanyas, ließ sie sich nicht wie sonst davon aufheitern. Die Oberkommandantin schien ebenfalls außer Puste zu sein und war voller Staub, Blut und Ruß.
Deprimiert betrachtete Kiana den Torbogen des Palastes, der starke Schäden davon getragen hatte.
"Komm Kiana…", fing Loki an, "...Lass uns in den kleines Ratssaal gehen!".
Seufzend stimmte sie ihm mit einem Kopfnicken zu und lief an Sanya vorbei, bevor sie in die Richtung, in der sich der kleine Saal befand ging. Sie streifte mit ihrer eigenen a
Hand, an der Hand der Oberkommandantin entlang. Sie hatte das Bedürfnis einfach von ihr in dem Armen gehalten und geküsst zu werden.  Die junge Maiar war mehr als froh, dass der Frau nichts passiert war. Gleichzeitig hatte sie Angst, dass sie Sanya vielleicht durch ihre Macht abschreckte. Ao verließ sie lieber den Thronsaaö...

Dort angekommen ließ sich die Königin auf einen Stuhl sacken. Sie hatte die ständigen Mordversuche auf sie selbst satt. Obwohl sie darauf bedacht war, für alle Menschen im Reich ein besseres Leben zu ermöglichen. 
Sie rieb sich ihre Schläfen, denn ihr Schädel dröhnte. Sanya stand ebenfalls im Saal. Loki kam herein und stellte der Königin einen Becher auf den Tisch. Erneut seufzend nahm sie diesen Becher in ihre Hände.
Warum kann es nicht Wein sein, dachte sie sich, als sie sah dass Ermittler Wasser befüllt war. Vorsichtig nippte sie an ihrem Getränk.
"Die gesamte Stadt ist abgeriegelt und wird durchsucht. Wenn es noch weitere Anhänger der Aufständischen gibt, werden sie uns nicht mehr entkommen!", versuchte Loki seine Königin zu beruhigen. Sie warf ihm aber einen mehr als erzürnten Blick zu.
"Du bist mit dafür verantwortlich, Loki…", fauchte sie ihn an. "...Weil deine kleine Freundin hier war um mich zu töten, hat es nur andere dazu aufgerufen!".
"Kiana… Du weißt dass das nicht stimmt… Diese Aufständischen waren vor Octavia hier und kollaborieren mit diesem silbernen Schwan…", verteidigte sich der Reichsmarschall.
"Pff…", presste Kiana nur hervor. "Ich denke wir sollten Stärke zeigen… Alle Feinde der Krone sollen merken, was es bedeutet sich gegen mich zu stellen!".
"Was meinst du damit? Du gehst ja ohnehin gegen sie vor…", wollte Loki sichergehen.
"Ich will dass du meine Armee in wenigen Tagen Abmarsch bereit machst… Unsere Feinde werden es sich zweimal überlegen, ob sie mich versuchen wollen zu töten!", befahl sie energisch. Die junge Maiar übersah Lokis irritierten Blick nicht. "Ich werde die Armee selbst anführen und auf Ancalagon in den Norden reisen!".
Loki wollte wohl etwas sagen, aber ihm blieben die Worte aus. Nachdem er etwas vor sich hin stammelte, entgegnete er nur: "Kiana, du kannst nicht aus deinem Gefühl heraus eine solche Entscheidung treffen… Tausende Leben stehen auf dem Spiel…".
"Und ob ich das kann! Die Arnorer haben ihr Schicksal gewählt!", sagte sie überzeugt.
"Lass uns morgen noch einmal darüber sprechen…".
"Nein…".
"Du weißt, dass dies die falsche Entscheidung ist!".
"Wenn du den Befehl verweigert, nehme ich an, dass du irgendwie selbst in dieser Sache verwickelt und ein Verräter bist!", behauptete die Königin.
"KIANA!".
"Nein, es ist genug! Meine Entscheidung steht fest!", befahl sie. "Ich möchte auch, dass der Etat erhöht wird, um mögliche Verräter aus Gondor fernzuhalten…".
Loki drückte einen Schwall Luft heraus. Kiana bemerkte, dass er versuchte ruhig zu bleiben. Er verneigte sich rasch und lief aus dem kleinen Saal.
Die junge Maiar trank das Wasser in ihrem Becher mit einem Zug aus und schlug ihn fast schon auf den schweren Tisch. Dann erhob sie sich und ging in Richtung des Ausganges. Noch bevor sie die Tür durchschritt, sah sie von der Seite zu Sanya, die die ganze Zeit nichts sagte. Kiana war sich nicht sicher, ob sie sich vor ihrer Königin fürchtete oder einfach nur gehorsam war.
"Ich werde mir ein Bad nehmen… Ich muss den Dreck abwaschen…", sagte sie plötzlich ganz ruhig und fast schon wieder liebevoll. "...Komm danach in mein Gemach, wenn du deine schlecht gelaunte Königin ertragen willst oder nicht… Wie es dir beliebt…".
Mit diesen Worten verließ sie mit langsamen Schritten den kleinen Ratsaal. Insgeheim hoffte sie natürlich darauf, dass Sanya zu ihr kam. Bei ihr fühlte sie sich sicher und Kiana liebte sie. Gleichzeitig hatte sie enorme Angst, dass ihr etwas zustieß…


Kiana im Palast von Minas-Tirith …
3
Der Thron von Mittelerde / Minas Tirith
« Letzter Beitrag von Saizo am 28. Feb 2021, 22:48 »
Minas Tirith (Gondor)



Sanya in der Weißen Festung

Sanya beobachtete, wie die Königin den Saal betrat und sich sogleich unters Volk mischte. Dabei wirkte Kiana wie als wäre sie für diese Rolle geboren worden. Sie schien die Menge zu genießen, so wirkte es jedenfalls auf Sanya von ferne. Einmal begegneten sich die Blicke der beiden Frauen, und Sanya sah wie die violetten Augen ihrer Herrscherin aufblitzten, als sie ihr zulächelte, doch dann trat ihr ein Mann in den Weg und sie wurde wieder von der Menge verdeckt. Sanya blieb etwas nachdenklich stehen. Sie wurde immer angespannter, je länger die Feierlichkeiten sich hinzogen, denn noch immer hatte es keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass die Attentäter sich den Küchen genähert hatten. Alles war ruhig geblieben; zu ruhig für Sanyas Geschmack. Sie fürchtete Verrat und Täuschung, und vor allem hatte sie Angst, etwas Wichtiges übersehen zu haben. Was, wenn sie in eine Falle getappt war, und der wirkliche Anschlag gar nicht heute, oder auf ganz andere Art und Weise stattfinden würde? Wie gerne hätte sie jetzt ihr Schwert griffbereit gehabt. Doch sie hatte nur den kleinen Dolch, tief unter ihrem Rock versteckt, und an den würde sie so leicht nicht herankommen. Das Kleid engte Sanya etwas mehr ein, als sie erwartet hatte, und sie war darin weniger beweglich als in ihrer üblichen Rüstung.

Ein Raunen der Leute um sie herum riss Sanya aus ihren Gedanken. Sie stellte fest, dass Kiana direkt auf sie zukam und sie schon fast erreicht hatte. "Sanya! Du siehst bezaubernd aus!" sagte die Königin und blieb direkt vor Sanya stehen. Sie schloss die Augen, spitzte die Lippen und...
"Euer Gnaden," sagte die grimmige Stimme von Reichsmarschall Loki. Er drängte sich zwischen Sanya und ihre Herrin. "Soeben haben die Ostlingswächter in den Küchen verdächte Gestalten aufgegriffen..."
Kiana wirkte, als würde sie Loki am liebsten ignorieren, aber dann öffnete die Königin doch die Augen. Verärgert funkelte sie Loki an. "Und das hättest du mir nicht einen Augenblick später sagen können?" herrschte sie ihn an.
"Ich fürchte, wenn es um Eure Sicherheit geht, kann eine solche Nachricht nicht warten," erwiderte Loki.
So ein Mistkerl, dachte Sanya. Das hat er mit Absicht gemacht. Sie ärgerte sich, denn ein Teil von ihr genoss nach wie vor die liebevolle Zuneigung, die Kiana ihr entgegenbrachte. Ein anderer Teil - der etwas vernünftiger war - war relativ froh darüber, dass es nicht zu dem Kuss vor den Augen aller Gäste gekommen war. Wer konnte schon sagen, was die Leute darüber denken würden? Andererseits war Kiana die Königin aller hier Anwesenden, und sie konnte tun uns lassen was sie wollte...
"Und was haben die Ostlinge mit den Verdächtigen getan?" verlangte Kiana von Loki zu wissen.
"Sie entwaffnet und gefangen genommen," berichtete Loki. "Es verlief alles genau nach Plan, sie sind uns ins Netz gegangen."
"Also gut," sagte die Königin. "Dann sperrt sie ins Verlies, aber haltet weiterhin die Augen offen, in Ordnung?"
"Wie Ihr befehlt, Euer Gnaden." Loki warf Sanya einen finsteren Blick zu, dann ging er.
"Ich glaube, er hat was gegen mich," murmelte Sanya nachdenklich.
"Ach, vergiss ihn einfach," sagte Kiana und nahm ihre Hand, um sie mit sich zu ziehen. "Er scheint eher was dagegen zu haben, dass ich glücklich bin. Aber dass lasse ich mir von ihm nicht wegnehmen. Lass mich dich mal genauer ansehen... die Schneider haben wirklich gute Arbeit geleistet, das Kleid sieht... wundervoll an dir aus, Sanya!"
Sanya wunderte sich. Sie kam sich eher so vor, als sähe sie ein wenig lächerlich darin aus, zumindest fühlte es sich auf ihrer Haut so an, vor allem an den beiden Stellen, die ein wenig eingeschnürt waren. "Findest du?" fragte sie leise, während sie Kiana zum Buffet folgte.
"Willst du etwa deine Königin der dreisten Lüge bezichtigen?" erwiderte Kiana gespielt ernst, dann grinste sie. "Ich weiß, dass du solche Dinger nur selten trägst, aber ich finde, du solltest es öfter tun, so gut steht dir das. Wenn es dir hilft, mache ich einen Befehl draus!" Die Königin kicherte. "Du kommst mir ab sofort nur noch in einem Kleid unter die Augen, verstanden?"
Sanya wusste nicht recht, ob Kiana das ernst meinte oder ob sie sich nun wirklich einen Scherz erlaubte. "Ähm... Euer Gnaden...?" sagte sie etwas stockend.
"Ja, das war ein offizieller Befehl," sagte Kiana, die ihr wohl die Gedanken im Gesicht angesehen hatte. Dann zwinkerte sie Sanya frech zu und schnappte sich einen Kelch mit Wein vom Buffet. Kiana leerte das Getränk und lehnte sich dann gelassen gegen den schweren Tisch, auf dem die Appetithäppchen standen. "Jetzt, wo die Gefahr eines Anschlags hoffentlich gebannt ist, können wir diese Feier vielleicht ein wenig genießen... siehst du, wie brav sich alle dran gehalten haben, nur rot und schwarz zu tragen, wie ich es mir gewünscht habe?"
"Ja," antwortete Sanya. "Es ist eine schöne Farbkombination."
"Oh ja," stimmte Kiana. "Da hatten meine Vorfahren wirklich Geschmack, als sie sich ihr Wappen ausgesucht haben."
Sanya setzte gerade zur Antwort an, als ein Mann zu den beiden Frauen trat. Innerlich verdrehte Sanya nur die Augen, als sie Relon Deneril erkannte. "Wenn das mal nicht die beiden hübschesten Damen des Abends sind," sagte der Kaufmann und erdreistete sich, Kianas Hand zu nehmen und einen Kuss darauf zu hauchen. Die Königin ließ es belustigt wirkend geschehen, doch Sanya sah ihr an, dass sie dennoch nicht ganz zufrieden mit der erneuten Störung war.
"Guten Abend Relon," sagte sie ruhig. Sie kannte den Mann also bereits. "Ich habe es dir doch bereits gesagt, ich spreche auf diesem Fest nicht über die geplante Erhöhung der Zölle auf Getreidelieferungen."
"Oh, Euer Gnaden, wo denkt Ihr hin!" sagte Deneril und griff sich ans Herz, als wäre er verwundet worden. "Darf ein Untergebener nicht die Schönheit seiner Herrscherin bewundern? Es waren keinerlei Hintergedanken dabei, als ich mich entschloss, mich euch beiden Schönheiten am Buffet anzuschließen. Der Wein ist vorzüglich, nicht wahr? Soweit ich weiß stammt er aus einer besonders gereiften Ernte, aus dem Westen von Anfalas... ein sehr friedliches Land. Seid Ihr einmal dort gewesen, Euer Gnaden? Nein? Was ist mit Euch, Lady Terelos? Eine Dame von Eurem Kaliber ist doch gewiß weitgereist, und-"
"Ich bin ein, zweimal in Anfalas gewesen," schnitt Sanya dem Händler das Wort ab.
"Ich wusste es," freute sich Deneril. "Gebildet und hübsch, genau wie Ihre Majestät... oh, wo ich gerade davon spreche, Euer Gnaden, lasst mich euer Kleid loben. Ihr müsst mir unbedingt verraten, wer es angefertigt hat, ich lieben den Stil, den Schnitt und die Farben... etwas Ähnliches würde meiner Gattin gewiß ebenfalls sehr gut stehen... sie würde sich wirklich freuen, wenn sie etwas tragen könnte, das von unserer geliebten Königin inspiriert ist, denn das seid Ihr für uns alle, Euer Gnaden: eine Inspiration und ein Licht, das das Dunkel des Alltags erleuchtet. Seitdem Ihr auf den Thron sitzt, haben sich viele Dinge zum Guten gewendet für die Menschen von Minas Tirith, da kann ich nur sagen: weiter so! Lass Euch nicht von Gerüchten des Aufstands in falsche Sorge versetzen. Euer Volk liebt Euch, und steht so gut wie geschlossen hinter Euch. Als Händler komme ich viel herum und habe sozusagen mein Ohr am Herz des Volkes, wenn man so wil..." Er lachte über seinen eigenen Scherz, ehe er unermüdlich fortfuhr: "Euer Majestät wird verehrt, wohin ich auch komme. Ihr habt den Menschen so viel Gutes gebracht und ich glaube, dass es niemanden gibt, der sich wünscht, dass die Dinge wieder so wie früher würden, bis auf einen oder zwei Verblendete hier und da. Macht euch um diese einfältigen Burschen keine Sorgen! Ihr habt doch eine so tüchtige und hübsche Dame an Eurer Seite, die sich um alles kümmert, nicht wahr?"
"Ähm," gab Sanya überrumpelt von sich. Kiana hingegen schien durchaus ein wenig empfänglich für Denerils Worte zu sein, denn sie lächelte nun wärmer als zuvor.
"Nun, wo er Recht hat, hat er Recht!" sagte die Königin und leerte ihr Glas. "Das erinnert mich, ich sollte das Abendessen so langsam eröffnen, nicht wahr? Hunger habe ich jedenfalls schon."
Kiana stellte das Weinglas auf dem Buffettisch ab und machte einen Schritt auf den Thron zu, der erhöht am Ende des Saales stand. Gerade wollte sie sich an die Gäste wenden...

...da flogen mit einem gewaltigen Krachen die schweren Türflügel am anderen Ende des Saales aus ihren Angeln und eine feurige Druckwelle rollte hindurch. Einige Gäste wurden davon weggeschleudert. Dicker, dunkler Rauch füllte den Eingangsbereich des Thronsaals und breitete sich immer weiter in der Halle aus. Und noch ehe die Gäste ihren Schock überwunden hatten, stürmten ein Dutzend bewaffneter Gestalten herein, die in rohes Gebrüll ausbrachen und in Richtung Thron unterwegs waren.
Sanya tastete hastig nach dem versteckten Dolch unter ihrem Kleid, doch es gelang ihr nicht, so einfach an ihren Oberschenkel zu kommen. Also riss sie kurzerhand den unteren Saum ihres Rocks ab, denn der Stoff war nur dünn dort, sodass ihr das Kleid nur noch bis kurz vor den Knien ging und sie die Waffe aus dem versteckten Holster ziehen konnte. Und keine Sekunde zu spät, denn schon war der erste Attentäter heran gekommen. Wahrscheinlich hatte er nicht mit ernsthaftem Widerstand gerechnet, denn er versuchte nicht einmal, Sanyas Dolchstoß auszuweichen, der auf seine Kehle gezielt war. Gurgelnd ging der Mann zu Boden, doch schon waren die nächsten Angreifer heran...
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[Edain] Bug Reports / Re: Gondor Bugs
« Letzter Beitrag von Le Sournois am 28. Feb 2021, 17:05 »
Aragorn passive ability King of Men doesn't give to heroic statues an extra bonus of 25 % armor as it is described in the ability. I saved my game in a skirmish juste when Aragorn reached level 10 but still as Heir of Gondor  and just before an ennemy Hero began to attack some Gondor soldiers who were near an heroic statue.
From this save, I tried first to put Aragorn as a King, and then not to put him as a King but let him stay as Heir of Gondor. In both case, the damage taken by my units per hit by the ennemy hero near the heroic statue was identical.

I had tested this also against ennemy battle tower near an outpost with heroic statue, and every time the extra bonus of 25 % armor doesn't seem to work.
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[Edain] Bug Reports / Re: Angmar Bugs
« Letzter Beitrag von Le Sournois am 28. Feb 2021, 16:51 »
Helegwen level 10 gift of Winter doesn't double the damage of Ice Arrows as it is said in the description of the ability rendering her far less interesting to recruit that it seems at first glance.
By testing archers of Carn Dûm with ice arrows with Helegwen level 10 and without Helegwen level 10, there is not the slightest difference to the damage they deal to buildings when it should be a great difference, as elemental damage do more damage to building than the standard piercing damage.
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Der Thron von Mittelerde / Nord-östlich der Evendim Hügel(Arnor)
« Letzter Beitrag von >Darkness< am 28. Feb 2021, 10:52 »
Nord-östlich der Evendim Hügel(Arnor)

Octavia irgendwo im Norden Arnors…


Langsam kam die junge Frau wieder zu sich. Sie erinnerte sich nur noch daran, dass sie zu Indro eilte, um ihn und die Nord-Rebellen vor größerem Unheil zu bewahren. Dann ritt sie zurück zum Lager der Streitmacht von Robben Rogwyne. Sie erinnerte sich an den Schlag, der sie am Brustkorb traf. Noch immer schmerzte die Stelle. Octavia wollte ihre Brusz berühren um sich selbst abzutasten. Vermutlich stieß sie gegen einen Ast, der zu weit an den Weg wuchs. Doch sie konnte ihre Arme nicht bewegen. Durch das Gefühl, welches sie durch ihre Hände hatte, musste sie auf dem Boden sitzen, der leicht feucht war. Sie vernahm leise Geräusche, die sie nicht zuordnen konnte. War sie wirklich noch alleine? Waren Indro und die Utarra-Rebellen dort und haben sie gefunden?
Vorsichtig blinzelte sie, damit sie etwas erkennen konnte. Die junge Frau erkannte drei Männer um eine Feuerstelle sitzen. Es mussten Utarra-Rebellen sein. Langsam wollte sie sich erheben, stellte aber schnell fest, dass sie gefesselt war.
Was zur Hölle soll das, dachte sie sich verwundert. Der Morgen war inzwischen  angebrochen. Sie wollte schon lange zurück bei Robben sein, damit dieser kein Verdacht schöpfte. Nun war es vermutlich zu spät. Vielleicht aber, schaffte sie es noch rechtzeitig um sich zu erklären.
"Hey ihr…", rief die junge Frau. "...Bindet mich gefälligst los… Indro wird es sicher nicht gefallen!".
Es herrschte großes Schweigen, als die Männer sich zu ihr wandten. Dann lachten alle drei lautstark. Octavia verstand nicht wieso. Sie fand daran überhaupt nichts witzig. Das Leben vieler Nord-Rebellen hing davon ab, ob sie zu Robben zurückkehrte, oder nicht.
"Hey! Schwachköpfe! Hört ihr nicht richtig?", schimpfte sie vorlaut. Nachdem sie das sagte, stand einer der Männer auf und kam mit einem Messer auf Octavia zu. Er beugte sich zu ihr und hielt das Stück Metall in ihr Gesicht. Er strich damir breit grinsend ihre Konturen entlang.
"Der Schwachkopf kann auch einfach dein hübsches Gesicht zerschneiden!", drohte er. Die junge Frau verzog nur ihr Gesicht. Sie verstand nicht, was die Männer damit bezwecken wollten. 
"Ich bin auf eurer Seite… Schickt nach Indro… Er wird es euch erklären… Das Schicksal von euch Nord-Rebellen hängt davon ab, dass ich zurück zum Lager der Armee des Fürsten gelange!", erklärte sie verzweifelt. Der Mann erhob sich nur lachend und rief: "Dann haben wir ein Problem weniger!".
Erst jetzt wurde Octavia bewusst, dass es keine Utarra-Rebellen waren. Es mussten also Männer von Pascima sein. Was sollte sie nun nur machen? Sie hatte versagt…
"Warum sagst du so etwas? Wir haben vereint gegen Kiana gekämpft…", sagte Octavia getroffen. "...Alleine können wir als Rebellen nicht viel erreichen…".
"Du warst doch die erste, die sich diesem jungen Fürsten angeschlossen  und uns alle verraten hat…", entgegnete der West-Rebell verärgert.
"Mir blieb keine andere Wahl… Robben hätte meinen Bruder getötet… So bleibt mir wenigstens die Möglichkeit Informationen zu bekommen, sodass wir einen Plan entwickeln können, um ihn zu besiegen…", versuchte sie deutlich zu machen und wurde dabei lauter.
"Und wir tun alles was in unserer Macht steht, um unsere Leute zu beschützen… Da hast du wohl den kürzeren gezogen… Fürst Rogwyne wird sicher daran interessiert sein, dich wiederzubekommen… Du bist doch die, mit diesem Maiarblut…".
"Pff…", machte die junge Frau nur. "Robben wird es egal sein…".
Der Mann beugte sie wieder zu ihr herunter und hielten einen Finger unter ihren Kinn. "Dann wirst du sterben!".
"Dann töte mich jetzt… Ich habe sowieso nichts zu verlieren…", sagte sie streitlustig. Sie wusste, dass Robben sicher schon mit seiner Armee zu den Utarra-Rebellen gezogen war. Diese konnten wohl kaum den Angriff standhalten. Besonders nachdem Octavia ihnen noch sagte, dass sie sich zurückziehen sollten. 
"Genug!", rief einer der anderen Männer. "Wir sollten zu den anderen aufbrechen, bevor… Urgh …", ehe er aussprechen konnte, schrie er auf und fiel mit einem Speer in seinen Bauch um. Die anderen beiden Männer griffen so schnell sie konnten nach ihren Waffen und sahen sich verängstigt um. Im ersten Moment hoffte Octavia auf Indro und seine Männer, die noch irgendwo in der Nähe sein konnten. Spätestens als sie die Hufen von Pferden hörte, wusste sie dass es nicht die Nord-Rebellen waren.
Eine ganze Reiterschar preschte heran und tötete die Pascima Rebellen. Einer der Reiter, der einen weißen Umhang trug, stieg von seinem Ross herunter und kam auf Octavia zu. Irgendwie versuchte sie sich aus den Seilen zu befreien, als er sein Schwert zog, doch es war vergebens. Die junge Frau kniff ihre Augen zu, als der Mann seine Hand mit der Waffe erhob und wartete nur auf den Schmerz, der ihr Leben ein Ende setzte. Doch sie spürte nur wie die Fesseln sich lösten und die Seile zu Boden fielen. 
Als sie ihre Augen wieder öffnete, erkannte sie den älteren Mann Namens Hildamar, der gerade seinen Helm abnahm, der sonst immer an Robbens Seite war. Zwei Soldaten halfen ihr auf die Beine. Octavia sah sich irritiert um. Es waren tatsächlich Männer Robbens, die alle das Wappen Arnors trugen. Sie versuchte unter den Reitern den jungen Fürsten zu erblicken, doch er schien nicht unter ihnen zu sein.
"Wo ist Robben?", fragte Octavia aufgebracht.
"Lord Rogwyne ist mit der Armee weiter marschiert, um die Nord-Rebellen zu besiegen… Und nach eurem Verschwinden war es sein höchstes Anliegen, euch aus den Griffen der Verräter des Landes zu befreien!", entgegnete Hildamar.
"Es war ein Irrtum… Das waren Männer von Pascima nicht Utarra… Wir müssen schnell zu Robben… Indro wollte sich ergeben… Bitte.. ", versuchte Octavia zu erklären und drängte den Mann zum Aufbruch. Er blieb aber nur wie angewurzelt stehen. "Worauf wartest du?", drängte die junge Frau weiter.
"Selbst wenn es so ist wie ihr sagt, was ich mir bei weitem nicht vorstellen kann, ist es jetzt zu spät… Der Angriff ist schon voll im Gange und mein Auftrag ist es euch in unser nächstes Lager zu bringen…", erwiderte der Mann trocken.
Das kann nicht sein… Indro…, dachte sie sich voller Entsetzen. Sie wollte sich ein Pferd schnappen, um zum Utarra-Rebellenlager zu reiten und schlimmeres verhindern. Doch auf Befehl Hildamars ließen die Soldaten das Pferd nicht los.
"Ich muss so schnell es geht dorthin…", hastete sie.
"Mein Befehl ist klar: Ich soll euch zu unserem Lager bringen… Entweder ihr kommt freiwillig mit oder ich muss euch fesseln  anlegen lassen!", sagte der Mann ziemlich bestimmend.
Octavia starrte ihn sprachlos an. Anstatt er ihr die Möglichkeit gab, weitere Sinnlose Tode zu verhindern, beharrte er auf seinen Auftrag. So gerne hätte sie einfach ihr Schwert gezogen und ihn getötet. Sie wusste aber, dass es das gesamte Vorhaben gefährdete. Ein lauter Seufzer stand tief aus ihrem Brustkorb heraus.
Ihr blieb erst einmal nichts anderes übrig, als Hildamar zu folgen und zu hoffen, dass Indro nichts weiter zustieß. Also nickte sie ihm zu.
"Gut…", sagte er dann und gab den Befehl zum Aufbruch. "...Auch wenn es mir ein Rätsel ist, was Lord Rogwyne mit euch will… Ihr seid auch nur ein Abkömmling Thurions… Der Lord sieht in euch eine Nützlichkeit… Ich nicht!".
Octavia sah ihn schief an. Im Endeffekt war es ihr egal was Robben an ihr sah. Hauptsache der Plan ging auf. Natürlich hatte sie gewisse Gefühle für ihn, aber sie sah wieder die Pläne der Rebellen im Vordergrund. Sie sagte allerdings nichts und folgte ihm einfach, wenn auch mit gesenktem Kopf. Der Gedanke an das Schicksal von Indro und den Utarra-Rebellen ging ihr nicht aus dem Kopf...


Octavia auf dem Weg in den Nord-Osten Arnors…
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[Edain] Bug-Meldungen / Re: Bugs bei der KI
« Letzter Beitrag von Fíli am 27. Feb 2021, 22:21 »
Ist mit Absicht so eingestellt worden, um den Crash der Zwergen-KI weiter einzugrenzen.
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[Edain] Bug-Meldungen / Re: Bugs bei der KI
« Letzter Beitrag von Singollo am 27. Feb 2021, 20:40 »
Die Zwergen-KI wählt immer Erebor als Fraktion, niemals Eisenberge oder Ered Luin.
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[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Create a hero
« Letzter Beitrag von Halbarad am 26. Feb 2021, 19:02 »
Hi,
das komplette (alte) Update zu den Eigenen Helden findest du hier: https://modding-union.com/index.php/topic,30368.0.html

Daraus der Auszug zu den Attributen:
Zitat
Angriff - Der Angriff erhöht den verursachten Schaden durch normale Angriffe und Fähigkeiten.
Widerstandskraft - Die Widerstandskraft erhöht die Lebenspunkte und die Regenerationsrate.
Auffassungsgabe - Die Auffassungsgabe ermöglicht schnelleres Erlangen von Erfahrung.
Willenskraft - Die Willenskraft verringert die Aufladezeit der Zauber und Fähigkeiten.
Scharfsichtigkeit - Die Scharfsichtigkeit erhöht die Sichtweite und Reichweite von Bögen.

Bzgl Hero-Submod: Die letzte Ankündigung kam 2017, also ja.
Persönlich halte ich den Release von "Folk of Middle Earth" und der Submod "An Edain Submod" von Glorfindel23 vielversprechener, wobei letzterer scheinbar nicht mehr so aktiv an seiner Submod war, seitdem er Teammitglied im Edain Team geworden ist. Sind aber beide auch noch nicht released.
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[Edain] Diskussion und Feedback / Create a hero
« Letzter Beitrag von max1994 am 26. Feb 2021, 17:07 »
Hey Leute :)

Kann mir jemand ein kurzes Briefing geben, was die unterschiedlichen Attribute beim Erstellen eines Helden bewirken? Danke :)

PS: Die Entwicklung an der Hero Submod ist komplett eingestellt worden, oder?

LG
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