14. Dez 2018, 03:10 Hallo Gast.
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge. Hierbei werden gemäß Datenschutzerklärung Benutzername und Passwort verschlüsselt für die gewählte Dauer in einem Cookie abgelegt.


Select Boards:
 
Language:
 


Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
[Edain] Bug Reports / Re: Map-specific Bugs
« Letzter Beitrag von OakenShield224 am Gestern um 22:54 »
Imladris AI doesn't do anything on the Lebennin 6 player map.
2
Rhun / An den Wassern des Erwachens
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 16:08 »
Durin, der noch immer voran ging, war mit einem Mal stehen geblieben. Der Rest der Reisegruppe führte die Pferde nun bereits seit einer knappen Meile am Zügel. Der Wald war zu dicht geworden, um weiter zu reiten. Die Bäume bildeten ein beinahe lückenloses Dach über ihren Köpfen und standen eng nebeneinander. Es hatte zu schneien begonnen. Obwohl der dichte Wald ihnen etwas Wärme spendete, spürte Córiel, wie die Kälte langsam ihre Beine hinauf kroch. Das Licht begann bereits zu schwinden und der Abend kündigte sich an.
"Was ist los?" rief Vaicenya dem Zwerg zu. Dieser drehte sich halb zu ihnen um und deutete geradeaus.
"Riecht ihr das nicht?" fragte Durin.
Córiel schnupperte. Ein merkwürdiger Geruch lag in der Luft. Er erinnerte sie an den Rauch von Lagerfeuern, doch irgend etwas daran kam ihr unbekannt vor.
"Hmm," brummte Jarbeorn. "Riecht, als würde jemand auf offenem Feuer grillen," meinte der Beorninger.
"Das meine ich nicht," erwiderte Durin. "Es ist der Gestank von..."
"...Orks", fiel Vaicenya ihm ins Wort. "Jetzt ist er unverkennbar geworden. Ich habe genug Zeit mit diesen nutzlosen Kreaturen verbracht, um diesen Geruch überall wiederzuerkennen."
Durin nickte bekräftigend. "Als ich zuletzt hier war, habe ich noch nichts davon wahrgenommen. Gesehen hab' ich auch nichts. Aber jetzt sind Orks in der Nähe, daran besteht kein Zweifel."
"Gehen wir vorsichtig weiter," schlug Córiel vor. "Haltet die Augen offen."

Sie pirschten sich mit großer Vorsicht weiter durch den Wald. Die Pferde hatten sie auf einer kleinen Lichtung angebunden, da Durin ihnen versichert hatte, dass sie sich kurz vor ihrem Ziel befänden. Der Zwerg erwies sich als überraschend geschickt und bewegte sich deutlich leiser als Jarbeorn, der größere Schwierigkeiten damit hatte, so wenig Geräusche wie möglich zu verursachen. Die Helligkeit nahm unter dem dichten Blätterdach des Waldes mehr und mehr ab. Schon bald mussten Córiel und Vaicenya voraus gehen, da sie im Dunkeln noch am besten sehen konnten. Zwerg und Beorninger folgten ihnen, während Durin hin und wieder geflüsterte Richtungsanweisungen an Córiel durchgab.
"Seht doch," wisperte Vaicenya einige Minuten später. "Dort vorne ist ein Licht."
"Nicht nur eines," ergänzte Córiel. "Ich sehe zwei, drei, vier... ein halbes Dutzend!"
"Ein rötliches Licht, wie von einer Fackel," murmelte Durin. "Das erklärt den Feuergeruch. Ich wette, die Orks sind ebenfalls nicht weit."
Sie näherten sich einem der Lichter, das zwischen den Baumstämmen unregelmäßig flackerte. Dichte Teppiche aus Moos hingen von den Bäumen herab und versperrten ihnen oft die Sicht, bis sie nahe genug an die Lichtquelle heran gekommen waren. Dann lugte Córiel vorsichtig hinter einem besonders breiten Stamm hervor... und was sie sah, ließ ihren Atem stocken. Vor ihr, an einem groben Pfahl, hing eine in Flammen stehende Leiche.
"Beim Barte meiner Ahnen..." presste Durin geschockt hervor.
"Diese Monster," zischte Vaicenya. "Wo sind sie?" Sie zog die Schwerter, doch Córiel hielt sie rasch zurück.
"Vorsicht," warnte sie. "Wir wissen nicht, wie viele Orks in der Nähe sind. Wir sollten sie überraschen, wenn wir können."
"Die übrigen Lichter..." murmelte Jarbeorn und beendete seinen Satz nicht. Sie wussten alle nur zu gut, worum es sich bei den anderen Lichtquellen handelte.
"Wir müssen sie uns ansehen," entschied Vaicenya. "Und diesen Abschaum dafür büßen lassen."

Sie fanden drei weitere Leichen, die alle ein Opfer der Flammen geworden waren. Córiels Magen drehte sich bei dem Geruch von verkohltem Fleisch mehr und mehr um. Jedes weitere Brandopfer, das sie entdeckten, wies weniger Verbrennungen auf und hatten also weniger lange in Flammen gestanden, doch alle waren bereits gestorben. Schließlich kamen sie zu einer Leiche, deren Gesichtszüge noch einigermaßen erkennbar waren. Die Haare waren bereits verschwunden, doch die feinen Gesichtszüge und die spitzen Ohren machten ihnen allen deutlich klar, worum es sich bei den Toten handelte.
"Los, weiter," drängte Vaicenya. "Die Brände werden immer frischer. Bald haben wir die Verantwortlichen eingeholt."
Sie rissen sich von dem grausamen Anblick los und hasteten weiter. Doch kaum eine Minute später drang ein Schrei an ihr Ohr, der ihnen das Blut in den Adern gefrieren ließ. Córiel erschauerte bei dem Gedanken, dass ein lebendes, denkendes Wesen zu einem solchen Laut fähig war.
Als sie kurz darauf das letzte Licht erreichten, war der Elb, dessen Todesschrei sie gehört hatten, erst seit wenigen Augenblicken in die Hallen von Mandos gezogen. Vaicenya knurrte gefährlich, als sie zwischen dem Laub hinter dem Brandpfahl Spuren entdeckte.
"Jetzt haben wir sie," stieß die Dunkelelbin hervor. Mit gezückten Klingen nahm sie die Verfolgung auf. Der Rest der Gruppe zog ebenfalls die Waffen und folgte ihr.

Inzwischen war es vollständig dunkel geworden. Die Geräusche des Waldes schienen mit jeder Minute lauter und bedrohlicher zu werden, auch wenn Córiel sich beinahe sicher war, dass sie sich das nur einbildete. Sie hatte einen Pfeil auf die Sehne ihres Bogens gelegt und folgte Vaicenya dicht auf dem Fuße. Sie passierten einen umgestürzten Baumstamm und drangen noch tiefer in den geheimnisvollen Wald ein. Das Unbehagen in ihren Gesichtern war deutlich zu erkennen.
Dann verschwanden mit einem Mal die Bäume auf beiden Seiten und sie standen am Ufer eines kleinen Sees. Die Sterne spiegelten sich auf dem klaren Wasser und Córiel wusste, dass sie an den Ort zurückgekehrt war, an dem Melvende vor vielen Zeitaltern einst erwacht war.
"Dort hinten," raunte Vaicenya und deutete den Strand entlang nach Norden. Ein verräterischer Lichtpunkt war dort aufgetaucht, diesmal eindeutig von einer Fackel. Sie kamen hastig näher, während sie sich nahe am Schatten der nahen Bäume hielten. Eine Horde von ungefähr zehn oder fünfzehn Orks war es, die drei Gefangene mit sich zerrten. Eine vierte Gestalt war bereits an einen der bekannten Pfähle gebunden worden, der nahe des Wassers in den weichen Boden getrieben worden war. Der Gefangene am Pfahl zappelte und wehrte sich nach Kräften, während die Orks ihn malträtierten.
Spätestens jetzt war Vaicenya nicht mehr zu halten. Mit einem wilden Schrei sprang sie los und krachte mitten zwischen die verdutzten Orks. Ehe diese sich von ihrem Schock erholen konnten, waren drei bereits unter Vaicenyas wirbelnden Klingen gefallen.
Durin war der Nächste, der sich dem Kampf anschloss. Sein großer Kriegshammer zerschmetterte den Helm samt Kopf eines weiteren Orks, der sich zwischen den Zwerg und die Gefangenen gestellt hatte. Córiels Bogen sang zweimal und sorgte dafür, dass zwei Orks mit Pfeilen im Hals gurgelnd zusammenbrachen. Und auch Jarbeorn tat seinen Teil und vertrieb oder tötete die Orks am Brandpfahl, ehe sie mit ihrer Fackel das trockene Holz entflammen konnten.
Es dauerte nur wenigen Minuten bis alle Orks tot waren. Bei den drei Gefangenen, die Durin inzwischen von ihren Fesseln befreit hatte, handelte es sich um Elben - zwei Frauen und ein Mann - die ihnen ihre Dankbarkeit in einer Sprache zeigten, die weder Córiel noch Durin oder Jarbeorn verstanden.
Vaicenya hatte nur Augen für den Elb am Brandpfahl. Sein Kopf war auf seine Schulter herabgesunken, doch seine Brust hob und senkte sich. Er war am Leben. Und als die Fackel, die Jarbeorn vorsichtig aufgehoben hatte, sein Gesicht beleuchtete, erkannte Córiel Níthrars ausgezehrtes Gesicht.
Klirrend fielen Vaicenyas Schwerter zu Boden. Sie stand beinahe regungslos vor ihrem Sohn, einen schwer zu deutenden Ausdruck auf dem Gesicht. Zögerlich hob sie die linke Hand, um ihm über die Wange zu streichen. Doch die Berührung schien sie zu erschrecken und sie zog die Finger wieder zurück.
Níthrar stöhnte leise und schlug die Augen auf. Sein Blick ging für einen Augenblick ins Leere, dann klärte er sich. "...Mutter?"
"Ich bin hier, Níthrar," erwiderte Vaicenya leise.
Ihr Sohn schwieg, doch er brach den Blickkontakt nicht ab. Eine Pause trat ein, die schließlich von Jarbeorn beendet wurde.
"Holen wir dich erst einmal da runter," brummte der Beorninger und zog sein Schnitzmesser hervor. Rasch hatte er Níthrars Fesseln gelöst und half dem Elben, sich auf dem weichen Boden am Ufer niederzulassen.
"Jarbeorn," stellte Níthrar staunend fest. "Córiel. Und..." sein Blick blieb an Durin hängen.
"Durin, Sohn des Thorin. Zu Euren Diensten." Der Zwerg verbeugte sich knapp.
"Wie nur könnt ihr hier sein?" fragte Níthrar verwundert. "Ich habe wohl so Einiges verpasst, wenn Mutter bei euch ist und ihr keine Feinde mehr zu sein scheint. Oder träume ich etwa, und bin in Wahrheit bereits auf dem Weg in den Ewigen Westen?"
"Du träumst nicht," lachte Jarbeorn. "Du und deine Freunde sind frei. Wir sind hier, weil... nun, das ist eine längere Geschichte."
"Das ist sie," stimmte Córiel dem Beorninger zu. "Ich bin froh, dass wir rechtzeitig gekommen sind, um zu verhindern, dass du das gleiche Schicksal wie die Unglücklichen erleidest, die wir um Wald gefunden haben."
Ein Schatten legte sich über Níthrars Gesicht. "So viele haben den Tod gefunden," murmelte er. "Ihre Schreie... ich glaube, ich werde sie niemals vergessen können."
"Vielleicht nicht," sagte Vaicenya und bot Níthrar die Hand an, um ihm auf die Beine zu helfen. "Aber du bist jetzt in Sicherheit. Und ich sorge dafür, dass die, die dafür verantwortlich sind, ihre gerechte Strafe erhalten."
Níthrars Zweifel an ihren Worten waren ihm deutlich anzusehen. Doch dann ergriff er Vaicenyas Hand. "Mutter, ich... weiß nicht, was ich davon halten soll. Aber... ich bin froh, dass du hier bist."

Während Vaicenya leise mit den Elben sprach, deren Sprache sie verstand, war Córiel ans Ufer des Sees getreten. Er war um ein Vielfaches kleiner als in Melvendes Erinnerung, doch es bestand kein Zweifel: Sie stand tatsächlich an den Wassern des Erwachens, am Strand Cúivienens. Mit einem Mal fühlte sie die Last der Jahrtausende, die auf ihrem Rücken ruhte und hatte das Gefühl, davon erdrückt zu werden.
Ein Arm legte sich um ihre Schulter, und die breite Gestalt Jarbeorns schob sich neben sie. "Beeindruckend," meinte der Beorninger.
"Was meinst du?"
"Das Sternenlicht," erwiderte er. "Selbst hier, so fern von der Heimat wie nur möglich, inmitten eines grausamen und fremden Landes, leuchten sie dennoch unverändert in ihrer Schönheit vom Himmel herab und spiegeln sich dort im klaren Wasser."
Córiel folgte seinem Blick. Er hatte recht. Selbst nach all der Zeit, die Córiel in Mittelerde verbracht hatte, war das Licht der Sterne noch immer dasselbe. Sie fand Trost in dieser Tatsache. Und gestattete sich ein kleines Lächeln.
"So tiefgründig warst du noch nie," stichelte sie. "Ist es mir also endlich gelungen, auf dich abzufärben?"
"Mach den Moment nicht kaputt, Stikke," hielt er dagegen, ohne seine Belustigung zu verbergen. "Wir haben noch einiges vor uns. Es wird uns gut tun, zumindest für einen kurzen Augenblick unsere Sorgen beiseite zu legen."
Córiel fand, dass der Beorninger wie so oft Recht hatte. Den Blick auf das Spiegelbild der Sterne gerichtet atmete sie tief durch und ließ zu, dass sie sich in jenem flüchtigen Moment für einige kostbare Minuten verlor.
3
Weit-Harad / Re: Die Mehu-Wüste
« Letzter Beitrag von Melkor. am Gestern um 14:12 »
Nach dem Gespräch mit Gatisen nahm sich Músab die Zeit, um für ein paar wenige, wertvolle Augenblicke auf andere Gedanken zu kommen. Er hatte aus Kerma einige alte Schriftstücke mitgebracht, die aus der Frühzeit des Reiches von Kush stammten. Eines davon schien eine Art Tagebucheintrag zu sein. Interessiert blätterte Músab in dem alten Manuskript und seine Gedanken wanderten an einen fernen Ort, viele, viele Jahrhunderte vor seiner Zeit...

~~~

Jahr 2060, Zweites Zeitalter
Königreich Kush, Ostküste von Harad

Gestern Abend kehrte der einzige überlebende Kundschafter zurück. Er war schwer verletzt und konnte seine Botschaft kaum aussprechen. Doch nun haben wir Gewissheit. Der Schatten hat uns nach langer Jagd gefunden.

Heute werden wir uns ihm stellen müssen.

Die Schlucht, in der sich der Widerstand versteckt hat, besitzt nur zwei Ausgänge. Beide sind von unseren Feinden, den Dienern des Schattens von Kush, besetzt. Der falsche König hält das Reich noch immer in seinem stählernen Griff, selbst nachdem mehrere Jahrhunderte vergangen sind und er längst dahingeschieden sein sollte. Diejenigen, die ihm nahe genug gekommen sind, um einen Blick auf seine schwarzen Roben zu werfen, sprechen von einem namenlosen Schrecken, der sie dabei ergriffen hat. Der Mensch, der einst König von Kush war, ist zu einem Schatten des Schreckens geworden, der mit der ebenso finsteren Macht im Bunde steht, die ganz Harad schon seit viel zu langer Zeit im Griff hat: Mordor.
Wir sind die Letzten, die vom Widerstand noch übrig sind. Ein Versteck nach dem anderen ist augespürt worden und eine Bastion nach der anderen erstürmt worden. Unsere Hoffnungen auf einen Sieg sind schon lange dahin. Wir können nun nur noch darauf hoffen, unsere Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Für eine Flucht ist es zu spät.

Die Nacht ist ruhig gewesen. Ich war zur letzten Schicht der Nachtwache eingeteilt worden und hatte dem Aufgang der Sonne über der Meeresenge im Osten zugesehen, während ich mein Schwert schliff. Jetzt steht die Sonne schon hoch am Himmel, doch noch immer regt sich bei unseren Feinden nichts. Es wird wärmer, und meine Anspannung steigt. Ich hasse es, auf eine Schlacht zu warten, der man nicht entgehen kann.
Am anderen Ende des Lagers sehe ich meinen Vater ruhelos auf- und abgehen. Er ist ebenso angespannt wie ich, das weiß ich. Der Speer in seiner Hand wippt nervös auf und ab. Ich mache mir nicht viel aus Speeren. Die Waffen meiner Wahl sind Schwerter und Bögen. Hier in Harad ist das Schwert eine seltene Wahl, da für seine Herstellung mehr Metall benötigt wird, als für einen Speer oder eine Keule. Doch dieses Schwert ist etwas Besonders für mich. Es stammt von einem meiner Vorfahren.
Mein Vater entdeckt mich und kommt zu mir herüber. "Fareeha," sagt er, mit einem rauen Klang in seiner Stimme. "Was soll nur diese Warterei? Warum greifen sie uns nicht an?"
Ich hebe die Schultern. "Ich weiß es nicht, Vater," antworte ich ihm. Ich frage mich, ob er sich dafür Vorwürfe macht, dass ich hier bin - gemeinsam mit ihm in der Todesfalle. Ob er seine einzige Tochter nicht lieber weit weg von hier wüsste. Er hat mir den Weg, den ich gewählt habe, niemals auszureden versucht, im Gegenzug zu meiner Mutter. Sie war von Anfang an dagegen, dass ich Kriegerin wurde. Doch mein Vater war stolz auf meine Entscheidung gewesen.
"Diese Warterei bringt mich noch um," murmelt mein Vater. Dann trottet er langsam davon, vermutlich auf der Suche nach etwas Wasser.

Ich döse ein wenig, mit dem Rücken an das sich erwärmende Gestein der Felswand hinter mir gelehnt. Kaum eine Minute ist vergangen seit ich die Augen geschlossen habe, als mich ein Warnruf weckt.
"Sie kommen!"
Der Wachposten hat nicht einmal genug Zeit, um einen erneuten Schrei auszustoßen. Schon trifft ihn ein Pfeil in den Hals und er stürzt tot zu Boden. Gestalten tauchen an beiden Ausgängen der Schlucht auf. Es sind Krieger von Kush, auf deren runden Schilden das Rote Auge gemalt worden ist. Sie kommen, um den Willen ihres Meisters auszuführen: Die Vernichtung des Widerstandes. Sie kommen schnell näher, die Waffen gezogen und Mordlust in den Augen.
Mein Schwert fühlt sich schwer in meiner Hand an. Mir fällt auf, dass meine Hand sich um den Griff herum verkrampft hat. Da spüre ich eine sanfte Berührung an meiner Schulter. Es ist mein Vater.
"Ganz ruhig, Fareeha," raunt er mir zu. "Was auch passiert... denk immer daran, dass ich dich liebe, mein Kind." Er streicht mir ein letztes Mal über das lange, schwarze Haar, das mir über den Rücken fällt, dann setzt er seinen Kriegshelm auf und reckt seinen Speer in die Höhe. Mit einem lauten Schlachtruf stürzt er sich in das rings um uns herum ausbrechende Gefecht.
Ein feindlicher Krieger durchbricht die dünne Verteidigungslinie des Widerstandes und kommt auf mich zu. Mit einem überlegenen Grinsen holt er zum tödlichen Schlag aus. Erst jetzt reagiert mein Körper und die Erfahrung, die ich mir in den vergangenen Jahren durch hartes Training und durch die vielen Kämpfe gegen die Loyalisten angeeignet habe, übernimmt meine Bewegungen. Ich lasse den Schlag mit einer raschen Drehung ins Leere laufen. Mein Schwert blitzt in der hellen Sonne auf und durchbohrt den Oberkörper des Kushiten. Blut spritzt auf den Brustschutz aus Leder, den ich trage, als ich die Klinge aus der Leiche ziehe.

Die Schlacht verschwimmt zu einem Meer aus Geschrei, Chaos, Schmerz und Tod. Ich habe kaum Zeit, darüber nachzudenken. Meine Klinge pariert, sticht zu, trennt Gliedmaßen ab und beendet Menschenleben. Meine Rüstung bewahrt mich vor den meisten Treffern, dennoch blute ich schon bald aus mehreren Wunden. Rings um mich herum vergeht der Widerstand mit jedem Rebellenkrieger, der fällt. Wir werden von beiden Seiten bedrängt und können nicht hinaus. Diese Schlucht wird unser Grab werden.
Für einige Minuten wendet sich das Blatt. Meinem Vater gelingt es, eine Schneise in die Reihen unserer Feinde zu schlagen. Ein Durchbruch scheint möglich zu werden. Ich verdopple meine Anstrengungen und verbreitere die Lücke, die entstanden ist. Einen Fuß vor den anderen setzend arbeite ich mich mühsam vorwärts. Doch dann versperrt mir etwas den Weg. Eine hochgewachsene Gestalt, gehüllt in tiefschwarze Roben aus Schatten. Eine Kapuze bedeckt das Gesicht des falschen Königs. In seiner gepanzerten Hand hält er ein grausames Schwert. Seine Stimme ist nicht mehr als ein unheilvolles Flüstern, das dem Widerstand den Tod verspricht. Und er ist umgeben von einer Aura des Schreckens.
Niemand wagt es, sich ihm zu stellen. Wohin er auch kommt folgt ihm die Vernichtung seiner Gegner auf dem Fuß. Nahezu mühelos schlachtet er jeden ab, den er zu fassen bekommt. Gepackt von einem namenlosen Entsetzen weiche ich vor ihm zurück, bis ich nicht mehr weiter kann. Mein Rücken stößt an die Felswand hinter mir.
Drei seiner loyalsten Krieger flankieren den Schattenkönig, als er sich mir nähert. Doch da stellt sich jemand schützend vor mich. Es ist mein Vater, Speer und Schild unbeugsam gegen seinen Feind gerichtet.
"Geh, Fareeha!" ruft er mir zu. Und in diesem Moment fällt neben mir ein Seil herab. Ein Blick die Felswand hinauf zeigt mir mehrere Gestalten, die von dort oben herabschauen und mir hastig zuwinken. Doch ich kann nicht gehen. Ich kann ihn nicht zurücklassen.
"Geh!" drängt er mich erneut, während er sich gegen die Angriffe seiner Feinde wehrt. Noch ist es ihnen nicht gelungen, meinen Vater zu überwinden. Zwei der Kushiten sind seinem Speer bereits zum Opfer gefallen.
"Fareeha!" Die Verzweiflung und Entschlossenheit, mit der er meinen Namen ruft, bringen mich schließlich dazu, das Schwert an meinen Gürtel zu stecken und das Seil hinauf zu klettern. Pfeile prallen rings um mich herum an der Felswand ab, während ich mich mühsam Stück für Stück hinauf arbeite. Ich wage es nicht, nach unten zu blicken. Tränen füllen mein Sichtfeld, als die Kampfgeräusche in der Schlucht langsam verklingen. Der Widerstand ist vernichtet und mein Vater ist gefallen. Ich frage mich, ob es der falsche König selbst war, der ihm den Todesstoß versetzte, und ob es ihm bewusst war, dass er damit den Letzten seiner Nachfahren getötet hatte.

Nein. Nicht den Letzten. Ich lebe noch. Ich erreiche die Felskante am oberen Ende der Schlucht und stemme mich hoch. Das Seil unter mir erzittert und mir wird bewusst, dass meine Feinde dabei sind, mir hinauf zu folgen. Rasch schneide ich es mit meiner Klinge durch und höre die Todesschreie der Unglücklichen, die sich daran festgehalten hatten.
Ich weiß nicht, wer mich gerettet hat. Die Gestalten, die mir das Seil zugeworfen haben, sind verschwunden. In wenigen Metern Entfernung steht ein einsames Pferd und daneben sind die Spuren weiterer Reittiere zu sehen, die fort von der Schlucht führen. Der Wind ist bereits dabei, sie zu verwischen.
Ich fasse den Entschluss, nicht aufzugeben. Ich werde meinen Vater rächen. Im Westen soll es noch Menschen geben, die sich der Herrschaft Mordors und Kushs widersetzen. Vielleicht werde ich mich ihnen anschließen können, wenn sie den Krieg zum Dunklen Herrscher tragen.


~~~

Músab unterbrach seine Lektüre, als einer der Gardisten zu ihm kam, um über den Verlauf der morgigen Reiseroute zu sprechen. Er beschloss, bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit weiter in dem uralten Tagebuch zu lesen und fragte sich, wie die Geschichte damals wohl weitergegangen war...
4
Und natürlich freuen wir uns auch, wenn ihr in der 2. Runde auf ModdB wieder für uns voted.

Ist erledigt :)

Auf ModDB hat ja anscheinend schon jemand erfolgreich die Namen der einzelnen Spells genannt. Bin ja mal sehr gespannt auf den rechten 10ner Spell, bislang wurde uns ja nur ein Huorn als einzelner eher kleiner Spell gezeigt und nicht als zerstörerischer 10ner Spell, der es mit einer Armee der Toten aufnehmen kann. Der Blick in den Spiegel bleibt wie gehabt mit stärkeren Auswirkungen?
Tauriels Spell wird verändert wenn er als 5er Spell auf der linken Seite ist. Er wird defensiver aber auch stärker vielleicht?

Der zentrale Spell wird vermutlich Einheiten einen Angriffs-/Verteidigungsbonus in der Nähe von Loriens Gebäuden geben, während Elbereth Gilthoniel kein globaler Spell mehr sein wird. Sonst würde er keine 2 Spellpunkte kosten. Der neue 6er Galadrielspell links wird vermutlich die Boni des ehemaligen 10ner Schiffes adaptieren (Heilung und so), während die rechte Galadriel für... Zerstörung sorgen wird und an Galadriels Macht bei der Vernichtung von Dol Guldur angelehnt ist?

Ich bin gespannt wie richtig oder falsch ich lag :D
5
Ich verstehe, das mit dem Crash ist natürlich so eine Sache und auch das die unterirdischen Gebäude für ein problemloses Spiel abgeändert werden müssen.

Die Dinge aus der Liste würde ich zwar für eine Beta der Nebelberge in 4.4.1 ehrlich gesagt als nicht erforderlich oder bereits als ausreichend vorhanden ansehen (das Spellbook z. B. ist nicht besser oder schlechter als das der anderen Völker in 4.4.1), aber nach einem Blick in die vergangenen Updates lässt sich ja hoffen das zumindest der größte Teil der Wartezeit auf Version 4.5 um ist (mit dem bereits angeteaserten Lorienspellbook würde ja theoretisch nur noch Arnors Spellbook fehlen). Wenn also die 4.5 sowieso schon für uns in greifbarer Nähe ist sehe ich natürlich auch das ihr keinen Grund habt auf den letzten Schritten noch Mod-Update für ein halb bis dreiviertelfertiges Nebelberge rauszubringen. Mit dem, was uns in 4.5 erwartet würden die Nebelberge dann tatsächlich von den anderen Völkern abgehängt werden.
Bleibt für mich zu hoffen, dass ihr euch danach nicht zu viel Zeit mit dem Release meines einstigen Lieblingsvolkes lasst.

In dem Sinne: Vielen Dank FG15 für die ausführliche Stellungnahme  :)
6
Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Firímar am 12. Dez 2018, 19:07 »
Bist du steuerbar?
Bist du ein Gebäude?
Stehst du auf zwei Beinen?
Gehörst du zum Rotwild?
Bist du ein Hund?
Bist du ein Bär?
Bist du ein Kaninchen?
Bist du eine Giraffe
Bist du ein Paarhufer?
Bist du größer als ein Schäferhund?
Bist du ein Pferd?
Bist du ein Marinenkäfer?
Bist du ein Düsterwolf?
Bist du ein Deko-Wolf, der passiv durch die Map läuft?

bist du gut ?
Hast du kuscheliges Fell?
Lebst du in Herden?

bist du lebendig ?
Bist du ein Tier?
Bist du ein Säugetier?
Bist du ein Fleischfresser?
Bist du ein Wolf?
Bist du ein Polarwolf?


Polarwolf? Das Viech heißt Weißer Wolf ^^ und ja, der bin ich ^^
7
[Edain] Discussion and Feedback / Re: Discussing the Mod of the Year elections 2018
« Letzter Beitrag von FG15 am 12. Dez 2018, 18:07 »
With your support, we have reached the Top 100 mods! As a token of our gratitude, here is the first teaser for the Lorien spellbook - more to come soon! And if you like what we have shown so far, please make sure to also vote for us in the second phase of the polls!
8
[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Diskussion zu den Mod of the Year Wahlen 2018
« Letzter Beitrag von FG15 am 12. Dez 2018, 18:06 »
Und hier noch mal das Spellbook für all jene die es auf ModdB noch nicht gesehen haben:
Als Dank dafür, dass wir es wieder mit eurer Hilfe in die Top 100 geschafft haben, gibt es das Bild des Spellbook als kleinen Teaser. Mehr Information werden bald folgen.
Und natürlich freuen wir uns auch, wenn ihr in der 2. Runde auf ModdB wieder für uns voted.
9
Wow, das neue Lorien Spellbook sieht einfach unglaublich gut aus. Ihr geht wohl jetzt richtig auf Stimmenfang  :D
Meine Stimme habt ihr nätürlich auch in der zweiten Runde.
10
Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Wurm Morgoths am 12. Dez 2018, 16:25 »
Bist du ein Polarwolf?
Seiten: [1] 2 3 ... 10