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Dol Amroth / Die Klippen der Schwanenstadt
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 15:12 »
Benommen vor Schock blieb Aerien stehen. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Ihre Hände zitterten und sie presste sie eng um ihren Körper, als der frostige Wind, der durch die zerschlagenen Fensterscheiben drang, sie umwehte. Tief in ihrem Inneren erhob sich ein Drang, ein Gedanke, der sie aus ihrer Vergangenheit einholte: "Erste Regel: Überlebe!".
Aerien sah sich hastig um. Sie war allein in dem Schlafgemach, das Minûlîth bewohnt hatte. Der oder die Angreifer mussten durch das Fenster geflohen sein. Ihr fiel der tote Wächter auf, der in der Türschwelle lag. Als sie ihn näher betrachtete, bemerkte Aerien, dass er durch einen Wurfdolch gestorben war, der seine Kehle durchbohrt hatte. Der Winkel, in dem die Leiche auf dem Boden lag, ließ darauf schließen, dass das Geschoss von der gegenüberliegenden Seite des Raumes gekommen war - dort, wo die zerbrochenen Fenster waren.
Sie sind also durch das Fenster eingedrungen und auf dem selben Wege geflohen, dachte Aerien. Im selben Augenblick stieß sie ein Gardist beiseite, der an der Spitze eines halben Dutzends Soldaten in das Schlafgemach gestürmt kam; ohne Zweifel alarmiert durch den Lärm der auch Aerien geweckt hatte. Ein Wächter eilte zum Fenster und blickte hinaus. "Seile, Kommandant!" rief er. "Wer auch immer dafür verantwortlich ist, sie können noch nicht weit sein!"
Der Gardist, der den Befehl führte, verschwendete keine weitere Zeit. Er befahl zwei Soldaten, sich um die Leichen zu kümmern und nahm mit dem Rest der Krieger die Verfolgung auf - den selben Weg durchs Fenster verwendend, den auch die Eindringlinge benutzt haben mussten. Kaum waren die Soldaten durch das Fenster geklettert, betrat Hilgorn den Raum, ein gezogenes Schwert in der Hand. Er schien die Situation mit einem Blick zu erfassen und ließ sich von den beiden verblibenen Gardisten Bericht erstatten. Dann machte er kehrt und eilte so rasch davon, wie er gekommen war, zweifellos um den Angreifern auf einer anderen Route den Weg abzuschneiden.

Einer der beiden Wächter nahm Aerien beim Arm und führte sie zurück in ihr Gemach. Sie leistete keinen Widerstand. Serelloth lag noch immer tief schlafend dort wo Aerien sie zurückgelassen hatte. Doch sie war nicht allein. An ihrem Bett saß eine dunkle Gestalt in den Gewändern einer Palastzofe.
"Es geht dir gut," sagte die Zofe mit Erleichterung in der Stimme. Sie stand auf und umarmte die verdutzte Aerien. Erst auf den zweiten Blick erkannte Aerien die totgeglaubte Minûlîth.
"Du bist... am Leben?" stammelte sie und kam sich vor, als würde sie aus einem Albtraum erwachen.
"Was man über die arme Renvís nicht sagen kann," meinte Minûlîth mit Bedauern. "Sie hat ihre Rolle gut gespielt... zu gut, könnte man sagen."
"Aber... woher wusstest du...?"
"Amrodin, der Herr der Spione, warnte mich gestern Abend," erklärte Minûlîth. "Der tapfere Narr! Er konnte mich vor dem Tod retten, aber nicht sich selbst."
Aerien sah Minûlîth an, eine unausgesprochene Frage in den Augen. Die Herrin des Turms von Tol Thelyn nickte sachte.
"Er ist tot," erklärte sie. "Ganz auf ähnliche Weise wie Renvís. Wer hätte jemals damit gerechnet, dass das Herz Gondors selbst angegriffen werden könnte? Dass der Palast, in dem der wiedergekehrte König residiert, nicht sicher sein könnte?"
Aerien hatte keine Antwort auf diese Fragen. Glücklicherweise schien Minûlîth ohnehin keine von ihr zu erwarten. "Du solltest versuchen, trotz aller Schrecken noch ein wenig zu schlafen, Mädchen," sagte sie sanft und ließ Aeriens Hände los, die sie nach der Umarmung noch einen Augenblick festgehalten hatte. "Ich denke nicht, dass wir heute Nacht einen weiteren Angriff befürchten müssen. Unser Feind glaubt, sein Ziel erreicht zu haben und hält mich für tot. Lassen wir ihn noch eine Weile in dem Glauben, schlage ich vor."

Es gelang Aerien, noch einmal Schlaf zu finden. Tatsächlich schlief sie ungewöhnlich lange. Es war Serelloth, die sie voller Aufregung weckte. Sie wirkte nicht so als hätte der nächtliche Angriff auf den Palast sie eingeschütert, ganz im Gegenteil: Serelloth wirkte aufgekratz und tatkräftig.
"Wir haben noch ein paar Stunden bis zu unserem Treffen mit dem Nordmann," sagte sie. "Komm! Vielleicht finden wir eine Spur, die uns zu den geheimnisvollen Angreifern führt, die letzte Nacht zugeschlagen haben."
Aerien teilte zwar Serelloths Begeisterung nicht sonderlich, dennoch schloss sie sich ihrer Freundin an. Gemeinsam umrundeten sie den Palast, indem sie sich ihren Weg durch die fürstlichen Gärten suchten, bis sie an die mächtige Klippe kamen, an die die Rückseite des Gebäudekomplexes angrenzte. Hier ging es für sie nicht weiter, denn die Klippen waren zu steil und zu glatt, um an ihnen ohne Seile hinunterzuklettern. Und selbst wenn sie es bis ganz nach unten geschafft hätten, würde sie nichts als tosende See erwarten, denn der kalte Stein der Klippen setzte sich nahtlos unter der Wellenlinie fort; das Meer war an dieser Stelle beinahe so tief wie auf hoher See.
"Sie müssen ein Boot dort unten vertäut haben," überlegte Serelloth.
"Oder sie haben es geschafft, dem Wellengang schwimmend zu trotzen," meinte Aerien.
"Das glaube ich nicht. Die Wachen, die hier gestern Nacht heruntergeklettert sind, um unseren Feinden zu folgen, mussten schließlich umkehren und wieder die Seile hinauf steigen. Und wenn selbst Ortskundige es nicht wagen es mit der Strömung aufzunehmen, werden es Fremde doch noch viel weniger versuchen," hielt Serelloth dagegen.
Aerien antwortete nicht. Sie blickte auf das schäumende Wasser hinab, das sich in schwindelerregender Tiefe wieder und wieder in großen Wellen gegen die steinernen Klippen warf, auf denen die Stadt Dol Amroth stand. Erneut fragte sie sich, ob ihre Anwesenheit in Gondor Schuld an den Toden trug. Und für einen kurzen Moment dachte sie daran, zwei rasche Schritte vorwärts zu machen, die sie über den Rand hinaus tragen würden...

Doch dann schüttelte Aerien den Kopf, wie um diese Gedanken zu vertreiben. Serelloth sah sie verwundert an, fragte aber nicht nach. Stattdessen schlug sie vor, nach etwas Essbarem zu suchen und sich dabei die Zeit zu vertreiben, bis die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hatte. Das war der vereinbarte Zeitpunkt zu dem sie sich mit dem Jäger des Nordes auf dem Platz der tausend Schwanenfedern treffen würden.
Aerien hielt noch einen Moment inne, dann nickte sie. Etwas zu Essen würde sie auf anderen Gedanken bringen und Serelloths Gesellschaft war in der Regel erheiternd und ablenkend. Und das war genau das, was Aerien nun gut gebrauchen konnte.

In den Speisekammern und Küchen des Palastes fanden die beiden jungen Frauen rasch, wonach sie gesucht hatten. Mit vollem Mund erzählte Serelloth erneut von ihrer Reise, die sie von der Weißen Insel von Tol Thelyn per Schiff nach Linhir und von dort weiter ins Hinterland Gondors geführt hatte. Besonders viel sprach sie über Ta-er as-Safar; die Bewunderung, die Aeriens Freundin für die geheimnisvolle Südländerin hegte, war kaum zu überhören. Von den Bediensteten und Küchendienern erfuhren sie nebenher, dass zwei Angreifer von General Hilgorn gefasst worden waren und sich seiner strengen Befragung unterziehen mussten. Als Serelloth das hörte, wäre sie wohl sogleich zu den Verliesen losgeeilt, wenn Aerien sie nicht daran erinnert hatte, dass ihnen für diesen Umweg keine Zeit bleiben würde.
"Die Sonne steht kurz vor ihrem Zenit," sagte sie. "Wir werden uns Pferde leihen müssen, wenn wir den Treffpunkt mit Mákon noch rechtzeitig erreichen wollen."
"Gut, dann werden wir reiten," stimmte Serelloth zu. "Machen wir uns auf den Weg!"

Serelloth und Aerien zum Platz der tausend Schwanenfedern
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[Edain] Ankündigungen / Re: Edain Mod Launcher Version 1.3.0.1
« Letzter Beitrag von Turin Turumbar am 27. Sep 2022, 03:44 »
Update hochgeladen.
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Rhun / Herrin des Sternenwaldes
« Letzter Beitrag von Fine am 15. Sep 2022, 13:31 »
Milva, Cyneric, Salia und Firvi aus Dorwinion

Je weiter sie dem Carnen flussaufwärts folgten, desto unwegsamer wurde die Landschaft. Hatten sie entlang des Celduinflusses weite Felder und grasbedeckte Ebenen durchquert, so kamen sie nun durch feuchtere Landstriche, durchsetzt mit Mooren, Tümpeln und bewachsen von kleineren, weidenähnlichen Bäumen, deren Äste bis auf den Boden herabhingen. Die Pferde mussten sich mühsam ihren Weg zwischen tückischem Morast und feuchtem Riedgras suchen, und die Gruppe hatte Schwierigkeiten, dem Fluss in gerader Linie zu folgen. Besonders das Ostufer des Carnen war mit nahezu riesenhaftem Schilf bewachsen, und vielerorts zweigten seichte Nebenarme des Flusses für einige Entfernung vom Hauptstrang ab und erschwerten ebenfalls das Vorankommen. Ohne Milvas Ortskenntnis hätten sie vermutlich noch einen ganzen Tag länger gebraucht, wie Cyneric vermutete.

Trotz aller Schwierigkeiten sollte Milva am Ende Recht behalten. Am späten Nachmittag wurde der Boden unter den Hufen ihrer Pferde allmählich wieder fester. Sie ließen das Marschland hinter sich und erblickten in der Ferne die ersten Ausläufer des geheimnisvollen Waldes, der das Ziel ihrer Reise war.
Salia ritt neben Cyneric. "Ich frage mich, was uns hier erwarten wird," sagte sie nachdenklich.
"Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden," erwiderte er mit leichter Heiterkeit. "Wenn wir nicht zu lange hier trödeln, sind wir noch vor Sonnenuntergang im Wald."
"Es ist wichtig, dass wir den Elben keinen Grund geben, uns zu misstrauen," sagte Milva im ernsten Tonfall. "Für gewöhnlich gewähren sie Fremden keinen Zugang in ihre Heimat. Ich denke allerdings, dass sie für mich eine Ausnahme machen werden."
"Du denkst?" wiederholte Salia. "Was, wenn du dich irrst, und wir anstatt deine Freund kennenzulernen Bekanntschaft mit scharfen Pfeilspitzen machen?" Es war offensichtlich nur teilweise als Scherz gemeint.
"Solange wir ihnen keinen Grund für Feindseligkeiten geben, wird uns nichts zustoßen," meinte Milva. "Lasst einfach mich das Reden übernehmen und... Finger weg von euren Waffen."
"Wie du willst," sagte Salia, doch für Cynerics Ohren klang sie nur wenig überzeugt.

Sie ließen das letzte Stück des Weges rasch hinter sich und brachten ihre Reittiere am Rand des Waldes zum Stehen. Cyneric stieg aus dem Sattel und band die Pferde kurzerhand an einige der nahen Baumstämme. Wie Milva es ihnen geraten hatten, ließen sie ihre Waffen zurück, ehe sie in den Schatten des dichten Blätterdachs des Sternenwalds traten.

Milva ging voraus, einem kaum sichtbarem Pfad, der sich vor ihnen über den Waldboden schlängelte folgend. Es gab hier nur wenig Unterholz, wie ihnen auffiel. Weit mussten sie nicht gehen, ehe sie auf die Bewohner des Waldes stießen. Eine Gruppe von sieben, in lange Umhänge gekleideten Wächtern tauchte hinter einer der vielen Biegungen des Pfades auf und versperrte ihnen den Weg. Zu Cynerics Verwunderung war ein Mensch unter ihnen - ein junger Mann mit dunklem Haar und Bart, der einen Bogen in der Hand hielt.
Die Elben wirkten, als hätten sie Milvas Gruppe bereits erwartet, dennoch gaben sie den Weg zunächst nicht frei. Der Anführer der Gruppe gebot ihnen mit einer Geste der linken Hand Halt, dann sagte er etwas zu seinen Leuten. Diese nickten stumm, der menschliche Bogenschütze ausgenommen. "Sie ist es wirklich," hörte Cyneric den Mann raunen.
"Deine Rückkehr ward uns angekündigt, doch hatten wir früher mit dir gerechnet, Maranya," wandte sich der Anführer der Elben an Milva.
Milva schien einen Augenblick lang nachzudenken. "Faryon, nicht wahr?" sagte sie und ihr Gegenüber nickte. "Hat die Herrin mich kommen sehen?"
Der Elb dessen Namen Faryon zu sein schien, schüttelte sachte den Kopf. "Uns erreichten Nachrichten aus dem Süden. Du wärest auf dem Weg und brächtest wichtige Kunde, deinen Auftrag betreffend."
Bei diesen Worten sah Salia Cyneric an und formte mit den Lippen lautlos eine Frage. "Auftrag? Was für ein Auftrag?"
Ehe Cyneric antworten konnte, nahm Milva das Wort. "Ich werde mit der Herrin der Quelle darüber sprechen. Lasst ihr uns durch, Faryon?"
Der Angesprochene musterte sie alle nacheinander mit eindringlichem, prüfendem Blick. Er sah Firvi lange an, doch noch länger verweilten seine Augen auf Salia, und Cyneric sah, wie die Brauen des Elben begannen, sich um eine Winzigkeit zusammenzuschieben. Doch dann nickte Faryon schließlich. "Ihr seid weit geritten und habt vor Kurzem große Mühen auf euch genommen. Möget ihr heute Nacht Ruhe finden, unter den Sternen Elbereths, in unserer Mitte."
"Die Herrin..." setzte Milva an, doch Faryon hob die Hand.
"Sie wird euch empfangen, sobald ihr euch mit einer Mahlzeit gestärkt habt."

Die besagte Mahlzeit bestand aus hellem Brot und klarem Wasser. Geschmacklich erinnerte es Cyneric an die Rationen, die er während der Belagerung von Dol Guldur hin und wieder mit einigen der elbischen Soldaten dort geteilt hatte. Faryon und seine Begleiter hatten Milva und die anderen zu einer Siedlung geführt, die auf einer Lichtung lag, die von einem Bach in zwei Hälften geteilt wurde. Lampen erhellten die Sitzgelegenheiten im Zentrum der Lichtung. Der Himmel über ihnen war offen und wies einen fahlen roten Schein am Rand auf, denn die Sonne war mittlerweile dabei, unterzugehen. Cyneric fiel auf, dass die Lampen ihnen gerade genügend Licht spendeten, um die Gesichter rings um sich zu sehen, ohne dabei jedoch mit ihrem Licht die einen nach dem anderen aufblinkenden Sterne am Firmament zu überstrahlen.
Cyneric, der bereits eine Elbenstadt betreten hatte, ließ sich das Brot in Ruhe schmecken und verglich es nachdenklich mit dem Festmahl, das Zarifa und er in Königin Faerwens Reich erhalten hatten. Doch für Salia und Firvi schien es das erste Mal zu sein, dass sie ein Reich der Elben von innen sehen konnten. Beide Frauen zeigten ihr Staunen auf eigene Art; Salia strahlte noch immer eine Spur Misstrauen und Vorsicht aus, konnte aber ihre Verblüfftheit nicht vollständig verbergen. Firvi hingegen wirkte beinahe, als sei sie ein gutes Jahrzent jünger und konnte sich kaum auf das Essen konzentrieren; die Blicke bald hierhin, bald dorthin schweifend. Immer wieder betrachtete sie vor allem die Gesichter und das Gebahren der Elben, die hier allgegenwärtig waren.
"Vorsicht, dass dir nicht der Mund offen stehen bleibt," scherzte Cyneric und gab Firvi einen sanften Schubs gegen die Schulter.
Firvi sah ihn an, beinahe erschrocken. Dann hob sich ihre linke Augenbraue und für einen Moment kehrte die für Ryltha so typische freche, schlagfertige Art in ihre Miene und Stimme zurück. "Das würde dir gefallen, nicht wahr, Cyneric?"
"Vielleicht würde es das," erwiderte er und lachte leise.

Als sich ihre Mahlzeit dem Ende entgegen neigte, verstummten mit einem Mal die Stimmen ringsumher. Cyneric blickte auf und war mit einem Mal alarmiert, ohne dass er wusste, weshalb. Die Elben hatten innegehalten und blickten zum jenseitigen Rand der Lichtung. Alle senkten den Kopf und blieben stehen, während sich entlang des Baches eine Gasse bildete. Dort entlang, sich Milvas Gruppe nähernd schritt nun eine Frau, bei der es sich wohl um die Herrin des Sternenwaldes handeln musste, von der Faryon und Milva zuvor gesprochen hatten. Ihr langes, silbern glänzendes Haar war von dunklen Blättern geziert, die darin eingeflochten waren. Ihr Gewand war lang und fließend, von so dunklem Blau wie die klaren Wasser des Baches, der die Lichtung durchquerte. Als sie näher kam, stellte Cyneric fest, dass ihre Augen dieselbe Farbe wie ihr Haar hatten.
Falls Cyneric ein feierliches Willkommen erwartet hatte, so wurde er enttäuscht. Die Silberhaarige traf sich mit Milva, die ihr einige Schritte entgegegengekommen war und blieb stehen. Cyneric sah, dass der Mensch, der ihm am Waldrand aufgefallen war, ganz in der Nähe stand und Milva eindringlich betrachtete. Das brachte Cyneric dazu, sich rasch an Milvas Seite zu stellen und sich so zu positionieren, dass er zwischen dem Unbekannten und der Dorwinierin stand.
"Es ist gut, dich bei guter Gesundheit wiederzusehen, Maranya," sagte die Herrin der Quelle. "Wer nun sind deine Begleiter? Sprich rasch, denn es gibt Dringliches zwischen uns zu besprechen."
Milva zögerte einen Moment, und sah Cyneric an. Er wusste nicht, was sie von ihm hören wollte, doch schließlich sagte er: "Du hast die Dame gehört, Milva. Stell' uns vor."
"Gut, also... dies ist Cyneric aus Rohan, und, dies..." begann Milva, zuerst auf Cyneric und anschließend auf den Rest ihrer Gruppe deutend. "Hier ist Salia aus Thalland und ...und Firvi aus...?"
"Khand," sagte Firvi im gedämpften Tonfall.
"Vertraust du ihnen?" verlangte die Herrin des Waldes von Milva zu wissen.
Milva sah erneut in Cynerics Augen. "Das tue ich," bestätigte sie.
"Dann werde auch ich ihnen vertrauen." Die silberhaarige Elbin nickte und sah Cyneric, Firvi und Salia nacheinander um. Doch ihre Miene blieb ernst. "Ihr kommt zu schicksalhafter Zeit nach Taur-en-Elenath, Reisende. Unwissentlich habt ihr einer Bedrohung den Weg zu unserer Heimat geebnet."
Für einen Augenblick fiel eine bedeutungsschwangere Stille über die Lichtung, bis Milva schließlich das Wort nahm. "Wovon sprecht Ihr?" Schatten senkten sich über den Wald herab, als die letzten rötlichen Sonnenstrahlen von der Nacht verschluckt wurden. Selbst die Sterne schienen zu verblassen.

"Ihr seid verfolgt worden, Kind," antwortete die Herrin der Quelle.
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Vorschläge zu Maps / Re: Erhöhung der maximalen Kamerahöhe
« Letzter Beitrag von lbelen am 13. Sep 2022, 17:57 »
kann ich nicht auch NUR z. B. Minas Tirith bearbeiten? Falls ich das in der Kampagne nur für Minas Tirith haben möchte? brauche es nicht bei allen maps, weil da funktioniert auch der normale Zoomout. Wichtig sind mir die Festungen und bei denen funktioniert die Bearbeitung des Zooms nicht
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Vorschläge zu Maps / Re: Erhöhung der maximalen Kamerahöhe
« Letzter Beitrag von Fíli am 13. Sep 2022, 17:07 »
Dafür musst du jede Karte einzeln bearbeiten.
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Vorschläge zu Maps / Re: Erhöhung der maximalen Kamerahöhe
« Letzter Beitrag von lbelen am 13. Sep 2022, 17:05 »
wie kann man denn die Kamerahöhe allgemein in der Sum1 Kampagne erhöhen, sprich etwas höher rauszoomen? Insbesondere bei den Leveln Helms Klamm und Minas Tirith stört mich die nahe Kamera extrem.
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[Edain] Support / Re: Game crash
« Letzter Beitrag von Mobsey91 am 11. Sep 2022, 17:51 »
Hab den Fehler gefunden! Danke!
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[Edain] Support / Re: Game crash
« Letzter Beitrag von Fíli am 9. Sep 2022, 00:38 »
Hast du noch andere Mods oder inoffizielle Patches installiert?
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