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Erebor / Aino
« Letzter Beitrag von Fine am Heute um 01:31 »
So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt, dachte Kerry, als sie hastig nach ihrem Schwert griff und es mit einem Ruck hervorzog. Muss das gerade jetzt passieren?
Sie hatte seit ihrer kleinen, merkwürdigen Unterhaltung mit Helluin weiterhin die andauernde Belagerung beobachtet, die Stunde um Stunde uninteressanter für sie wurde, da sich einfach nichts tat. Noch immer war das Tor uneingenommen, auch wenn es nun von den Wehrgängen kaum noch Widerstand gab, da sie durch Beschuss der Ballisten stark beschädigt worden war. Doch solange das Tor standhielt, würde die Belagerung erfolglos bleiben. Kerry hatte sich schließlich nichts sehnlicher gewünscht, als dass irgend etwas sie von ihrer unaufregenden Zuschauerrolle ablenken würde.
Doch sie hätte vorsichtig mit ihren Wünschen sein sollen. Denn nun war etwas geschehen, das die Langeweile auf dem Rabenberg jäh unterbrochen hatte. Sie waren angegriffen worden.
Orks und Ostlinge waren von Norden auf die Bergflanke gekommen und hatten die Waldläufer in ein Gefecht verwickelt, das nun auch bis zu Kerry vorgedrungen war. Noch immer hielt sie sich in der Nähe der Treppe auf, die zurück hinunter ins Tal führte, bereit, notfalls den Rückzug anzutreten. Bislang hatte es dazu noch keinen Grund gegeben, denn die Orks und Ostlinge beschäftigten die Waldläufer zwar, waren aber nicht zahlreich genug, um sie zu überrennen.
Warum habe ich mir nicht einfach gewünscht, wieder zuhause in Eregion zu sein, dachte sie und ärgerte sich über sich selbst. Dass gerade dieser dumme Wunsch in Erfüllung gehen muss...
Ein gedrungener Ork sprang auf sie zu und sie verbannte ihre verärgerten Gedanken aus ihrem Kopf. Sie rief sich ihr Training wieder in den Sinn und machte einen raschen Ausfallschritt nach links. Der hoch angesetzte Hieb der Kreatur ging ins Leere und Kerry gelang es, ihm ihre kurze Klinge in den Rücken zu rammen. Röchelnd brach der Ork zusammen. Kerry hatte einige Schwierigkeiten, ihr Schwert aus dem Kadaver zu befreien, doch nach mehreren Anläufen geling es ihr schließlich. Ein rascher Blick in alle Richtungen zeigte ihr, dass sie sich nicht mehr in unmittelbarer Gefahr befand. Für einen Augenblick waren die Orks ins Wanken geraten, und die Dúnedain erschlugen mehrere von ihnen. Helluin, der einen Bogen ergriffen hatte, verschoss zielgenau einen Pfeil mitten in das Gesicht eines besonders hässlichen Orks, wie Kerry fand. Neben ihm stand Forgam, sein Stellvertreter, und hielt eine der kleinen Orthancfeuer-Kugeln in der Hand. Er wartete auf den passenden Augenblick, dann warf der grauhaarige Dúnadan Sarumans Werk inmitten der sich wieder sammelnden Orks. Mit einem Lichtblitz und lautem Krachen wurden sie auseinandergeschleudert.
Doch die Ostlinge waren nicht so leicht zu besiegen. Noch mehr von den in golden schimmernden Rüstungen gekleideten Soldaten tauchten am Rand des Bergkammes auf und gingen zum Angriff über. Diesmal waren sie in der Überzahl, und sie ließen sich nicht so leicht einschüchtern wie die Orks. Ihr Kommandant, der ein rotes Banner mit sich führte, schien fest entschlossen zu sein, die Dúnedain vom Rabenberg zu vertreiben. Und so waren Kerry und die Waldläufer gezwungen, um ihr Leben zu kämpfen und konnten daher nicht mehr darauf achten, ob Verstärkung für die im Inneren des Erebors belagerte Streitmacht Mordors eintraf.
Erneut gelang es einem Feind, durch die Verteidigungslinie der Waldläufer bis zu Kerry vorzudringen. Zwei schwer gepanzerte Ostlinge kamen auf sie zu und Kerry wich mehrere Schritte zurück, bis sie mit dem Rücken an einen großen Felsen stieß. Da schwirrte ein Pfeil Helluins heran und fand die Schwachstelle der Rüstung am Hals des vorderen Kriegers. Der zweite Ostling blieb stehen und zögerte. Kerry konnte sein Gesicht unter dem Helm nicht erkennen, doch in der Körperpsrache des Mannes glaubte sie Überraschung zu erkennen. War er überrascht, jemanden wie sie hier vorzufinden? An ihrem Geschlecht konnte es nicht liegen. Unter den Dúnedain Helluins waren drei weitere Frauen, die genauso gefährlich wie die männlichen Waldläufer waren. Kerry beschloss, das Zögern ihres Feindes zu nutzen und ging kurzerhand zum Angriff über. Mit einem Schrei sprang sie vorwärts und legte all ihre Kraft in einen beidhändigen Hieb, der auf das Langschwert des Ostlings zielte und zu Kerrys eigener Überraschung sein Ziel genau traf. Sie spürte, wie der Widerstand nachgab und mit einem lauten Klirren sprang das Schwert aus der Hand des Ostlings. Er taumelte rückwärts, ließ seinen Schild fallen und stolperte über einen Stein und strauchelte. Schon war Kerry über ihm, hob das Schwert weit über ihren Kopf, zum Todesstoß ausholend, und...
"N-nein! Oh bitte, nein!"
Kerry hielt inne. Der Ostling hatte seinen Helm verloren als er gestürzt war und sie blickte in die vor Angst weit aufgerissenen Augen eines Jungen. Kaum älter als siebzehn oder sogar sechzehn musste er sein. Mit einer Hand stützte er sich in eine halbwegs aufrechte Sitzposition auf, die andere Hand war abwehrend erhoben. Sein Blick war flehend geworden.
"Verschone mich! Ich... ich will nicht sterben!"
Kerry war entsetzt. Noch immer hatte sie ihr Schwert mit beiden Armen gepackt, aber sie ließ die Klinge langsam mehr und mehr sinken. Sie wusste, dass dieser Junge ihr Feind war. Er gehört zu den Dienern Saurons, dachte sie sich. Und er hätte mich getötet, wenn ich ihn gelassen hätte. Und doch konnte sie es nicht tun. Tränen liefen den Ostling über die Wangen und er begann, leise zu schluchzen. Leise Worte in einer fremden Sprache drangen über seine Lippen, die sich beinahe lautlos bewegten.
Da handelte Kerry instinktiv. Sie ließ ihr Schwert fallen. Er war nur ein Junge, der genauso fehl am Platz zu sein schien wie sie selbst. Irgend jemand hatte ihm einen Befehl gegeben, und er war dazu gezwungen worden, ihn auszuführen. Es war nicht seine Schuld. Kerry ließ sich neben ihm auf ein Knie nieder und sagte: "Ist schon gut. Ich werde dich nicht töten."
Der Ostling verschluckte sich und hustete, doch dann begann er, sich zu entspannen. "Bist du verletzt?" fragt Kerry.
"Ich... Nein, mir fehlt nichts, schätze ich," stieß er hervor und wischte sich mit dem Handrücken über das Gesicht. "Ich danke dir, gütige Fremde."
"Ich heiße Kerry," gab sie zurück.
"Aino, Sohn des Rauno," antwortete er und blickte sich um. Noch immer tobte das Gefecht, doch die Dúnedain hatten trotz einiger Verluste inzwischen die klare Oberhand gewonnen. Langsam aber sicher drängten sie die verbliebenen Ostlinge zum Berg zurück. Der Bannerträger war bereits gefallen und es würde nicht lange dauern, bis auch der Rest der Ostlinge besiegt oder in die Flucht geschlagen wäre. Kerry und Aino befanden sich daher in einiger Entfernung von den kämpfenden Dúnedain und man schenkte ihnen keine Beachtung.
"W-was hast du nun mit mir vor, Kerry?"
"Ich weiß es nicht. Du bist nicht mein Gefangener. Erzähl mir erst einmal, was hier eigentlich vor geht, Aino. Warum bist du hier?"
Aino blickte zu Boden. "Mein Vater schickte mich zum Berg, um erste Kriegserfahrungen zu sammeln. Er ist einer der höchsten Heerführer des Königs und führt nun das Kommando über die Palastgarde, in Gortharia. Man teilte mich einer Gruppe von Kriegern zu, die zeitgleich mit dem Ausfall den Spähposten auf dieser Bergflanke hier oben angreifen sollten, um als Ablenkung zu dienen."
"Moment mal," unterbrach Kerry. "Ausfall? Ablenkung? Wovon sprichst du?"
Aino setzte ein gequältes Lächeln auf. "Die Belagerung des Berges wird vermutlich scheitern. Verstärkung ist von Süden hierher auf dem Weg und fällt eurem Heer schon bald in den Rücken. Außerdem entsandte der... der Falsche König eine starke Streitmacht durch den Seiteneingang des Berges, um sich der Verstärkung anzuschließen und die Belagerer zwischen Hammer und Amboss zu zerschmettern. Und da bekannt war, dass Späher auf der westlichen Bergkante positioniert sind, befahl man uns, die wachsamen Augen mit einem Angriff abzulenken, damit niemand die Falle rechtzeitig bemerkt."
Kerry fluchte und sagte: "Das ist nicht gut. Meine Freunde sind dort unten! Ich muss sie warnen."
"Aber-"
"Kein aber! Wenn du versuchst, mich aufzuhalten, muss ich dich doch noch töten." Kerry wusste natürlich, dass sie diese Drohung nicht in die Tat umsetzten würde, doch auf Aino hatten ihre Worte dennoch die gewünschte Wirkung. Er erschauerte und seine Augen weiteten sich.
"Bitte nicht!"
Kerry musterte den Jungen. "Du bist aber kein besonders tapferer Krieger," stellte sie fest. "Lässt dich von einem Mädchen herumschubsen und einschüchtern."
Aino gab ein verärgertes Geräusch von sich. "Das ist nicht fair. Ich bin einfach nicht für den Krieg geschaffen! Meine Leidenschaft ist das Musizieren, ganz besonders an der Harfe. Aber mein Vater will unbedingt einen großen Krieger aus mir machen. Ich... ich werde niemals seinen Erwartungen gerecht werden." Ein tiefer Seufzer folgte diesen Worten.
"Unsinn," widersprach Kerry, ehe ihr einfiel, in welcher Gefahr ihre Freunde unten im Tal schwebten. "Ich habe jetzt schon genug Zeit verschwendet. Ich muss..."
"Was haben wir denn hier? Hast du einen Gefangenen gemacht, Kerry?" sagte Helluins Stimme hinter ihr. Gemeinsam mit Forgam war der Stammesführer der Dúnedain unbemerkt herangekommen.
"Ja, ich meine, nein - ist das wichtig? Helluin, hör mir zu! Das ist eine Falle!" rief Kerry und fasste rasch zusammen, was Aino ihr erzählt hatte. Sofort rannten mehrere Waldläufer zur östlichen Felskante des Rabenberges, um die Lage dort unten einzuschätzen.
"Es sieht nicht gut aus," sagten sie. "Das Heer ist bereits von hinten angegriffen worden. Es sieht so aus, als hätten sie die feindliche Vorhut zunächst zurückgeschlagen, doch inzwischen hat sich das Tor des Erebors geöffnet und mehr und mehr Feinde strömen heraus. Sie wagen einen großangelegten Ausfall!"
Und tatsächlich konnte Kerry nun sehen, wie starke Verbände durch das geöffnete Tor des Erebors heraus drängten und das Heer Sarumans von zwei Seiten in die Zange nahmen. Eine heftige, offene Schlacht entbrannte aufs Neue rings um Thal herum.

"Im Augenblick können wir nichts tun, als die Stellung zu halten," sagte Helluin. "Nun zu deinem Gefangenen, Kerry."
"Wenn er keine weiteren wichtigen Informationen hat, sollten wir ihn einfach töten," schlug Forgam vor. "Er ist eine unnötige Belastung."
"Nein!" widersprach Kerry. "Können wir ihn nicht einfach gehen lassen? Er ist doch nur ein Junge, der genauso wenig in diesem Krieg sein will, wie ihr oder ich."
"Ihn gehen lassen? Damit er sich wieder unseren Feinden anschließen kann und uns erneut angreifen kann? Ich denke nicht." Forgam zog sein Schwert und Aino schrie ängstlich auf.
"Er ist mein Gefangener und ich sage, er bleibt am Leben!" Kerry stellte sich schützend vor den Ostling und blickte Helluin flehend an.
"Lass gut sein, Forgam," sagte dieser schließlich. "Im Augenblick haben wir Wichtigeres, mit dem wir uns befassen müssen."
Wie aufs Stichwort traf ein Bote über die steile Treppe aus dem Tal ein. Es war ein Ork, der das Zeichen der Weißen Hand trug.
"Der Gebieter befiehlt den Rückzug," berichtete er. "Das Heer wird sich hier an dieser Position sammeln und dann über die Bergflanke nach Westen in Richtung des Waldes abrücken."
Helluin warf einen Blick nach unten. "Die Ostlinge haben einen Keil zwischen die Uruks und die Elben des Waldlandreiches getrieben," stellte er fest. "Wissen Thranduils Leute Bescheid von diesem Befehl?"
"Es ist zu gefährlich, ihnen jetzt noch eine Nachricht zu senden und ihr Rückweg ist bereits abgeschnitten," antwortete der Bote. "Sie sind auf sich allein gestellt."
Kerry sah Helluin deutlich an, wie er einen inneren Konflikt mit sich austrug. Schließlich nickte er nur, und der Bote verschwand auf demselben Weg, auf dem er gekommen war.
"Wir müssen Oronêl und Finelleth warnen," drängte Kerry.
Helluins Gesicht war eine grimmige Maske. "Ich kann nicht erneut einen direkten Befehl ignorieren. Fehlt auch nur einer meiner Leute, wird Saruman es bemerken."
"Dann... dann werde ich gehen," beschloss Kerry.
"Das ist viel zu gefährlich!" rief Helluin. "Ein ganzes Heer von Ostlingen steht zwischen dir und den Elben. Du wirst niemals lebendig auf der Ostseite des Tals ankommen!"
"Ich muss es zumindest versuchen, das bin ich ihnen schuldig," gab Kerry zurück. "Und außerdem werde ich nicht alleine gehen. Ich nehme Aino mit, und er wird mir schon den Weg freiräumen. Immerhin ist er der Sohn eines Generals."
Sie zog den Jungen auf die Beine, ehe Helluin sie aufhalten konnte.
"Kerry, das ist Wahnsinn!" versuchte er noch einzuwenden.
"Vielleicht. Aber wenn es Wahnsinn ist, seine Freunde zu retten, dann darfst du mich gerne als vollkommen verrückt bezeichnen. Das ist es, was für mich Freundschaft bedeutet. Ich gehe jetzt - versuche nicht, mich aufzuhalten."
Helluin schien es die Sprache verschlagen zu haben. Kerry zog Aino mit sich in Richtung der Treppe, ihr Schwert in der freien Hand haltend.
Forgam machte einen Schritt in ihre Richtung, doch da sagte Helluin schließlich: "Lasst sie gehen."
Und so verließ Kerry den Rabenberg und kam Schritt für Schritt, Stufe für Stufe, der laut tobenden Schlacht vor den Toren des Erebors immer näher...
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Modelling / Skinning / Re: Einheiten und Gebäude Portraits/Icons
« Letzter Beitrag von Rekudo93 am Gestern um 18:23 »
Du müsstest mal jemanden Fragen, der AdHk Moddet, am besten FG15 oder Lord of Mordor, die können dir da zu 100 % weiter helfen.

Als AssetBuilder benutze ich diesen:
http://filehorst.de/d/cpBAbmfk
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RPG Library / Re: Antique Lyrics of Arda
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 17:29 »
200 lives of Men



For 200 lives of Men, I wandered and voyaged across this scattered land,
With many names they hail me,
Only a couple of them are really known,
It began on the shores of the western coast,
Where a great power still lingers, to the most unbeknownst,
Setting foot on a continent that was in dire need,
Of help, of outer aid, lest the hour were made grave,
Appointed to a mission of imperative importance,
For the Evil had to be countered in proper manners,
But not via direct clash, in confrontation of sheer magic.

The utmost decree forbade that,
As the Good should find its own strength,
And so the emissaries of light were more guides, rather than mighty lords,
Fond of giving advice to whom was apt to care,
Instead of ruling via the menace of a blade,
Or the usage of our great skills to sway people towards our side,
We are better into guarding the edges of this world,
Giving words of wisdom to the ones in worrying trouble,
Deemed weak and old, our bodies do not suffer toil as the common man,
And we age not as well, being busy with the grandest duty.

At my coming,
Peace there was not,
Albeit the Enemy having been placated,
Malicious seeds had been sown,
To prepare the return of shadow,
Where merriment should have been secured,
But wicked cold came,
And thick ice and snow,
Alongside unrest from the furthest South,
Signs that it was to bode ill, and the door open to fear again would be.
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RPG Library / Re: Varda
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 16:52 »
We shall reach thy light



Thee we think about and honour,
Towards the western gales we set the colour,
Of the vessel which passeth the sea,
Heading to the westernmost West, we,
Our queen, are set to journey before the morning,
We leave back a weary world, and thus we followed thy warning,
That Immortals will find it harder,
Amidst decay, gloomy days and murder,
For the Black Heart of night is ever awake,
To hold dominion of love, raid and the bastions of noble realms to quake.

Varda, fairest vision of all, thou dost prodigy and miracle that in centuries is to be told.
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Thal / Re: Vor der Stadtmauer
« Letzter Beitrag von Eandril am Gestern um 15:12 »
Oronêl vom Erebor

Oronêls Weg führte ihn einmal quer durch die Stadt Thal hindurch, wo die Menschen unter König Bards Führung damit beschäftigt waren, die Ordnung wiederherzustellen. Offenbar hatten einige derjenigen, die in Sarumans Heer in die Stadt zurückgekehrt waren, totgeglaubte Verwandte unter denen gefunden, die die Herrschaft Khâmuls und der Ostlinge überstanden hatten. Und rasend schnell verbreitete sich die Neuigkeit, dass König Bard selbst wie durch ein Wunder seine Frau und seinen jüngeren Sohn in einem Versteck an der westlichen Stadtmauer wiedergefunden hatte.
Als Oronêl aus dem südlichen Tor hinaus auf die Ebene trat, war die Nacht bereits angebrochen. Er folgte langsam der Straße ein wenig nach Süden, und es erschien ihm seltsam, dass nicht ganz einen Tag zuvor hier noch die Schlacht gewütet hatte. Natürlich lagen noch immer die Leichen der Gefallenen - zumeist Orks und Ostlinge, denn die Elben hatten ihre Gefallenen bereits in Ehren fortgeschafft - und verlorene Waffen auf dem Schlachtfeld, doch hier, ein gutes Stück vom Tor des Erebor entfernt, herrschte beinahe Stille. Die Geräusche der Belagerung waren ein fernes Echo aus dem Norden, und hier blinkte sogar der ein oder andere Stern durch kleine Lücken in der Wolkendecke hindurch. Oronêl fand den Stein wieder, auf dem er, Finelleth und Mírwen vor gar nicht so langer Zeit die Schlacht überblickt hatten, lehnte sich mit dem Rücken an seine bemooste Oberfläche, und blickte nach Süden. Der Celduin zog sich als helles Band durch die Nacht, und Oronêls Augen folgten dem Fluss nach Südwesten bis zu der Stelle, wo der Fluss dem südlichen Ende des Erebors, dem Rabenberg, nahe kam. Er blickte hinauf auf den Gipfel des Rabenbergs, und als er seine Augen ein wenig anstrengte, erkannte er den alten zwergischen Wachtturm, der dort stand, und glaubte auch einige kleine Gestalten in grauen Mänteln zu sehen. Doch vielleicht war es auch nur eine Einbildung, weil er wusste, dass die Dúnedain - und Kerry - sich dort oben befinden musste.
So erleichtert Oronêl auch war, dass Kerry sich durch Sarumans Befehle fern der Schlacht befand, ein wenig verwunderlich war es, dass Saruman diese Position von den Dúnedain hatte besetzen lassen. Natürlich waren die Waldläufer geübte Späher und Kundschafter, doch ihre Augen waren naturgemäß bei weitem nicht so scharf die die der Elben. Warum also hatte Saruman eine solche Stellung nicht von einigen Elben besetzen lassen? Die Antwort darauf war so einfach, dass Oronêl beinahe über sich selbst gelacht hatte. Saruman vertraute den Elben nicht, also behielt er sie in seiner Nähe, wo sie wenig Schaden anrichten konnten. Und Helluins Dúnedain wurden geschont, während die Elben in der Schlacht unvermeidlich Verluste erleiden würden.
Oronêl seufzte. Es wurde Zeit, diesen Ort zu verlassen - nach der Schlacht, gleich, wie Thranduil handeln würde. Seine Gedanken wanderten nach Süden, über den Celduin und den Düsterwald hinaus zum Anduin, zum Weißen Gebirge noch weiter, nach Dol Amroth am großen westlichen Meer. In den Monaten seit er Gondor verlassen hatte war vieles geschehen, und er fragte sich, wie es inzwischen dort aussah. War der Krieg  mit Mordor, der zwischenzeitlich zu einem Stillstand gekommen war, inzwischen erneut ausgebrochen? Hatten Mithrellas, Amrothos und Irwyne Dol Amroth erreicht, und waren sie dort ebenso sehr in Sicherheit wie in Lindon? Vermutlich nicht, doch Oronêl konnte es keinem von ihnen verdenken, dass sie lieber in Dol Amroth sein wollten als in Lindon auf Nachrichten aus der Welt zu warten.
Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er hinter sich das Geräusch leiser Schritte hörte, und Mírwen sich neben ihm an den Felsen lehnte. "Woran denkst du?", fragte sie, und Oronêl antwortete leise: "Wohin ich gehen werde, wenn diese Schlacht vorüber ist. Ich werde nicht hierbleiben können."
"Ich verstehe", meinte Mírwen ebenso leise. "Und wohin wirst du gehen?"
"Nach Dol Amroth, glaube ich. Dort sind einige Freunde von mir, und meine Tochter wird inzwischen ebenfalls dort sein."
"Ich würde dich gerne begleiten", sagte Mírwen, und schloss ein wenig zaghaft ihre Hand um seine. "Ich würde auch gerne deine Tochter kennenlernen - in Lindon habe ich sie zwar kurz gesehen, aber nie wirklich mit ihr gesprochen."
"Es wäre mir eine Ehre", erwiderte Oronêl mit einem Lächeln, und diesmal war er es, der sie küsste. Dieses Mal war ihm egal, dass die Stimme in seinem Hinterkopf ihm sagte, dass es falsch war, und dass er es aus den falschen Gründen tat. Mírwen hatte an seiner Seite gekämpft, für ihn gekämpft, obwohl sie es nicht hätte tun müssen. Ihr Vater war in der Schlacht gestorben, in die Oronêl ihn geführt hatte, und trotzdem liebte sie ihn aus irgendeinem Grund - und Oronêl fühlte sich schuldig, ihr so viel Glück zu geben, wie er konnte.
Er unterbrach den Kuss, als er von Südwesten schwach das Geräusch vieler Füße in metallenen Stiefeln, die auf Stein trafen, hörte. "Was ist?", fragte Mírwen leise, und Oronêl hob die Hand und deutete nach Südwesten, wo die Straße zwischen Celduin und Rabenberg verlief. "Hörst du das?"
Einen Augenblick lauschten sie schweigend, bis Mírwen nickte. "Da marschiert jemand von Süden heran."
"Allerdings." Oronêl löste seine Hand sanft aus ihrer, und kletterte mit einer raschen Bewegung auf den Felsen hinauf. Mírwen folgte ihm, und gemeinsam blickten sie angestrengt nach Süden. Auf der Straße, jetzt bereits ein kleines Stück nördlich der Biegung, die der Celduin auf Höhe des Rabenbergs machte, marschierte ein großer Trupp dunkler Gestalten heran. Zuvor hatte Oronêl sie nicht sehen können, weil das Land südlich des Rabenbergs hügelig war, und die Straße sich ein wenig westlich des Flusses zwischen den Hügeln entlang schlängelte. "Verstärkung für den Feind?", vermutete Mírwen, doch Oronêl schüttelte unsicher den Kopf. "Es sind zu wenige, um Saruman ernsthaft gefährden zu können. Und außerdem glaube ich, dass sie das Zeichen der Weißen Hand führen."
"Dann könnte es die Besatzung sein, die Saruman in Esgaroth zurückgelassen hat. Aber warum sollten sie die Stadt verlassen und hierher kommen?"
"Vielleicht hat Saruman sie gerufen, um den Erebor mit voller Kraft zu stürmen...", meinte Oronêl langsam. "Das würde erklären, warum die Wachen auf dem Rabenberg keinen Alarm schlagen. Sie wüssten sicherlich Bescheid. Es sei denn..." Er zögerte, den Gedanken zu Ende zu führen. "Es sei denn, irgendjemand dort oben spielt ein doppeltes Spiel, und verhindert, dass Saruman gewarnt wird." Was das für Kerry bedeuten mochte, wenn er Recht hatte, wollte Oronêl sich nicht ausmalen. "Lauf zurück", sagte er zu Mírwen. "Und warne Thranduil und König Bard. Sie sollen möglichst unauffällig eine Verteidigungslinie im Süden von Thal errichten. Falls dort oben tatsächlich ein Verräter ist, und dort aus dem Süden Feinde kommen, dürfen sie nicht bemerken, dass wir gewarnt sind."
Mírwen sprang sofort vom Felsen herab, stoppte aber kurz und fragte: "Und was ist mit Saruman?" Oronêl zögerte einen Augenblick, antwortete dann aber: "Er würde dir nicht zuhören, sondern uns selbst für Verräter halten, die ihn ablenken wollen. Wenn es Feinde sind, werden wir uns hoffentlich lange genug halten können, dass Saruman reagieren kann." Mírwen nickte, und eilte dann in die Dunkelheit in Richtung Thal davon.
Oronêl beobachtete die nahenden Truppen weiterhin, und mit jeder Minute die verstrich konnte er sie besser erkennen. Er war sich jetzt sicher, dass es Orks mit dem Zeichen der Weißen Hand waren, und trotzdem verließ er seinen Beobachtungsposten nicht. Als die Neuankömmlinge etwa die Hälfte der Strecke zwischen dem Rabenberg und Thal zurückgelegt hatten, bemerkte er eine weitere Bewegung auf Höhe des Rabenberges, und diesmal war er sicher, dass dort Feinde kamen. Ganz gleich ob der erste Trupp wirklich die Nachhut aus Esgaroth war oder nicht, mehr Truppen hatte Saruman nicht im Süden, und von dort kam eine starke Streitmacht in ihre Richtung marschiert. Sein Blick wanderte den Berghang hinauf zur Spitze des Rabenberges, um zu sehen, ob die Dúnedain bereits alarmiert waren - doch im gleichen Augenblick flammte dort oben eine Feuerkugel auf, und in ihrem kurzen Lichtschein war Oronêl sich sicher, miteinander kämpfende Gestalten zu sehen. Seine Hand packte unwillkürlich den Axtgriff, doch gleichzeitig war ihm klar, dass er nichts tun könnte. Bis er den Wachtturm auf dem Rabenberg erreichte würde der Kampf schon vorüber sein, und außerdem würde er den heranmarschierenden Feinden genau in die Arme laufen. Stattdessen sprang er vom Felsen hinab und rannte so schnell er konnte in Richtung Norden davon, um Bard und Thranduil zu warnen, dass tatsächlich Feinde von Süden nahten. Ihm war egal, ob Saruman und seine Orks in der Schlacht untergingen, doch mit ihnen würden auch alle Menschen und Elben, die dem Zauberer zum Erebor gefolgt waren, sterben. Und das durfte nicht geschehen, ganz gleich zu welchem Preis.
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Erebor / Re: Tor des Erebors
« Letzter Beitrag von Eandril am Gestern um 15:12 »
Oronêl aus Thal

Stunde um Stunde verging, während Sarumans Orks immer wieder vergeblich gegen das Tor des Erebor anrannten. Der Tag, der durch die graue Wolkenschicht die über dem Erebor und Thal hing, beinahe unbemerkt angebrochen war, neigte sich bereits wieder seinem Ende, als es den Orks endlich gelang, eine stabilere Brücke über den Fluss zu errichten, die ihre Rammen tragen konnte. Die Elben hatten beinahe ununterbrochen auf die Verteidiger oberhalb des Tores geschossen, und schließlich genug von ihnen getötet, dass Sarumans Truppen weiter vorrücken konnten.
Als der erste Schlag der Ramme gegen das Tor über das Schlachtfeld dröhnte und von den Felswänden vielfach zurückgeworfen wurde, senkte Oronêl seinen Bogen und trat von seiner Stellung zurück. Die meisten Elben folgten auf einen Wink Thranduils hin seinem Beispiel, denn für den Augenblick war ihre Unterstützung nicht länger von Nöten - der Wehrgang über dem Tor war vom Beschuss der Ballisten beinahe vollständig zerstört worden, und nur noch wenige Verteidiger zeigten sich im schwächer werdenden Licht hinter den übrig gebliebenen Zinnen. Und jeder Ostling oder Ork, der sich dort oben zeigte, wurde nun von Sarumans Orks, die nun in Reichweite ihrer eigenen Bögen herangekommen waren, unter Beschuss genommen.
Oronêl betrachtete seine Finger, in die sich die Bogensehne mit der Zeit tief eingegraben hatte, und sagte als Finelleth zu ihm trat: "Ich hoffe, das alles war nicht umsonst." Er hatte beinahe jeden einzelnen Pfeil verschossen, der ihm gebracht worden war, und nur ein knappes Dutzend war in seinem Köcher verblieben.
"Wenn sie es nicht schaffen das Tor zu durchbrechen, wird es das aber gewesen sein", erwiderte Finelleth, und betrachtete missmutig das Geschehen am Tor. Die Orks schlugen unverzagt mit der Ramme auf das Tor des Erebor ein, doch die mächtigen eisernen Torflügel schienen nicht einmal eine Delle zu bekommen. "Ewig können wir diese Belagerung jedenfalls nicht aufrecht erhalten."
"Das wird auch nicht nötig sein, meine Liebe", ertönte eine tiefe, sanfte Stimme hinter ihnen. Als sie sich umwandten, sahen sie sich Saruman selbst gegenüber, der von Thranduil und Kra'suk, dem Anführer seiner Orks, begleitet wurde. "Wir werden das Tor noch vor Tagesanbruch durchbrechen."
"Mit dieser lächerlichen Ramme?", fragte Oronêl, bemüht, sich jeglichem Einfluss dieser verfluchten Stimme sofort zu entziehen. "Wohl kaum."
Sarumans dunkle Augen fixierten ihn einen Augenblick, und ein überlegenes Lächeln spielte um seine dünnen Lippen. "Es gibt vieles, was du nicht weißt. Was glaubst du, wie es meinen Truppen gelungen ist, in Helms Klamm einzudringen, bevor diese verfluchten Bäume meine Pläne zunichte machten?"
Als Oronêl schwieg, sprach der Zauberer selbst weiter: "Es war Feuer. Feuer, das sogar Stein und Eisen zunichte machen wird, Feuer, dem die Tore des Erebor nichts entgegenzusetzen haben werden. Du hast es selbst schon gesehen, denke ich."
Oronêl erinnerte sich an eine Explosion, die die Wälle von Caras Galadhon durchbrochen hatte, und der er selbst nur knapp entkommen war. Das überlegene Lächeln auf Sarumans Gesicht wurde eine Spur breiter, und er deutete zurück nach Thal. "Dort werden in diesem Augenblick die letzten Vorbereitungen getroffen. Ich sage euch, noch in dieser Nacht wird der Erebor frei sein von Mordor."
"Aber nicht in den Händen seiner rechtmäßigen Besitzer", sagte eine weitere bekannte Stimme. Der Zwerg Gunri und seine Begleiter waren zu ihnen gestoßen. Auf Gunris Schulter saß ein großer, schwarzer Rabe, und in der Hand hielt er eine kleine Rolle Papier. "Ich habe eine Antwort erhalten von Gráin Feuerfaust, dem Herrn der Eisenberge, für den Zauberer Saruman."
Oronêl wechselte einen raschen Blick mit Finelleth, während alle schweigend abwarteten, was der Zwerg zu sagen hatte. Im Hintergrund waren immer wieder die Schläge der Ramme zu hören, die durch das Tal dröhnten.
"Die Zwerge der Eisenberge werden ihre Heimat nicht verlassen und hier kämpfen, um ihren rechtmäßigen Besitz als vergiftetes Geschenk des Verräters Saruman zu erhalten. Wir werden nicht an eurer Seite kämpfen, Saruman, als Vasallen desjenigen, der das Land überfiel, in dem unsere Verwandten nach dem Fall des Erebor Zuflucht gefunden haben. Auch Zwerge sind in Lothlórien gefallen, und wir vergessen nicht."
Sarumans Miene war äußerlich gleichgültig geblieben, doch seine Augen funkelten zornig. "Die Zwerge geben also ihren Anspruch auf den Erebor und all seine Schätze auf? Nun denn, so sei es."
Gunris buschige Augenbrauen zogen sich zusammen. "Seid kein Narr, Zauberer. Durins Volk wird den Anspruch auf den Einsamen Berg niemals aufgeben. Ganz gleich was ihr tut, eines Tages wird wieder ein Zwerg aus Durins Haus König unter dem Berg sein." Er machte eine kaum merkliche Verbeugung in Richtung der Elben, und sagte: "Lebt wohl - bis wir uns wiedersehen, bevor die letzte Schlacht geschlagen wird." Er nickte seine Begleitern zu, würdigte Kra'suk und Saruman dabei keines Blickes, und sie marschierten in östlicher Richtung davon. Für einen Augenblick herrschte Schweigen, bevor Saruman und Kra'suk sich ohne ein weiteres Wort ebenfalls entfernten - der Zauberer in Richtung Thal, der Ork nach vorne zum Tor des Erebor. Als beide außer Hörweite waren, wandte sich Thranduil an Oronêl: "Ich nehme an es freut dich, dass die Zwerge sich uns nicht anschließen?"
Oronêl schüttelte den Kopf. "Nein." Der kalte Wind, der von Norden über die Berge peitschte, war hier unten nur schwach zu spüren, doch er war da und schien jegliche Wärme aus seinem Blut zu vertreiben. Seine Gedanken wanderten zurück an ihre Wanderung durch das nördliche Arnor und die Eiswüste Forochel, wo es noch kälter gewesen war, und er blickte hinauf zu Rabenberg, wo Kerry noch immer mit den Dúnedain Wache stand. Damals waren Elben und Menschen gemeinsam zu ihrer Rettung aufgebrochen und hatten sie gegen alle Wahrscheinlichkeit aus den Kerkern Carn Dûms befreit. Und zuvor hatten Elben, Menschen und selbst ein Zwerg bei Fornost gegen Sarumans Horden gekämpft und gesiegt.
"Nein", wiederholte er. "Es freut mich nicht - es macht mit traurig. Niemand kann Mordor alleine besiegen. Wir können es nur schaffen, wenn Elben, Zwerge und die Königreiche der Menschen gemeinsam kämpfen, vereint wie im letzten Bündnis. Aber mit Saruman wird es ein solches Bündnis nicht geben, er will keine Verbündeten sondern Diener und Untertanen. Solange wir ihm folgen, fürchte ich, sind wir verloren."
"Hast du vergessen, was wir unter seiner Führung erreicht haben?", fragte Thranduil zurück. "Dol Guldur, das Waldlandreich, Esgaroth, Thal, und bald der Erebor?"
"Als Diener des Zauberers, der Rohan mit Krieg überzog und Lothlórien angriff, um seinen verletzten Stolz zu besänftigen?" Finelleth hatte bislang geschwiegen, doch jetzt sprach sie mit umso größerer Überzeugung. "Das ist nicht der richtige Weg, Vater."
"Wäre es besser gewesen, wir hätten diese Gelegenheit ausgeschlagen, und all diese Lande wären noch immer vom Feind besetzt?", entgegnete Thranduil heftig, und fuhr sich dann mit der Hand über die Stirn, bevor er ruhiger weitersprach. "Manchmal ist es notwendig, seine eigenen Ideale zu beugen, um ein größeres Übel zu besiegen. Und was wollt ihr, dass ich tue? Soll ich unseren Kriegern befehlen, sich zurückzuziehen? Oder soll ich Saruman am besten in den Rücken fallen?"
"Nein", erwiderte Oronêl. "Für diese Schlacht haben wir unsere Entscheidung getroffen. Aber wenn die Schlacht vorüber ist, folge Saruman nicht weiter. Kehre in dein eigenes Reich zurück, sichere deine Grenzen... und wenn es soweit ist, marschiere nach Süden. Dort wird die Entscheidung fallen, nicht hier im Norden. Die Menschen von Gondor und Rohan werden jede Klinge und jeden Pfeil brauchen können, den es gibt."
"Nach Süden marschieren, wie in alten Zeiten..." Thranduil wirkte nachdenklich. "Mein Vater marschierte nach Süden, gegen Mordor, und kehrte nicht zurück. Und mein Sohn ebenso." Bei seinem letzten Satz zuckte Finelleth kaum merklich zusammen, und Oronêl wurde klar, dass es das erste Mal seit ihrem Gespräch im Waldlandreich war, dass Thranduil seinen Sohn erwähnte.
"Genau wie Amdír, und viele der Krieger, die er auf die Dagorlad führte", erwiderte Oronêl schließlich. "Doch am Ende war es die einzige richtige Entscheidung."
"Ich... werde darüber nachdenken", sagte Thranduil stockend. Noch immer war das regelmäßige Hämmern der Ramme gegen das Tor zu hören, und das Geräusch begann, an Oronêls Nerven zu zehren.
"Das ist alles, was ich mir wünsche", meinte er. "Dass die Elben des Waldlandreichs wieder beginnen, nachzudenken, und Saruman nicht blind folgen." Er strich sich mit der linken Hand die Haare aus dem Gesicht, und war sich sicher, dass Thranduils Blick auf seinen fehlenden Fingern ruhte. "Ich werde einen Blick nach Süden werfen, bevor der Sturm losbricht. Aber keine Sorge, ich werde dort sein, wenn das Tor fällt - falls es fällt."

Oronêl nach Thal
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RPG Library / Re: Dismay and Sorrow
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 12:21 »
In the name of the maiden



In the name of the maiden,
Fair as a pale morning of winter,
Used to harsh life and sorrow,
At the court of a decaying rule,
Serving a king burdened by magic,
In the grave hour of mayhem,
Ajar is the door, for woes to come,
Shall she draw her sword and fight?
Courage she never fell short of,
Hazard she faces directly and with no remorse.

Three heroes came to her royal home,
Guided by a wizard, white as clear snow,
Willing to free the monarch from the yoke,
So that Rohan had one last chance,
To withstand the oncoming storm,
Before it was too late to act,
For the common good and sake,
She was there, to comfort the fearful ones,
Expecting death to be near,
After the walls of the Deep were torn apart.

Nay, her realm asunder was not mauled,
For light broke through the rain and signalled that victory was theirs,
The vicious enemy lost,
Along with his fume-choked mansion,
Cleansed by furious roots and raging water,
The Horse Lords could then breathe fresh air and take a sigh of relief,
Partying for the triumph and honouring those who no longer were,
Yet, the tale was not to end that way,
When the marble-realm asked for the aid of the fast riders of the heath,
Surrounded by horrid devils and risking ruin.

You, maiden, rode and did go thither,
Whither the decent would have headed too,
Disobeying the command of the king,
For a just cause,
Before the gates of the City, of incredible deeds you were author,
To battle in the name of good and kind-hearted valour,
Agony you went through and unspeakable pain,
Necessary was that evil, though, in order to succeed,
A ghoulish lord of wraiths was vanquished and parted from his miserable robes,
Even in the dreary day, you never have failed.
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[Edain] Support / Re: INI errors in-game and instant defeat
« Letzter Beitrag von Gnomi am Gestern um 11:35 »
Deactivate 1.08 before installing Edain.
Bfme II 1.08 and Rotw 2.02 are both just mods which call themself patches. And you can't install multiple mods.
Also try to deactivate the HD edition of BFme II I don't know what exactly this changes in hte background, but it could interfere with edain.

Additionally:
On the other hand have you tried to patch multiple times in the launcher? This will also check if all your edain-files are correct. Your proplem clearly sounds like there are wrong files.
9
Sonstiges / Re: Skulldur´s Let´s Plays
« Letzter Beitrag von Skulldur am Gestern um 10:54 »
How to IS-2. Ein kurzes "How To" Tutorial für den IS-2. Stärken/Schwächen und Tipps zur Spieltaktik für erfolgreichere Spielerunden!


<a href="//www.youtube.com/watch?v=vRDa0ZaOMM4" target="_blank">//www.youtube.com/watch?v=vRDa0ZaOMM4</a>
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Coding / Re: Wie funktionieren .inc dateien und wie benutzt man sie?
« Letzter Beitrag von No1Gamer am Gestern um 09:41 »
richtig, diesen Pfad musst du immer angeben, am besten in der original ini, z.B. so:
#include "\includes\attributemodifier.inc"

Dabei ist es wichtig wo dein includes ordner liegt. in diesem Beispiel liegt der ORDNER im gleichen Pfad wie die ini-datei in welcher dieser include befehl steht. Das dürfte nämlich dein Problem sein. Das spiel kann die inc dateien nicht finden, weil deine Pfadangabe falsch ist.

Beispiel aus der Edain mod:
Bei einem Helden gibt es z.B. diesen include eintrag:
#include "..\..\..\includes\StunDrawModuleSmall.inc"

die "..\" Zeichen geben an, wie viele Pfadebenen das spiel zurück gehen muss, damit der includes ordner erreicht werden kann. In diesem Fall sind das 3 Ebenen.

Der include Eintrag steht in der Aragorn.ini, welche sich im Pfad:
data\ini\object\goodfaction\units\men
befindet.

Die angegebene inc Datei befindet sich aber im includes ordner im Pfad:
data\ini\object

Das sind genau 3 Ordnerebenen die das Spiel zurück gehen muss, um an den gewünschten Ordner zu kommen.

Es kommt also immer drauf an wo dein includes ordner liegt. Ich hoffe ich konnte das einigermaßen gut erklären.

Alternativ kannst du aber auch immer den kompletten Pfad angeben, also in diesem Beispiel würde das dann so aussehen:
#include "data\ini\object\includes\StunDrawModuleSmall.inc"
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