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Schlacht um Mittelerde / Re: Aufstieg des Hexenkönigs gefecht problem
« Letzter Beitrag von dethiljin am 18. Jul 2018, 22:07 »
Hi danke für die schnelle Antwort. Ich werde es mal gleich mal ausprobieren.

EDIT: Ich habe ihre Schritte jetzt benutzt. Es hat sich leider nichts geändert. sobald ich vom Hauptmenü zum Gefecht wechseln will, Stürzt er ab und ich bin wieder auf dem Desktop.
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Schlacht um Mittelerde / Re: Aufstieg des Hexenkönigs gefecht problem
« Letzter Beitrag von Gnomi am 18. Jul 2018, 22:03 »
Hi
wahrscheinlich liegt es an dem Volk, das du vorher in Edain gespielt hast. Wenn du ein Volk in Edain ausgewählt hattest, welches im Grundspiel nicht existiert, dann versucht das Spiel dieses Volk auszuwählen, scheitert daran und das Spiel crasht.
Wechsle am besten nochmal zu Edain, gehe in den Singleplayer und wähle ein Volk, wie z.B. Mordor aus. Starte am besten noch eine Runde (kannst du auch sofort nach dem Laden wieder beenden) und versuche dann nochmal zum Originalspiel zu wechseln. Dann müsste alles gehen. :)


Du kannst auch in den roamingordner gehen und dort die realtimestats.ini von einem Namen anschauen. Ich bin mir nur zu 99% sicher, aber wenn du hier die Zeile "LastHouse = Imladris" (oder was auch immer) in "LastHouse = Mordor" umänderst, müsste es auch gehen.
Die andere Methode ist aber für Laien einfacher. :)
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Schlacht um Mittelerde / Aufstieg des Hexenkönigs gefecht problem
« Letzter Beitrag von dethiljin am 18. Jul 2018, 21:17 »
Guten Abend. Ich hätte eine Frage zu einem Problem und hoffe, ob ich hier Hilfe bekomme. Das Problem ist das ich kein Gefecht auf Aufstieg des Hexenkönigs spielen kann, also beim Hauptspiel. Ich habe von der Edain Mod zum normalen Spiel gewechselt und wollte mit den Orks ein Gefecht spielen, aber ich verstehe nicht, warum ich aus dem Spiel herausgeworfen werde, sobald ich auf Gefecht klicke.  Mein spiel ist auf der 2.01.
Es wäre echt nett wenn jemand eine Lösung für dieses Problem hat.
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[Edain] Support / Re: Probleme beim update (Edain Launcher)
« Letzter Beitrag von Fíli am 18. Jul 2018, 18:59 »
Hast du nach der Installation die von dir genannten Dateien gelöscht?
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RPG Library / Re: Varda
« Letzter Beitrag von Walküre am 18. Jul 2018, 18:47 »
GOOD IS NIGH



Zitat
Betimes I pray,
As morn beginneth,
Bathing in thy ray,
Thus Varda commandeth.

Thou seest furthest,
Beyond pain and gloom,
Thy sacred silence soundeth loudest,
When foul spectres loom.

Sky Queen,
What shall I add to thy power,
Clear us from sin,
So never again will we cower.

Invoking light,
I shall not sigh,
Knowing well in plight,
That Good is verily nigh.
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[Edain] Support / Probleme beim update (Edain Launcher)
« Letzter Beitrag von Evilshogun am 18. Jul 2018, 17:45 »
Hallo,
erstmal vielen Dank für die tolle Arbeit. Ist schon eine Weile her das ich zuletzt den Edain Mod gespielt habe, hat sich einiges getan. Sehr großartig umgesetzt wie ich finde.

Ich habe leider ein Problem mit dem neusten update.
Hab den aktuellen Launcher, das spiel läuft ohne Probleme, kann nur nicht auf die neuste version upgraden.

Nach dem update kommt immer die fehlermeldung das wildscreen big ini nicht gefunden wird, english ini. unsw.

Hab schon alles versucht mehrmals deinstaliert, hab alle patches. Funktioniert leider trotzdem nicht. Was kann ich noch tuen bzw. habe ich übersehen ?

Danke im voraus,

Evil
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Hinweise zur technischen Umsetzbarkeit:
Es ist nicht möglich Formationen über Stances zu wechseln. Das muss als eigener Slot im Palantir passieren.

Zusätzlich würde sich eine so weit aufgefächerte Horde vermutlich beim Wenden sehr seltsam verhalten, wie z.B. dass Denethor erste Aktion bei einem Rückzug ist, mitten in die feindliche Armee zu laufen.
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Allgemeine Vorschläge / Re: Kurzvorschläge allgemein
« Letzter Beitrag von Halbarad am 18. Jul 2018, 02:04 »
Hi,
mir ist aufgefallen das KIs in 3.8.1 im Lategame deutlich stärke waren als sie das jetzt sind. Das liegt für mich relativ eindeutig daran, dass sie mehr Kasernen bauen konnten und damit größere Armeen hatten.

Deshalb: Könnte man eventuell KIs noch einen größeren Produktionsboost in Kasernen geben? Und zusätzlich am Besten nochmal einen größeren Boost in gelevelten Kasernen?
Einerseits störe ich mich an diesen Heldenarmeen (gerade bei mehreren KIs gleichzeitig) und andererseits stört es mich, dass ich, wenn ich erstmal eine Armee habe, kaum noch etwas entgegengesetzt bekomme. Das liegt auch daran das die KI Truppen nicht mehr im Lager sammelt um dann mit "vereinten Kräften" anzugreifen, so wie sie das früher im LG gemacht hat.
Ich weiß das ist ein sehr komplexes und schwieriges Thema, denn die Waage bei einer KI zu finden ist bestimmt äußerst schwer, aber eventuell helfen meine Anmerkungen da ja weiter.
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Hallo,
vorweg muss ich sagen, dass Denethor in der Edain durchweg eine positive Entwicklung hinter sich gebracht hat. Ursprünglich war er ein normal kämpfender Held, später zog er sich auf seinen Balkon zurück und nun haben wir eine Mischung aus einem Krieger und Zuschauer.
Trotzdem finde ich noch nicht, dass wir sein Optimum erreicht haben. Das er Krieger einfach aus dem nichts ins Schlachtfeld bzw in gegnerische Reihen ruft, erscheint mir weder besonders logisch, noch besonders passend. Denn so werden Elitetruppen zu Wegwerfeinheiten gemacht, da ihre Lebensdauer sowieso nur begrenzt ist.
Zu einem Magier Angmars, der Leichen aus dem Boden beschwört (mögliches Konzept für Gulzar?) oder einem Held der Nebelberge, der Orks von unter der Erde nach oben schaufeln lässt mag das noch ganz gut passen, aber bei Denethor gefällt mir das nicht ganz so sehr.
Ganz abgesehen von dem Balancefaktor, da die Truppen aus der Ferne natürlich optimal bei Katapulten oder in Bogenschützenbataillonen gerufen werden können.

Da ich das Konzept mit den von Denethor gerufenen Soldaten trotzdem nicht schlecht will ich es aber nicht ganz verwerfen.
Stattdessen kam mir der Gedanke an den alten Bolg der Nebelberge, der auf Stufe 10 Halbtrolle zu seiner Verteidigung hatte die ihn umkreisten und bewachten. Also ähnlich wie Drauglins Wölfe.
Nur haben wir bereits einige Erfahrungen gemacht und ein gezielter Angriff mit solchen Truppen - gerade auf entfernte Ziele - ist (wenn ich das richtig sehe) leider nicht möglich.
Deshalb dieser alternative Vorschlag:

Mein Vorschlag

Denethor bekommt eine Leibgarde, die vom Spieler mit ausgewählt wird wenn er Denethor anklickt. Das ganze funktioniert wie ein Heldenbataillion, nur dass Denethor für diese wie ein Zuchtmeister agiert. Stirbt Denethor, stirbt auch seine Leibgarde. Wird ein Leibwächter getötet dauert es eine gewisse Zeit bis er ersetzt wird.
Auf höherem Level erhält Denethor mehr Leibwächter:

Level 1: 2 Leibwächter
Level 5: 4 Leibwächter
Level 10: 6 Leibwächter

Je nach Stance nehmen Denethor und seine Wächter untschiedliche Formationen ein:

Agressiv: Denethor bleibt zurück, seine Leibwächter kämpfen weit vor ihm (ähnlich wie ein Zuchtmeister zurückbleibt, nur mit noch mehr Abstand zu den Wächtern)
Normal: Denethor bleibt direkt hinter seinen Leibwächtern, die vor ihm eine Linie bilden. Der Abstand ist wie von Zuchtmeistern zu der letzten Reihe ihres Battalions.
Defensiv: Die Leibwächter stehen rechts und links von Denethor


Ich hoffe euch gefällt der Vorschlag und freue mich auf euer Feedback :)
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Südöstliches Harad / Die Folgen des Sprunges
« Letzter Beitrag von Fine am 17. Jul 2018, 12:00 »
Aerien schlug die Augen auf... oder versuchte es zumindest. Etwas Weiches lag auf ihrem Gesicht und nahm ihr die Sicht, sodass sie nur ungefähr erkennen konnte, wie hell es war, aber weder Farben noch Formen wahrnehmen konnte. Ihr Körper fühlte sich an, als wäre er stundenlang verprügelt worden. Nicht eine einzige Faser war frei von Schmerz, auch wenn die Schmerzen nicht so stark waren, dass Aerien sie nicht ertragen konnte. Ihre Stirn und ihre Schläfen waren sehr heiß und sie konnte ihren Herzschlag pochen hören. Das zählte sie als gutes Zeichen.
Sie schloss die Augen wieder und konzentrierte sich auf ihre verbliebenen Sinne. Das Tuch, das auf ihrem Gesicht lag, roch hauptsächlich nach sauberem Stoff, doch ihm hing ein leichter Geruch von exotischen Kräutern an, den Aerien nicht kannte. Vorsichtig tastete sie mit der linken Hand über die Unterlage, auf der sie lag. Es schien sich um eine Liege aus Bambus oder ähnlichem dünnen Holz zu handeln, die zwar nicht weich, aber dennoch auf seltsame Art und Weise bequem war. Als Aerien ihre Hand von der Liege nach unten baumeln ließ, stellte sie fest, dass sie den Boden des Raumes in dem sie sich befand, nicht erreichen konnte. Sie führte Hand zurück und betastete behutsam ihren Körper. Beide Arme und Beine waren noch da, was sie aufatmen ließ. Sie stellte fest, dass sie zwar Kleidung trug, diese jedoch nur bis zu ihren Oberschenkeln reichte. Beine und Füße waren nackt, ebenso wie Arme und Schultern. Dennoch fror Aerien nicht. Der Raum, in dem sie lag, hatte eine angenehme Temperatur. Und bis auf ihren Kopf war ihr auch nicht zu heiß. Das Tuch, das auf ihrem Gesicht lag, spendete ihr immerhin etwas Kühlung
Sie spitzte die Ohren und lauschte auf neue Hinweise. Die meisten Geräusche kamen von links, wo sie eine Art Fenster vermutete. Fernes Plätschern wie von einem Wasserfall drang herein. Als sie die Augen erneut öffnete, erkannte sie, dass von dort auch das Licht kam, das in den Raum fiel. Als sie jedoch versuchte, sich das Tuch vom Gesicht zu ziehen, fuhr ein stechender Schmerz wie ein roter Blitz durch ihren gesamten Körper und sie driftete zurück in die Schwärze.

Sie sah sich selbst, wie sie erneut aus dem breiten Fenster in Anlamanis Gemach sprang, Narissa mit sich ziehend. Als entfernte Beobachterin konnte Aerien jetzt nur den Kopf darüber schütteln. Wie hatte sie nur denken können, dass dieser Plan auch nur ansatzweise zum Erfolg führen würde? Jenseits des Fensters lag eine tiefe Schlucht, auf deren Grund ein wilder Fluss dahin strömte. Niemand konnte einen solchen Sturz überleben. Es war eine Verzweiflungstat gewesen. Aerien wusste, dass sie vermutlich tot war - und Narissa ebenfalls.
Dennoch fragte sie sich, weshalb sie den letzten Augenblick ihres Lebens nun erneut durchlebte. Wieder und wieder sah sie sich fallen, tiefer und tiefer in die Schlucht von Alodia hinein, das Königssymbol von Kerma mit beiden Händen so fest gepackt, dass die Knöchel weiß hervortraten. Aerien konnte jedes Detail sehen, während sie unendlich langsam fiel und fiel. Unten auf den Grund der Schlucht war es finster. Nur wenig Licht drang dort herab, und dort wartete der Fluss auf sie. Narissa, die noch immer ihren beiden Dolche hielt, verschwand als Erste im eiskalten Wasser. Ihr weißes Haar blitzte noch einmal an der Oberfläche auf, dann war sie verschwunden. Und dann schlug auch Aerien auf. Sie durchdrang die Wasseroberfläche und wurde tief hinab geschleudert, wo sie eine eisige Finsternis erwartete. Betäubt von der Wucht des Aufpralls gelang es ihr nicht sofort, sich zurück nach oben zu arbeiten. Noch immer konnte sie nicht richtig schwimmen. Sie streckte die Hand hilflos nach oben aus, wo ein einzelner Lichtpunkt zu sehen war, doch es kam keine Rettung. Das Licht verblasste und Dunkelheit umfing sie.
Doch es war nicht das Ende. Inmitten der Dunkelheit flackerte ohne Vorwarnung eine Fackel auf. Und im Schein der lodernden Flamme wurde eine Gestalt sichtbar. Ein Mann, hochgewachsen und in voller Rüstung. In der Hand hielt er eine gezackte Klinge.
„Tochter,“ sagte Varakhôr, Fürst der schwarzen Númenorer und Herrscher von Durthang. „Komm zu mir.“ Seine Stimme war sanft, doch sein Tonfall fordernd - befehlend. Aerien stellte fest, dass sie ihm nicht widerstehen konnte. Sie trat aus der Finsternis in das rote Licht, auf ihn zu. Stellte sich vor ihn, ihr Schicksal - ihr Urteil - akzeptierend.
„Ich habe Euch enttäuscht, Hoher Vater,“ gestand sie.
Doch Varakhôr legte seine behandschuhte Hand unter ihr Kinn und hob ihren Blick zu seinen Augen herauf. „Nein, Azruphel. Du bist deinem Herzen gefolgt. Deiner Leidenschaft. Das bewundere ich.“
„Wieso?“ hauchte sie. „Ich habe den Dunklen Herrscher verraten.“
„Und doch tatest du es nicht für dich selbst, sondern für unser Volk. Für die Erben Númenors. Dein Anliegen ist nobel, Tochter. Du strebst nichts Geringeres als die Wiedervereinigung des höchsten Menschengeschlechtes an. Der Große Gebieter wird dir verzeihen.“
„Er kennt keine Gnade, Hoher Vater,“ wagte sie zu erwidern.
„Nicht gegenüber seinen wertlosen Dienern, nein,“ antwortete Varakhôr. „Orks und niedere Menschen sind es nicht wert, ihnen Fehler zu verzeihen. Jene, die über außergewöhnliches Potenzial verfügen, haben jedoch die Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln und über sich hinaus zu wachsen, wenn man sie nur lässt. Der Herr von Mordor ist weise genug, um dies zu erkennen. Komm‘ nach Hause, Azruphel. Dann wird alles wieder so werden wie früher. Es wird dir an nichts mangeln... das verspreche ich dir.“
Aerien schwieg für einen Augenblick. Dann sah sie ihrem Vater direkt in die Augen und sagte: „Ich werde kommen. Und zwar schon bald.“
Jedoch werde ich nicht alleine sein, fügte sie in Gedanken hinzu. Und ich komme auch nicht aus dem Grund, aus dem du denkst.
Obwohl sie weder wusste, ob sie tot oder lebendig war, und auf welche wundersame Art und Weise sie gerade mit ihrem Vater gesprochen hatte, war sie dennoch ein klein wenig stolz auf sich selbst. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, als das Licht der Fackel verlosch und sie im Finstern zurückließ.

Als Aerien wieder zu sich kam, fand sie die Lage kaum verändert vor. Noch immer lag ein Tuch auf ihrem Gesicht, und noch immer hatte sie Schmerzen am gesamten Körper. Bewegen konnte sie sich kaum. Doch eines war anders: Von jenseits des Raumes hörte sie gedämpfte Stimmen. Rasch hielt sie den Atem an und lauschte. Sie hörte eine Frauenstimme, die ihr vage bekannt vorkam, die sie jedoch nicht richtig zuordnen konnte.
„Was hast du dir nur dabei gedacht? Dieser Sprung hätte euch beide umbringen können - genau genommen hat er das sogar!“
Es war unverwechselbar Narissas Stimme, die darauf antwortete, was eine enorme Erleichterung für Aerien bedeutete. „Mal langsam, ja? Das Ganze war nicht meine Idee. Sie hat mich einfach überrumpelt.“
„Nein - du hast dich überrumpeln lassen. Und du siehst ja, wozu das geführt hat.“
„Das muss ich mir von dir nicht anhören. Außerdem ist es doch gar nicht so schlecht gelaufen. Wir haben das Königssymbol, oder nicht?“
„Deine kleine Freundin wird von Fieberkrämpfen geschüttelt und ringt mit dem Tod, Narissa. Wir wissen noch immer nicht, ob sie es überstehen wird.“
„Und warum macht ihr nicht mit ihr, was ihr mit mir gemacht habt? Gebt ihr das Mittel. Dann ist sie schneller wieder auf den Beinen, als man „Quafsah“ sagen kann.“
„Das Risiko ist zu hoch,“ hielt die Frau dagegen. „Bei dir konnten wir es eingehen, weil du vom Schicksal behaftet bist. Sie hingegen...“
Narissa gab ein verächtliches Geräusch von sich. „Nur weil ich dir gesagt habe, dass ich nach Mordor gehen werde, heißt das noch lange nicht, dass ich an dieses wirre Gerede vom Schicksal glaube. Jetzt gibt das Mittel schon her. Wenn du dich nicht traust, mache ich es eben selbst.“
„Überleg dir das gut. Wir wissen nicht, wie es bei einer wirkt, der der Makel des Schwarzen Landes anhängt.“
„Und du solltest dir gut überlegen, wie du über meine Freundin sprichst.“

Hastige Schritte näherten sich. Aerien versuchte, etwas zu sagen, doch ihre Lippen waren wie versteinert. Die Hitze an ihren Schläfen hatte zugenommen, während sie sich auf die Unterhaltung, die Narissa geführt hatte, konzentriert hatte. Sie hob die Hand, doch bereits nach wenigen Zentimetern sank ihr Arm wieder kraftlos herab. Da legten sich weiche, vertraute Finger darum und hielten sie innig fest.
„Ich weiß nicht, ob du mich hören kannst, Sternchen,“ wisperte Narissas Stimme ganz in der Nähe. „Aber du musst jetzt stark sein. Gib nicht auf! Kämpfe dagegen an, hörst du? Du... du darfst nicht sterben, hast du verstanden?“
Der Drang, ihr zu antworten, war jetzt so stark, dass Aerien mit aller Macht gegen die Lähmung anzukämpfen begann, die ihren Körper ergriffen hatte.
„Sie kollabiert,“ sagte die Frauenstimme, die nun ebenfalls näher gekommen war. „Wenn du es wirklich tun willst, musst du es jetzt tun.“
Rote Punkte tanzten vor Aeriens Augen. Das Tuch auf ihrem Gesicht wurde teilweise weggezogen, sodass ihr Mund frei lag. Narissas Finger teilten ihre Lippen und jemand schüttete ihr eine Flüssigkeit in den Mund. Sofort fühlte es sich an, als würde Aeriens Inneres in Flammen stehen. Sie bäumte sich mit unerwarteter Kraft auf und ein Schrei bahnte sich seinen Weg aus ihrem Hals. In diesem flüchtigen Moment sah sie Narissa mit vor den Mund geschlagenen Händen neben ihr stehen, ehe Feuer und Rauch ihr wieder die Sicht nahmen. Aeriens Körper wurde schier zerrissen, während die Flammen rings um sie herum tobten und alles verschlangen. Dann, mit einem Mal, erloschen die Flammen - erstickt wie von einer großen Woge kühlen, tröstenden Wassers. Aerien erschlaffte und schnappte nach Luft. Vorsichtig öffnete sie die Augen.
„Wo bin ich?“ gelang es ihr zu sagen.
„Zurück im Reich der Lebenden, mit mehr Glück als Verstand,“ antwortete ihr niemand anderes als Elyana, wie Aerien nun endlich erkannte. Die geheimnisvolle Frau stand zu ihrer Rechten, die eine sehr missbilligenden Miene machte. Doch das war Aerien egal. Denn neben Elyana stand Narissa, mit dem breitesten Grinsen auf dem Gesicht, das Aerien bei ihr je gesehen hatte.
„Ich wusste, dass du es schaffst,“ jubelte Narissa und umarmte Aerien stürmisch.
„Wie ist das denn möglich? Ich erinnere mich an den Sturz, und dann...“
„Dann ist mir beinahe zu spät eingefallen, dass du ja nicht sonderlich gut schwimmen kannst,“ erklärte Narissa und erzählte Aerien, wie sie sie mehr ertrunken als lebendig aus dem Fluss auf den Grund der Schlucht gezerrt hatte und dann vor Erschöpfung ohnmächtig geworden war. Dort hatten Elyanas Dienerinnen sie gefunden und in Sicherheit gebracht.
„Was habt ihr mir da bloß eingeflößt?“ fragte Aerien neugierig.
„Etwas, das nur in den dringendsten Notfällen verwendet werden sollte,“ sagte Elyana vage. „Am besten vergesst ihr es bald wieder. Ich rate euch beiden dringend, eure Herangehensweisen zu ändern, ehe ihr nach Mordor geht. Diesmal habt ihr noch Glück gehabt. Doch so kann es nicht weitergehen.“
Narissa winkte ab. „Was zählt ist, dass wir am Leben sind, und dass wir das Symbol haben. Sobald du aufbruchsbereit bist, gehen wir zu König Músab und geben es ihm.“
„Ich fühle mich, als hätte ich seit einer Woche nicht geschlafen,“ gab Aerien zu. „Können wir wenigstens eine Nacht hier verbringen?“ Sie blickte sich um und nahm zum ersten Mal den Raum wahr, in dem sie sich befand. Er ähnelte den Höhlen der Kultisten darin, dass er in den Felsen des Alodia-Plateaus hineingeschlagen worden war, doch seine Wände waren mit weißer Farbe bemalt und auf dem Boden lag ein dicker Teppich. Durch das Fenster konnte man einen Wasserfall sehen.
Narissa nickte. „Ruh dich einfach aus, Sternchen. Unser Weg liegt jetzt wieder klar vor uns. Morgen geht die Reise weiter.“
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