23. Sep 2019, 20:02 Hallo Gast.
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge. Hierbei werden gemäß Datenschutzerklärung Benutzername und Passwort verschlüsselt für die gewählte Dauer in einem Cookie abgelegt.


Select Boards:
 
Language:
 


Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Dunland und Eregion / Das Volk der Küsten
« Letzter Beitrag von Fine am Heute um 14:55 »
Bei den Pferden angekommen ließ sich Kerry erschöpft in das weiche, kühle Heidekraut der kleinen Senke fallen. Rilmir begann derweil, Domnalls Wunden so gut es ging zu verbinden.
"Also, was jetzt?" fragte Kerry in die Runde.
Oronêl, der gerade nach den Pferden gesehen hatte, kehrte zum Rest der Gruppe zurück und sagte: "Ich denke, es wäre am Besten, wenn wir Domnall zu seinem Stamm bringen."
Aéd, der inzwischen wieder problemlos auf eigenen Beinen stehen konnte, nickte zustimmend. "Ich muss ohnehin dorthin und die Häuptlinge zusammenrufen."
"Dann reiten wir so schnell es geht zum Dorf des Stammes des Schildes?" fragte Kerry. Zwar mussten sie dafür Dunland beinahe in seiner gesamten Länge durchqueren, doch nun, da Yven tot war, sollte das Land wenigstens wieder sicher für sie sein.
"Liegt es nicht in der Nähe der Grenze von Eregion?" fragte Rilmir, was von Oronêl und Kerry bejaht wurde. Der Waldläufer strich sich nachdenklich über das Kinn. "Nun, dann werde ich bis dorthin mitkommen. Ich habe immer noch einen Auftrag zu erfüllen."
Interessiert blickte Aéd bei diesen Worten auf. "Worum geht es dabei, wenn ich fragen darf?"
Rilmir verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich bin ein Abgesandter des Sternenbundes, einer Gruppe von Dúnedain des Nordens, die dafür kämpfen, Eriador von Sarumans Unterdrückung zu befreien. Unser Anführer ist der Meinung, dass sich bei unseren Zielen eine Zusammenarbeit mit den freien Dunländern für beide Seiten auszahlen könnte."
Aéd lächelte etwas gequält. "Wie ich auf schmerzhafte Weise erfahren musste, ist Sarumans Einfluß hier in Dunland noch immer stark," sagte er. "Ich weiß nicht, wieviel Hilfe meine Leute derzeit leisten können, aber ich denke, wir sollten uns in Ruhe unterhalten, wenn wir mein Heimatdorf erreicht haben."
Rilmir nickte zufrieden. "Dann reiten wir gemeinsam."

Gwŷra tauchte aus den Schatten der Nacht auf. Offenbar hatte sie den letzten Satz mitangehört, denn sie verkündete: "Wenn dem so ist, dann trennen sich unsere Wege hier. Nicht nach Norden hin, sondern nach Westen liegt mein Schicksal. Ich habe es dem Môrysbryd bereits gesagt."
"Wovon sprichst du?" wollte Kerry wissen.
Gwŷra streckte den Arm aus und zeigte westwärts. "Dort liegt meine Heimat. Die Weiße Hand ist dort stark. Doch wenn mein Vater erfährt, dass ich frei bin, werden sich seine Krieger gegen die Diener des Zauberers erheben. Es wird Krieg geben und der Blutmond wird viele Seelen einfordern. Aber es muss sein. Die Glannau Môr müssen wieder frei sein."
Oronêl rührte sich und sagte: "Du solltest nicht alleine gehen, Gwŷra. Ich werde dich begleiten."
"Môrysbryd..." Gwŷra machte ein betroffenes Gesicht. "Das ist keine gute Idee..."
"Wieso nicht?" mischte Kerry sich ein.
Gwŷra wirkte, als fiele es ihr schwer darüber zu sprechen. Leise sagte sie: "Mein Volk hat viele Monde lang kaum Kontakt zu den Reichen und Ländern dieser Welt gehabt, bis die Weißhände zu uns kamen. Am Anfang brachten sie fremde Waren und Waffen und gaben sich freundlich, doch im Laufe der Zeit änderte sich ihr Verhalten. Bald schon waren die Küstenstämme gezwungen, Schiffe für den Zauberer zu bauen und die Sturmsee jenseits der Mündung des Schattenflusses zu befahren. Das taten sie, bis eines Tages drei Schiffe vor dem Delta erschienen. Und der Befehl zum Angriff erging."
Ein Schatten zog über Oronêls Gesicht. "Ich glaube, ich weiß, was du sagen willst."
Kerry hingegen verstand es nicht. "Könnte mir bitte jemand erklären, worauf sie hinauswill?"
Gwŷra warf ihr einen kurzen Blick zu. "Drei Schiffe waren es, doch zwei reichten aus, um unsere Flotte zu vernichten. Es waren gewaltige, schwimmende Festungen, gebaut für den Krieg und mit schrecklichen Waffen bestückt. Die Zahl der Seelen, deren Blut den Fluss rot tränkte, lag in den Hunderten. Und gesteuert wurden jene Todesmaschinen von..."
"Von Elben," schloss Oronêl. "Es waren die Schiffe der Manarîn, Kerry. Erinnerst du dich? Du warst dort, an jenem Tag, als wir durch die Blockade der Gwathló-Mündungen brachen."
Gwŷra keuchte erschrocken auf. "Ihr wart dort? Seid ihr... klebt also auch ein euren Händen das Blut der Glannau Môr?"
Kerry schluckte. "Wir befanden uns auf dem kleineren Schiff, das nicht an der Schlacht teilgenommen hat," beeilte sie sich zu sagen.
"Ist das so," meinte Gwŷra zweifelnd und schien Kerry schier mit ihren Blicken zu durchbohren. "Es macht keinen Unterschied. Wir haben so viele an jenem Tag verloren. Und auch wenn die meisten von uns wissen, dass es des Zauberers Befehle waren, die unsere Krieger in eine Schlacht warfen, die sie nicht gewinnen konnten..." Ihr Blick blieb an Oronêl hängen.
"Ich verstehe," sagte dieser. "Elben sind bei deinem Volk derzeit nicht gerne gesehen."
"Das ist noch untertrieben," meinte Gwŷra.
"Dennoch ändert dies meinen Entschluss nicht," fuhr Oronêl unbeirrt fort.
"Was?" entfuhr es Gwŷra. "Beim Blutmond, welch Torheit ist dies?"
"Du hast uns geholfen, Aéd zu retten. Diese Hilfe soll nicht unbeantwortet bleiben. Also, Gwŷra von den Glannau Môr: Ich werde mit dir gehen."
"Und ich auch," sagte Kerry und überraschte sich damit selbst. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto entschlossener wurde sie, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Gwŷra hatte ihr auf ihre eigene, merkwürdige Weise in den Verließen Isengards Mut gemacht und - ob sie nun wirklich geheimnisvolle Kräfte besaß oder nicht - irgendwie dazu verholfen, aus ihrer Zelle auszubrechen. Und sie hatte dafür gesorgt, dass Aéd nicht von Yven erdolcht worden war. Allein das würde Kerry ihr niemals vergessen.
Gwŷra warf Kerry einen sehr zweifelnden Blick zu. "Du?" Sie stieß lautstark die Luft aus. "Von welcher Hilfe könntest du mir sein?"
Kerry stemmte die Fäuste in die Hüften. "Das wirst du schon noch sehen," gab sie etwas patzig zurück. Ja, Gwŷra würde es noch sehen. Sie wollte dem merkwürdigen Mädchen beweisen, dass sie, auch wenn sie kein Schwert so wie Oronêl oder Rilmir schwingen konnte, trotzdem kein hilfloses Kind mehr war. Sie würde mit Gwŷra und Oronêl gehen und Sarumans Einfluss über die Küstenstämme ein Ende setzen.
Oronêl lachte leise. "Das ist die richtige Einstellung," befand er. "Dann sei es so. Wir reiten nach Westen, während Rilmir und Aéd Domnall zu einem Heiler bringen."
"Ich werde in meinem Heimatdorf auf euch und euren Bericht der kommenden Abenteuer warten," sagte er und zwinkerte Kerry zu, was sie errötend beiseite blicken ließ.
Gwŷra gab ihren Widerstand auf. "Oh blutiger Mond, ihr rennt in euer Verderben. Hindern kann ich euch nicht, also füge ich mich eben. Morgen früh stehen wir mit der Sonne auf und reiten nach Westen."

In dieser Nacht sprach Kerry noch lange mit Aéd über alles, was sie seit ihrer Trennung in Isengard erlebt hatte und über die Pläne, die der Wolfskönig nun hatte. Er würde die Loyalität seiner Häuptlinge auf die Probe stellen müssen und sich auf den Kampf gegen Marchod den Donnerer vorbereiten. Aéd nahm Kerry das Versprechen ab, ihn zu besuchen, ehe sie sich nach Eregion aufmachte - ein Versprechen, das sie ihm nur allzu gerne gab.
Als sie sich endlich schlafen legte, war es bereits nach Mitternacht und Kerry sank beinahe augenblicklich in einen tiefen Schlummer. Sie träumte von unzusammenhängenden Bildern von Reitern, die über eine Ebene gen Osten galoppierten, von gerüsteten Kriegern, die durch einen schwach beleuchteten Tunnel marschierten und von einer großen Flotte mit hellblauen Segeln, die mit dem Sonnenuntergang im Rücken über ein unruhiges Meer glitten. Zuletzt glaubte sie, einen dichten, alles erstickenden Nebel zu sehen, der vom Fluss her aufstieg und jegliches Licht zu verlöschen drohte.
Als Kerry aufwachte, hatte sie keine Erinnerung mehr daran. Rasch machte sie sich abreisefertig. Erneut würde sie sich ein Pferd mit Gwŷra teilen müssen. Sie verabschiedeten sich von Aéd, Rilmir und Domnall und ritten los, als die ersten Sonnenstrahlen das Flachland zu beiden Ufern des Isen zu streicheln begannen und den Morgentau einem glitzernden Meer gleich aufleuchten ließen...
2
This has been suggested in the past, but our stance on it hasn't changed: We don't want Rohan to have access to heroic infantry. We feel that it doesn't fit Rohan as its main focus is cavalry, and their infantry prowess can't be compared to other factions like Gondor, Imladris or the Dwarves.

With that being said, your points are being addressed in different ways: Spearthrowers will work as intended in 4.5, giving Rohan fantastic counters to monsters. And the Three Hunters are being added as well as a powerful melee brawler that doesn't need a King's camp.
3
[Edain] Rohan Suggestions / Rohan Royal Guard Infantry
« Letzter Beitrag von NorthRanger am Heute um 04:52 »
Hi everyone,

I was wondering if it would be possible to add the Royal Guard as an infantry unit similar to Gondor's Citadel Guard unit.

My idea was to have them as 5 man Heroic/Elite units limited to 3 battalions that would be recruited from the Citadel. These would be equipped with a shield and be able to toggle between Spear and Sword, and also be able to change to a Shieldwall formation.

My reasoning for this is that Rohan need an elite infantry unit without relying on the King's Camp from the outpost. In addition that unit needs to be able to counter monsters such as trolls since Rohan really lack an effective counter for them (since spearthrowers are broken).
I also find it strange that Rohan does not have a shieldwall formation in any of its units despite it being a favored defensive tactic of the Rohirrim (used on the Pelennor Fields by Eomer's Riders, and the Battles of the Fords of Isen). I understand that formations are designed to more prevalent across the faction of Gondor and that you don't want to take that away from them which is why I've suggested it only for this unit.

Anyway what does everyone else think of this?
4
Allgemeine Vorschläge / Re: Kurzvorschläge allgemein
« Letzter Beitrag von )-(albarad am Gestern um 21:29 »
In der neuen Version von Age of the Ring wurden die Effekte der Stances etwas verschärft und vor allem werden sie in der Beschreibung angezeigt. Die Beschreibung ist bei jeder Einheit gleich, überall wird aufgelistet wie die Boni für Infanterie, Kavallerie, Bogenschützen, Helden aussehen. Für offensive Infanterie z. B. +20% Angriff und -20% Verteidigung, Helden erhalten zusätzliche Geschwindigkeit, Bogenschützen erhalten weniger Bonus als Malus etc.
Wäre schön wenn auch in Edain die Boni / Mali von Aggressiv, Defensiv und Normal in der jeweiligen Beschreibung Einzug finden (und ggf verändert) werden würden.

Konzeptionell können die Stances sehr interessant werden, in Edain beeinflussen sie ja größtenteils nur die Aggressivität der Truppen, die Pelleponesian Wars Mod für SuMII treibt hingegen das Prinzip an die Spitze und lässt Truppen durch verschiedene Stances ihre Formation wechseln (indem andere Lauf- und Angriffsanimationen sowie stärkere Effekte genutzt werden).
Vermutlich ist für eine solche Umsetzung der Aufwand zu groß, aber ähnlich wie in Age of the Ring könnte man es ja machen.
5
Na das klingt doch mal interessant, ich bin gespannt auf das Ergebnis deiner Mühen.
6
Hallo Zusammen,

Der Spätsommer zeigt heute zum Abschied sein freundliches Gesicht, denn Morgen beginnt der meteorologische Herbst.
Meine WAR-Mod Arbeiten nähern sich langsam dem Ende. Mittlerweile bereinige und verschönere ich noch verbliebene Modelle, Texturen und INI-Skripte. Isengard hat noch weitere 7 Black-Uruk Modelle erhalten. Der Hexenkönig und die Ringwraith funktionieren endlich so wie beabsichtigt, etc.

Akribisches Testen der einzelnen Missionen bzw. Karten kostet viel Zeit und Geduld. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Endlich kann man*frau ganze Armeen gegeneinander kämpfen lassen. Die Missionen dauern länger und bieten eine größere taktische Herausforderung.

Also, bald werden ca. 315 MB mit über 550 Modellen "Battle for Middle Earth" Spielfreude auf ModDB bereit stehen - hoffentlich Ende November.

sommerliche Abendgrüße,
ElvenRider
7
[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Euer Feedback zu Edain 4.4: Allgemein
« Letzter Beitrag von )-(albarad am 21. Sep 2019, 23:21 »
2. Die Ki auf Brutal ich habe mir bei der letzen Runde gegen Mordor mal den Spaß erlaubt und habe das Spiel pausiert und nachgezählt wie viele Einheiten die so reinwerfen.

Ich hatte immer eher den Eindruck dass Mordor viel zu wenig Truppen (dazu in Relation aber zu viele Helden) schickt.
Wenn dem Spieler eine Brutale (!) KI zu stark ist gibt es immer Luft nach unten: Schwere, mittlere oder leichte Einstellung können genutzt werden.
Wenn dem Spieler die Brutale KI zu schwach ist hat er keine Möglichkeit sie zu stärken. Wird die KI in der nächsten Version geschwächt, so muss man als guter Spieler zwangsweise gegen mehrere KIs spielen (oder ein eigenes Handycap anstellen, was vielen aber nicht zusagt). Bedeutet im Umkehrschluss: Alle Karten für 2 Spieler fallen raus und die jeweiligen Helden werden natürlich doppelt geschickt. Auch Festungsbelagerungen werden wesentlich langweiliger, gerade wenn nur Platz für 2 Gegner ist.

Lieber: Eine Brutale KI, die eher zu stark ist. Als mittelmäßiger Spieler hat man Spaß sich von so einer KI belagern zu lassen und nimmt ansonsten mittlere bis schwere KIs, Als sehr guter Spieler hat man eine angenehme Herausforderung.

Minas Morgul habe ich jetzt mal gegen eine brutale Mordor KI in der Festung ausprobiert, sie schien mir ein wenig stärker zu sein als sonst (= hat mehr Truppen geschickt), was vermutlich an der vermehrten Anzahl an Bauplätzen lag. Für meinen Geschmack ging das eher in die Richtung in der ich eine brutale KI haben will. Ich habe eine epische Schlacht gespielt, laut Statistik hatte der Gegner maximal 610 Truppen. Der Anfang war natürlich wie immer nicht ganz einfach, sobald ich aber ein paar Truppen hatte konnte ich die KI relativ entspannt zurückzudrängen und vernichten. Nachteilig für Mordor war, dass es keinen Vorposten bauen konnte. Daher denke ich auch nicht, dass die Gebäudezahl in der Festung verringert werden konnte.
Ansonsten eignet sich die Karte auch dazu, den Gegner mit einem Verbündeten zu belagern.
8
Dol Amroth / Ein unerwarteter Besucher
« Letzter Beitrag von Fine am 21. Sep 2019, 22:38 »
Alles hatte so gut angefangen. Je näher sie Dol Amroth gekommen waren, desto normaler hatte Hilgorn sich zu verhalten begonnen und somit Valions Besorgnis nach und nach versiegen lassen. Der General hatte sogar angedeutet gehabt, bei Fürst Imrahil für Valion zum Dank für seine Befreiungsaktion einzustehen, was Valion vermutlich auch bitte rnötig gehabt hätte. So hätten seine Chancen wahrscheinlich gar nicht allzu schlecht gestanden, erneut mit der Missachtung von direkten Befehlen einigermaßen ungeschoren davon zu kommen.

Doch jetzt lag Valion keuchend auf dem glatten Boden der großen Halle der Schwanenprinzen und schnappte angestrengt nach Luft. Die Zeit schien sich verlangsamt zu haben. Hilgorns unerwarteter Schlag hatte ihm die Kehle so sehr eingeengt, dass Valion husten musste, um überhaupt Atem in die Lunge zu bekommen. Mit Mühe stützte er sich halbwegs auf und sah Ta-er as-Safar über ihm stehen, die Hand ausgestreckt um Valion aufzuhelfen. Er hustete ein weiteres Mal und packte dann zu. Als er auf die Beine gekommen war, kam es ihm vor, als würden sich die Ereignisse wieder in normaler Geschwindigkeit abspielen und das laute, chaotische Geschrei der Menge im Inneren der großen Halle stürmte mit einer Wucht auf Valion ein, dass er glaubte, er müsste taub werden. Vor ihm, neben Hilgorns bewusstloser Gestalt, lag Rinheryn in einer Blutlache, halb auf den Stufen zu Imrahils erhöhtem Sitz zusammengebrochen.
"Weg da!" brültte Valion mit aller Kraft die er zusammenbringen konnte und stieß die Wachen, die sich gerade um die gefallene Rinya sammelten brutal beiseite. Das ist alles meine Schuld, dachte er entsetzt. Ich hätte es kommen sehen müssen. Bei Rinheryn angekommen kniete Valion sich neben die junge Frau und drehte sie so vorsichtig es ging auf den Rücken.
"Rinheryn, Rinheryn, sag etwas," rief er. Forderte er. "Komm schon, antworte mir, sag etwas..."
Ihr Gesicht war bleich und zunächst blieb sie ihm jede Antwort schuldig. Aus der Wunde, in der noch der Dolch steckte, rann ein wenig Blut. Valion wagte es nicht, die Waffe zu berühren, auch wenn er froh zu entdecken war, dass Hilgorn nicht die Brust, sondern nur die Schulter Rinheryns getroffen hatte. Als Valion ihr sanft gegen die Wange schlug, flatterten die Augenlider von Duinhirs Tochter und sie bewegte sich.
"Sie atmet!" rief Valion erleichtert. "Holt einen Heiler! Na los doch, eilt euch!"
Die Soldaten reagierten auf den Befehl und eilten davon. Das war der Augenblick, in dem Imrahil langsamen Schrittes die Stufen hinab schritt.
"Valion," begann der Fürst mit leiser Stimme, die von beherrschtem Zorn zeugte. "Wärest du vielleicht so freundlich, mir zu erklären, was hier eigentlich verdammt nochmal los ist?"
Die Lautstärke Imrahils hatte mit jedem Wort zugenommen und mit donnernder Stimme brachte der Herr von Dol Amroth und Gondor seinen Satz zu Ende - und den ganzen Saal zum Schweigen.
"Ich..." war alles, was Valion hervorbrachte.
"Ich glaube, so langsam habe ich genug von dir, Valion," sagte Imrahil drohend.
Es war Ta-er, die Valion rettete. Sie hielt respektvoll Abstand und hatte ihre Kapuze abgesetzt - es war das erste Mal, dass Valion die geheimnisvolle Assassine ohne Verhüllung sah. Er war erstaunt, in ein makelloses Gesicht ohne jegliche Narben zu blicken, dessen vertraute, dunkelbraune Augen dem Blick des mächtigen Fürsten von Dol Amroth ohne Mühe standhielten. Ta-er machte einen Schritt nach vorne - nur einen - und neigte das Haupt vor Imrahil. "Wenn Ihr erlaubt, Fürst. Ich werde Euch alles erklären."
Imrahils Miene blieb hart, als er Ta-er musterte, doch in seinen grauen Augen blitzte eindeutiges Interesse auf. "Und was bringt eine Assassine aus dem Süden an meinen Hofe? Es wäre nicht das erste Mal, dass Valion eine Frau von... fragwürdigem Hintergrund von seinen Abenteuern in die Schwanenstadt bringt."
"Oh, das glaube ich Euch gerne, mein Fürst," sagte Ta-er, jedoch ohne zu lächeln. "Seid unbesorgt. Ich bin mit Valion nicht auf diese Art und Weise verbunden."
"Dass Ihr kein Feind seid, dachte ich mir schon in dem Augenblick, in dem ihr meinen besten General so geübt niedergestreckt habt. Ich hoffe, ihr habt ihn nur betäubt und nicht getötet - ich hätte da nämlich die eine oder andere Frage an ihn."
Valion war froh, dass sich Imrahils Zorn zu geradezu neugierigem Interesse gewandelt hatte. Ein rascher Seitenblick des Fürsten zeigte Valion jedoch, dass der Herr der Schwäne ihn nicht vergessen hatte.
"Er wird sich erholen. Doch ich fürchte, Ihr solltet ihn bis auf Weiteres einsperren," sagte Ta-er. Derweil waren endlich die Heiler eingetroffen und kümmerten sich um Rinheryn, die zwar noch immer etwas Blut verlor, aber nicht danach aussah, als würde sie innerhalb der nächsten Minuten sterben. Valion atmete erleichtert auf, während er der Unterhaltung weiter folgte.
"Schafft ihn in eine der Zellen unter dem Palast und seht zu, dass er Nahrung und etwas zu Trinken erhält," befahl der Fürst seinen Dienern. "Und gebt mir sofort Bescheid, wenn der General erwacht." Während vier Männer Hilgorn eher unsanft aufhoben und davontrugen, wandte sich Imrahil wieder der Attentäterin zu. "Also denn. Nennt mir Euren Namen, Assassinin, und erzählt mir, was ich wissen möchte."
Ta-er begann ihren Bericht damit, dass sie dem Fürsten von der Lage auf der Insel Tol Thelyn berichtete und dass sie auf Edrahils Empfehlung hin nach Gondor gekommen war. Sie erzählte dann in kurzen und prägnanten Sätzen von ihrer Ankunft in Linhir und ihrer ersten Begegnung mit Hilgorn und dessen Gefangennahme durch Arnakhôrs Leute. Als sie an die Stelle kam, an der sich Valion entschieden hatte, Hilgorn zu retten, wandte Imrahil ihm den Kopf zu und musterte Valion streng, jedoch ohne die Erzählung zu unterbrechen. Rasch fasste Ta-er noch den Ablauf der Befreiungsaktion und den Ritt nach Dol Amroth zusammen.
"Also sagt Ihr, dass diese schwarzen Númenorer irgend etwas mit Hilgorn gemacht haben, das ihn zu einer Gefahr werden ließ," fasste Imrahil zusammen und rieb sich nachdenklich das Kinn. "Gewiß war ich selbst das eigentliche Ziel, und nicht die arme Rinheryn." Bei der Nennung ihres Namens blickte Rinya schwach auf und sie versuchte, sich aufzustützen. Sanft, aber bestimmt hielten die Heiler sie zurück.
"Wie steht es um meine tapfere Verteidigerin?" erkundigte sich der Fürst.
"Sie wird es überstehen," sagte der älteste der Heiler. "Die Dame wird sich einige Zeit erholen müssen, aber sie wird durchkommen."
Valion suchte Rinheryns Blick. Schwach lächelte sie ihm entgegen. Dann ließ sie zu, dass die Heiler sie auf eine Trage hievten und davontrugen.

"Nun denn," sagte Imrahil. "Ta-er as-Safar. Ich danke Euch für Euren Bericht. Valion - hat sie die Wahrheit gesagt, oder möchtest du irgend etwas davon korrigieren?"
"Sie hat Euch nicht angelogen, mein Fürst," antwortete Valion.
"Das ist gut," meinte der Herr von Dol Amroth. "Dann werden wir nun..."
Weiter kam er nicht. Aus den Tiefen der Halle, die sich inzwischen nach und nach geleert hatte, kam einer der Palastwächter geeilt. "Mein Fürst!"
"Was gibt es?"
"Ihr habt einen Besucher, mein Fürst," sagte der Wächter, außer Atem. "Aus dem fernen Reich von Kerma."
"Ich denke nicht, dass dies die beste Zeit für..." begann Valion, doch Imrahil hob die Hand.
"Noch mehr Haradrim? Nun, dies ist nicht der seltsamste Zufall an diesem denkwürdigen Tag. Ich werde ihn empfangen. Und du, Valion, wirst an meiner Seite bleiben, bis diese Angelegenheit erledigt ist."
Imrahils Ton duldete keine Widerrede. So fand sich Valion neben dem Sitz des Herrn der Schwanenritter ein, auf dem dieser sich nun wieder niederließ.
"Prinz Gatisen von Kerma, Abgesandter seines Onkels, seiner Majestät Músab bin Kernabes, König von Kerma und Schutzherr von Assuit!" kündigte einer der Begleiter des Haradrim-Prinzen den Besucher an, als dieser die Halle durchquerte und einige Schritte vor den Stufen stehenblieb, die zu Imrahils Sitz hinauf führten.
"Willkommen, Prinz Gatisen," sagte Imrahil.
"Ihr steht vor Imrahil, Adrahils Sohn, Fürst von Dol Amroth und herrschender Truchsess von Gondor," sagte Valion nach einem auffordernden Seitenblick Imrahils.
Gatisen war ein Mann in Valions Alter. Er trug feste Reisekleidung von hoher Qualität. Quer über seine Brust hing eine rote Schärpe, auf die ein stilisierter schwarzer Múmak gestickt war. Valion erschauerte als er sich daran erinnerte, wie jene Kriegsbestien in der Schlacht auf den Pelennor-Feldern gegen die Heere Rohans und Gondors gewütet hatten. Gatisens Haar und Augen waren dunkel und sein Hautton ähnelte dem der südlicheren Haradrimstämme. Valion war sich nicht ganz sicher, wo das Königreich von Kerma genau lag, doch er vermutete es jenseits der großen Wüsten hinter Umbar, wenn nicht sogar noch weiter entfernt.
Der Prinz hatte zwei Begleiter: einen Diplomaten, der eine Truhe mit sich führte, und eine junge Frau, quasi noch ein Mädchen, mit glänzendem schwarzen Haar, das ein dünnes weißes Kleid und einen wallenden, hellroten Umhang trug, der ihr zu beiden Seiten über Schultern und Arme fiel, sodass ihre Hände und ihr Oberkörper nahezu verborgen waren.
"Ich danke Euch für Eure Zeit, Fürst Imrahil," sagte Gatisen. Er sprach Westron gut, mit einem hörbaren südländischen Akzent, jedoch fließend und ohne zu stocken. "Ich überbringe Euch die freundschaftlichen Grüße meines Onkels, dem Qore Músab, und ein Geschenk Seiner Majestät - Adiq, bitte..."
Der Diplomat kniete nieder und öffnete langsam die Truhe. Darin lag ein edles Schwert nach Art der Haradrim, über und über mit Gold verziert.
Imrahil gab Valion mit einer kaum wahrnehmbaren Kopfbewegung zu verstehen, die Waffe entgegenzunehmen. Also ging Valion die Stufen hinab und entnahm das kermische Schwert vorsichtig aus der Truhe. Es lag leicht in seiner Hand, trotz des Goldes. Gerne hätte er es ein wenig ausprobiert, doch dies war weder die Zeit noch der Ort dafür. Gemessenen Schrittes kehrte er an Imrahils Seite zurück und reichte das Geschenk König Músabs an den Fürsten von Dol Amroth weiter, welcher es mit Interesse in Augenschein nahm.
"Dies scheint mir eine Gabe von hohem Wert zu sein," meinte Imrahil. "Sagt mir, Prinz Gatisen... was bezweckt König Músab mit diesem Geschenk? Gewiß ist es nicht aus reiner Herzensgüte in meine Hand gelangt."
"Ihr seid weise, mein Fürst," erwiderte Gatisen mit einem Nicken. "Mein Qore erhofft sich die Freundschaft der Herren von Dol Amroth und Gondor und die Aufnahme von freundlichen Beziehungen. Handel ließe sich zwischen unseren Reichen treiben und der Austausch von Wissen wäre sicherlich von Nutzen für unsere Völker."
"Nun, ich bin einem solchen Angebot nicht abgeneigt, das gebe ich zu," sagte Imrahil mit Bedacht. "Doch Ihr müsst verstehen, dass der Múmak von Kerma hier in Gondor nicht viele Freunde hat. Viele von uns haben auf dem Pelennor mit eigenen Augen gesehen, was diese Tiere anrichten können. Und entspricht es nicht der Wahrheit, dass die Múmakîl, die auf Befehl des Dunklen Herrschers Gondor verheerten, zum Großteil aus Kerma stammten?"
Valion beobachtete Gatisen aufmerksam, doch der Prinz verzog keine Miene.
"Darüber hinaus," fuhr Imrahil fort, "ist es mir zu Ohren gekommen, dass Kerma eines der Reiche ist, das dem aufstrebenen Malik der Haradrim, Qúsay bin Nazir, die Treue geschworen hat und sich seinem Malikat angeschlossen hat. Wir stehen im Bunde mit Qúsay und seinem Reich. Weshalb schickt König Músab also nun einen eigenen Unterhändler an meinen Hof, anstatt sich von Qúsay oder dessen Untergebenen vertreten zu lassen?"
Ein Schatten zog über Prinz Gatisens Gesicht. "Mein Onkel hat sich mit Qúsay überworfen. Er wünscht, dass Kerma unabhängige Verbündete findet. Unser Land hat gerade erst einen blutigen Krieg überstanden und braucht neue Handelspartner."
"Ihr versteht sicherlich, dass ich keine Truppen entbehren kann, um sie bis nach Weit-Harad zu entsenden," stellte Imrahil klar. "Auch werde ich mein Bündnis zu Qúsay nicht leichtfertig aufkündigen. Doch über Handel lässt sich ohne Bedenken sprechen, wie ich meine. Ich bin mir sicher, dass Waren aus Kerma in den Häfen Gondors eifrige Käufer finden würden, wenn sie auch nur annährend die Qualität jenes Schwertes haben, dass König Músab mir sandte."
Prinz Gatisen nickte verstehend. "Gewiß, mein Fürst. Ich werde meinen Untergebenen mit Eurem Quartiermeister sprechen lassen, um die Details im Bezug auf den Handel zu klären, und danke Euch erneut für Eure Zeit." Er verbeugte sich galant, ehe er sich umdrehte und ging, gefolgt von dem jungen Mädchen. Der kermische Diplomat blieb, bis Imrahil den Quartiermeister rufen ließ.
"Ich habe über vieles nachzudenken, Valion", sagte Imrahil und stand auf. "Du solltest dich derweil mit deiner Verlobten im Haus vom Schwarzsegel treffen. Wir werden uns morgen wegen deiner Taten unterhalten..."

Nachdem er Rinheryn in den Heilhallen einen Besucht abgestattet hatte und die verwundete junge Frau schlafend, aber einigermaßen wohlauf vorgefunden hatte, verließ Valion mit gemischten Gefühlen  den Fürstenpalast und machte sich auf die Suche nach Lóminîth, die inzwischen mit dem Schiff aus Linhir eingetroffen sein musste...
9
Eigene Geschichten / Re: Der Thron von Mittelerde
« Letzter Beitrag von >Darkness< am 21. Sep 2019, 20:47 »
Laut und majestätisch hallten die Glocken der großen Kirche der Valar durch die Straßen von Minas-Tirith. Das Gebäude War ursprünglich für die Anhänger Melkors gedacht, als Anarya die Stadt eroberte, doch König Imrahil Verbot diese Gruppierungen und überließ den Tempel der Anhängerschaft der Valar. Er selbst hielt nicht viel von Religion, doch solange so sein Anspruch auf den Thron nicht gefährdet War,  sah er auch keine Gefahr in deren bestehen. Anders sah es mit den Anhängern des Melkors aus, die nur jemanden auf den Thron dulden würden, der selbst ein Gläubiger der eigenen Religion ist.
Galador schenkte sich gerade Wein in seinem Becher ein, als sich die Türen seiner Gemächer öffneten. Saruman betrat den Raum. Galador ließ sich auf einen Stuhl fallen und seufzte.
"Ihr wisst dass euer Bruder den Rat einberufen hat? Ihr solltet ihn nicht....", fing der Besucher an doch Galador unterbrach ihn abrupt: "So gesehen ist es mir egal was mein Bruder will... Für ihn war ich immer schon ein Dorn im Auge..."
Er trank den Wein mit einem Zug aus und schenkte sich erneut ein. Saruman setzte sich daraufhin auch auf einen Stuhl. Dabei versteckte er seine Hände in der Ärmel seines Gewandes. "Schon unser Vater bevorzugte Imrahil damals und er selbst führt das nun fort. Er ist der edle Ritter, der geborene Anführer und Herrscher, während ich die meiste Zeit betrunken bin und mein Geld in Bordellen ausgebe..."
Saruman erwiderte: "Was aber nicht bedeutet, dass ihr das nicht mehr werden könnt. Viele Menschen haben erst später ihren richtigen Weg der Bestimmung gefunden."
Galador lachte laut. "Das sieht Imrahil aber ganz anders... Er selbst behält auch noch den Herrschersitz von Dol-Amroth und sobald sein Sohn jetzt in absehbarer Zeit die Tochter des Fürsten von Thal heiraten wird, wird er der neue Fürst von Dol-Amroth sein... Ich galt immer schon als Abschaum der Familie und sollte mich zufrieden schätzen ein Mitglied des Rates zu sein..."
Der Besucher erhob sich nun. Dabei behielt er einen gleichgültigen Blick. "Wir sollten den König nicht warten lassen und bevor ihr noch ganz betrunken seid..."
"Ja, ja...", stöhnte Galador.

Endlich raffte sich er sich auf und machte sich auf den Weg.
Der recht schlanke Mann öffnete die hölzernen Türen des Ratsaals. Die Stimmen verstummten und alle Augen richteten sich auf den Mann. Er setzte sich an den Tisch und Imrahil rief: "Hast du nun auch endlich den Weg hierher gefunden? " Er ließ sich die Provokationen nicht nehmen. Galador dagegen verdrehte nur die Augen. 
"Lasst uns fortfahren... Mein Sohn wird in den folgenden Tagen Irana von Thal heiraten, wir sollten keine Kosten scheuen und das Gebiet rund um die Kirche der Valar muss gesichert werden..."
Galador unterbrach den König: "Verzeih mir, aber woher genau sollen wir das Geld nehmen?"
Dieser warf ihm nur einen missachtenden Blick zu. "Natürlich aus der Schatzkammer des Reiches... Was ist los mit dir? Bist du etwa wieder betrunken ?", entgegnete Imrahil.
"Mein Bruder, aber die Schatzkammern sind leer, das Reich ist hoch verschuldet...", beschwichtigte Galador. Imrahil schüttelte den Kopf. "Du hast wohl vergessen, dass das Haus Girion von Thal außerordentlich Reich ist, nachdem die Zwerge aus dem Erebor mysteriöserweise verschwanden.."
Das hätte sich Galador schon denken können. Natürlich ließ Imrahil nur deshalb die Hochzeit arrangieren.  Der König wendete sich an seinen engsten Berater Norys: "Gibt es irgendwelche Nachrichten über das Mädchen aus dem Osten? Lebt sie noch?"
Norys kramte seine Briefe zusammen. Er schien nervös und antwortete stotternd: "Eure Hoheit,  das Vaneryen-Mädchen scheint sich den Gefahren bewusst zu sein..."
Saruman warf hinein: "Ihr habt doch wenig damit zu tun,  die Informationen über sie habt ihr doch nur von mir und die Mörder wurden von mir beauftragt, aber scheinbar scheinen sie alle viel Geld zu nehmen für wenig Talent."
Imrahil vergrub sein Gesicht in seine Hände. Er konnte es nicht glauben, das es so schwer war ein Mädchen umzubringen.  "Nun gut, wir haben aber noch genug Menschen hier, die den Vaneryens gedient haben und diese müssen alle verschwinden, ich dulde keinen möglichen Verräter in meiner oder in der Nähe meiner Familie, Norys kümmert euch darum, diese zu beseitigen! Schickt mir Kommandant Beregond aus der Königsgarde her!", befahl der König bestimmend.
Norys verbeugte sich und machte sich sofort auf den Weg.
Saruman entgegnete verständnislos: "Ihr könnt doch nicht systematisch alle um euch herum ausschalten! Das macht euch doch kein Stück besser, als jene wie Thrion, die ihr bekämpft habt..."
Bevor Imrahil antwortete, presste er seine Lippen aufeinander, die sich dann schnell in ein breites Grinsen verwandelten.
"Um meine Familie und das Reich zu beschützen, sind manchmal schlimme Dinge notwendig. Und das hier ist so eine Notwendigkeit! Und jetzt entschuldigt mich, ich muss in den Thronsaal!"

Galador und Saruman folgten ihrem König in den Thronsaal und stellten sich jeweils rechts vom Thron, auf den sich Imrahil setzte. Beregond betrat den Saal in seiner silbernen Rüstung der Königsgarde. Stolz trat er vor seinen König und verneigte sich tief.
"Ihr habt mich gerufen, eure Hoheit, und hier stehe ich!", der in die Jahre gekommende Mann der Garde klang noch immer Stolz und sicher. Imrahil seufzte und erhob seine Stimme: "Ihr habt dem Reich lange gedient und nun sollt ihr eure Belohnung erhalten!"
Er machte eine kurze Pause. Noch hörte ihm Beregond gespannt zu. "Ich biete euch ein Rittergut und ihr könnt euch zur Ruhe setzen, um die letzten Jahre eures Lebens ohne Sorgen leben zu können!"
Der verdutzte Blick von Beregond war nicht zu übersehen. Er war so erstaunt,  dass er überhaupt nicht bemerkte, dass sein Mund offen stand. "Eure Hoheit ich verstehe nicht...", fing er an.
Sofort erwiderte Imrahil: "Ihr seid auch nicht mehr der jüngste und solltet so langsam Platz für die folgenden Generationen machen..."
Verzweifelt zog der Mann der Königsgarde sein Schwert und richtete es auf seinen König. "Ich bin ein gesalbter Ritter und mein Leben lang ein Mitglied der Königsgarde und als dieser möchte ich auch sterben!"
Die anderen Gardisten stellten sich schützend vor ihren König und warteten auf den Befehl ihres Königs. Dieser sagte aber zunächst nichts. "Selbst jetzt noch könnte ich jeden von euch dir Kehle aufschneiden,  wenn ich wollte!", drohte er. Kurz darauf warf er sein Schwert zu Boden. Auch sein weißer Mantel fiel zu Boden als er seine Rüstung auszog. Imrahil beobachtete genüsslich das Schauspiel und wartete bis der Kommandant fertig war.
Wutentbrannt stampfte der Mann aus dem Saal. Galador und Saruman warfen sich besorgte Blicke zu, wagten aber nicht etwas zu sagen...
10
[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Euer Feedback zu Edain 4.4: Allgemein
« Letzter Beitrag von FG15 am 21. Sep 2019, 10:06 »
1. Um welche Karten und Völker handelt es sich?
Seiten: [1] 2 3 ... 10